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Netzwelt
Montag, 17.07.2017   15:36 Uhr

Start von Staffel Sieben

Liebe Leserin, lieber Leser,

Von

wenn ich Gutes über eine neue Serie oder Serienstaffel aus den USA höre, will ich zuerst Folgendes wissen: Wie könnte ich das denn gucken? Legal und möglichst bald, aber zu einem fairem Preis? Gerade fragte ich mich das bei HBOs Fantasyserie "Game of Thrones", deren siebte Staffel letzte Nacht gestartet ist. Denn schon länger will ich die Onlineflatrate HBO Go abonnieren, die jedoch wird nur in den USA angeboten. Wie also komme ich an die neue Staffel "Game of Thrones"?

HBO / Sky

Daenerys Targaryen aus "Game of Thrones"

In meinem Fall ist die Lösung diesmal - Staffel 5 der Fantasyserie etwa hatte ich als Digital-Download bei Amazon Video gekauft - Sky Ticket Entertainment, das Serien-Monatsabo von Sky. Wer sich bei Paypal umschaut, findet dort ein Angebot, mit dem Neukunden das Entertainment-Paket drei Monate lang für jeweils einen Euro bekommen.

Kündigen lässt sich das Paket nach Auskunft von Sky - bei einer ersten Nachfrage hatte sich das Unternehmen noch anders geäußert (siehe Artikelende) - bereits zum dritten vollen Monat. Der Kunde zahle, wenn er das Paket jetzt abonniert und zeitnah wieder abwählt, lediglich drei Euro für August, September und Oktober plus den Spezialpreis für Juli anteilig, was praktisch ein zweistelliger Centbetrag sei. Nur wenn man nicht rechtzeitig kündigt, würden ab November die regulären 9,99 Euro pro Monat fällig, heißt es.

Für weniger als vier Euro lassen sich so alle sieben neuen Folgen von "Game of Thrones" auf Deutsch und Englisch streamen - und zum Gedächtnisauffrischen auch alle vorherigen. Das ist ein gutes Angebot, erst recht, wenn man wie ich noch weitere Sky-Ticket-Serien interessant findet, wie "The Young Pope", "Twin Peaks" oder "Silicon Valley". Zum Vergleich: iTunes verlangt für den Kauf einzelner "Game of Thrones"-Folgen 2,50 Euro (SD) beziehungsweise 3 Euro (HD) und dort sind die Folgen erst jeweils einen Tag später verfügbar.

Einen Wermutstropfen hat das Schauen per Sky Ticket dennoch: Die App des Dienstes für die Playstation 4, auf der ich zu Hause Serien schauen, ist von der Bedienung her eine Qual, viel schlechter als etwa die von Netflix. Und auch mein Kollege Matthias Kremp jammert schon über Abstürze der iPad-App, nervige Fehler der Browserversion und Mängel der Sky-Ticket-App auf seinem Samsung-Fernseher.

Aber, nun ja, bei Netflix haben sie eben kein "Game of Thrones".

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Ausgezeichnet: "Kingdomino" ist Spiel des Jahres

Im Netzwelt-Ressort berichten wir immer wieder auch über analoge Games. Heute ist mal wieder so ein Tag, denn soeben wurde die wichtigste Brettspiel-Auszeichnung Deutschlands vergeben, der Titel "Spiel des Jahres". Ausgezeichnet wurde diesmal das Familienspiel "Kingdomino" von Bruno Cathala, dessen Verkäufe nun erfahrungsgemäß in die Höhe schießen werden.

Hendrik Breuer

"Kingdomino"

"Kennerspiel des Jahres 2017" ist "Exit - Das Spiel" von Inka und Markus Brand geworden, das wir schon zu Weihnachten empfohlen haben. Über die Verleihung und die anderen nominierten Spiele schreibt im Laufe des Nachmittags unser Brettspiel-Experte Hendrik Breuer, auf spiegel.de/netzwelt

World Emoji Day: Deutschland, das Land der Grinse-Gesichter

Wenn Ihnen heute besonders viele Emoji begegnen, gibt es dafür eine einfache Erklärung. An diesem Montag ist World Emoji Day, eine Art Internetfeiertag, der 2014 erstmals von Jeremy Burge ausgerufen wurde, dem Gründer des Emoji-Lexikons Emojipedia. Zweck des Tages sei es, die Nutzung von Emoji zu fördern, heißt es auf der zugehörigen Website. Laut Facebook ist in Deutschland das "grinsende Gesicht" das beliebteste Symbol, weltweit liegt der vor Lachen weinende Smiley vorn:

Facebook

Weltweit meistgenutzte Emoji auf Facebook


Seltsame Digitalwelt: "Gibt es so einen Adapter überhaupt?"

Vor Kurzem habe ich mir ein Moto-Z-Smartphone von Motorola gekauft, ein Handy mit Kopfhöreranschluss per modernem USB-C. Doof nur: Ein USB-C-Kopfhörer wurde nicht mitgeliefert, stattdessen lag nur ein Adapter Klinkenstecker-auf-USB-C bei. Recht bald habe ich dieses kleine Stück Technik dann verloren, in den Urlaub ging es daher ohne benutzbaren Kopfhörer.

Beim Versuch, am Abend vor dem Abflug noch einen Ersatz-Adapter zu kaufen, stieß ich nur auf erstaunte Verkäufer: "Führen wir nicht, so einen Adapter", hieß es etwa im Hamburger Saturn, dem "größten Elektrofachmarkt der Welt". Und selbst der kleine Handy-Händler eine Straße weiter fragte nur: "Gibt es so einen Adapter überhaupt?"

Letztlich habe ich mir den passenden Adapter nach der Reise online bestellt - und das auch erst, nachdem ich mich durch zahlreiche Angebote geklickt hatte, bei denen Kunden schrieben, die Adapter funktionierten nicht. Meiner für neun Euro klappte dann zum Glück. Blöd nur, dass ich ihn gerade auch schon wieder verloren habe.

Die App der Woche: Record Bird
getestet von Sebastian Meineck

Keine Neuerscheinung verpassen, das ist das Versprechen der Musiknachrichten-App Record Bird. Nutzer können Künstler abonnieren und die App nach Rezensionen und Hörproben durchsuchen. Kündigen abonnierte Künstler etwas Neues an, erhält der Nutzer eine Nachricht. Der Download ist gratis, die Betreiber dürfen an die hinterlegte E-Mail-Adresse aber Werbung schicken.

Gratis von Record Bird GmbH, ohne In-App-Käufe: iOS, Android, Browser-Version

Fremdlink: Drei Tipps aus anderen Medien

Und hier ausnahmsweise noch zwei Tipps in eigener Sache: Im Netzwelt-Ressort starten wir dieser Tage zwei neue Podcasts. Der erste, "Sascha Lobo - Der Debatten-Podcast" ist bereits live und kostenlos abonnierbar. Am Dienstag, 25. Juli, folgt dann noch "Netzteil", dessen erste Staffel sich acht Folgen lang mit der Tech-Zukunft beschäftigt, vom digitalen Sprachassistenten bis zum Sexroboter.

Eine fantastische Woche wünscht Ihnen,

Markus Böhm

Hinweis der Redaktion: In diesem Text hieß es zunächst, man könne das Sky-Ticket-Abo erst zum Ende des vierten Monats kündigen, so dass ein Monat noch reguläre 9,99 Euro kostet. Sky hatte uns dies auf Nachfrage so bestätigt. Später meldete sich Sky dann mit dem Hinweis, dass Kunden beim Paypal-Angebot doch bereits kündigen können, bevor sie einmal den regulären Preis zahlen müssen.

Am 17. Juli nachmittags hieß es auf der Sky-Ticket-Website unter "Rechtstext einblenden" wörtlich: "Angebot nur buchbar für Neukunden. Der Preis für das Entertainment Monatsticket ist bis Ende Oktober auf 1 Euro mtl. reduziert, ab November werden 9,99 Euro mtl. berechnet. Laufzeit unbefristet. Das Monatsticket kann erstmalig mit einer Kündigungsfrist von 7 Tagen zu Ende Oktober gekündigt werden. Empfang nur in Deutschland und Österreich."

insgesamt 36 Beiträge
Neophyte 17.07.2017
1. Da gibt es noch ganz andere Möglichkeiten
Streaming Seiten im Netz zeigen die Folgen immer ein paar Tage später nach Ausstrahlung in HD.. Da man beim streamen keine Daten auf dem Rechner speichert, genau wie bei YouTube und weiteren Portalen, ist man rechtlich auf der [...]
Streaming Seiten im Netz zeigen die Folgen immer ein paar Tage später nach Ausstrahlung in HD.. Da man beim streamen keine Daten auf dem Rechner speichert, genau wie bei YouTube und weiteren Portalen, ist man rechtlich auf der sicheren Seite, so lange kein Gericht anders entscheidet..
davornestehtneampel 17.07.2017
2.
Für Staffel 7 reicht Sky Ticket Juli + August für insgesamt 2 Euro, Sky macht selbst Werbung damit.
Für Staffel 7 reicht Sky Ticket Juli + August für insgesamt 2 Euro, Sky macht selbst Werbung damit.
robinchen001 17.07.2017
3. SkyTicket nein danke!
Durch die penetrante Werbung für skyTicket, besonders auf Youtube, hab ich mir auch mal gedacht "Warum nicht, sind ja nur 2€". Die 2€ sind fast noch zu viel. Ähnlich wie bei anderen Sky Angeboten ist die [...]
Durch die penetrante Werbung für skyTicket, besonders auf Youtube, hab ich mir auch mal gedacht "Warum nicht, sind ja nur 2€". Die 2€ sind fast noch zu viel. Ähnlich wie bei anderen Sky Angeboten ist die Benutzerfreundlichkeit der Website sehr beschränkt und im Vergleich zu Netflix und Amazon Prime um längen veraltet. Auf einen normalen PC mag das noch halbwegs funktionieren, aber sobald man am Fernseher gucken will, wird es kompliziert. Eine App für den Amazon FireTV ist nicht vorhanden (sogar Maxdome und Netflix haben eine!), nächster Versuch das Windows 10 Convertable rausholen und über HDMI anschließen. Wiedergabe über Edge und Chrome waren nur im Kleinformat möglich, es gab keine Möglichkeit die Folge in Vollbild zu bekommen. Opera gedownloaded, 5min rumgebastelt und dann konnte man das Video in Vollbild gucken. Testphase/Einrichtungszeit hat also insgesamt mindestens 30min gedauert. Danach lief GoT S6 E7 ... die Qualität war mehr als bescheiden. Überall waren Artefakte zu sehen und das Videos hat die ersten 15 Minuten nur ab und zu geruckelt, anch 20min war es unguckbar. Fazit: gerippte 720p Folgen auf "diversen Streamingseiten" haben bessere Qualität. Am Convertable oder unserem Internet lag es jedenfalls nicht. Wer wirklich NUR am PC gucken will und Opera benutzt, der kann es sich für 2€ "gönnen". Coach-guckern kann ich nur davon abraten. Für mich hat Sky wieder bewiesen, das es sich nicht lohnt ihr Angebot wahrzunehmen. Falls sie irgendwann man ihre IT auswechseln und moderne, funktionierende, benutzerfreundliche Oberflächen anbieten, kann man nochmal reingucken.
rudi_m 17.07.2017
4. Diese ganze Games of Thrones Werbung nervt.
Muss ein Nachrichten Magazin täglich mehrmals über irgendeine irrelevante TV Serie berichten?
Muss ein Nachrichten Magazin täglich mehrmals über irgendeine irrelevante TV Serie berichten?
sraab 17.07.2017
5. Komische Rubrik
Als IT'ler bin ich jetzt mal über diesen Artikel im Spon gestolpert. Das Ganze erscheint wie eine Zusammenfassung von Pressemmitteilungen diverser Branchenriesen. Dafür darf man(n) sich Redakteur nennen! Ich würde mich über [...]
Als IT'ler bin ich jetzt mal über diesen Artikel im Spon gestolpert. Das Ganze erscheint wie eine Zusammenfassung von Pressemmitteilungen diverser Branchenriesen. Dafür darf man(n) sich Redakteur nennen! Ich würde mich über einen Artikel freuen, der eher die Hintergründe der Rechteschacherei und der Absurditäten des DRM offenlegt, statt die nächste Folge Blutschlachterei zu verkaufen! Denn nur durch Aufklärung könnte sich dort was ändern - zum Wohle der Verbraucher. Die Lächerlichkeiten all der unterschiedlichen Apps und Lizenzmodelle, die alle zusammen dem Nutzer per default kriminelles Interesse unterstellen - das ist ein Thema. Das solche Artikel aber nicht erscheinen, sondern stattdessen das billigste Schnäppchen gelobpreist wird - das ist erbärmlich!
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