24.02.2012
Netzwelt-Ticker
iPhone-Fehler ermöglicht Zugriff trotz Codesperre
Von Richard Meusers
Gesperrtes iPhone: Mit Geduld und der richtigen Nummer zu knacken
Anscheinend ermöglicht ein Fehler in Apples mobilem Betriebssystem iOS 5.0.1 den unerlaubten Zugriff auf diverse Daten. Auch wenn persönliche Informationen wie Anruflisten und Kontakte durch ein Passwort geschützt seien, könnten sie dennoch ausgelesen werden. Von dem Problem sollen die iPhone-Varianten 3, 4 und 4S betroffen sein. Allzugroß ist die Gefahr allerdings nicht. Um an die Daten zu kommen, muss man das Gerät schon in Händen halten - und die Nummer des Handys kennen. Wie das im einzelnen vonstatten geht, demonstriert das Blog Iphoneislam.com in einem Videoclip.
Zunächst wird das zu knackende Handy angerufen, das Telefonat aber nicht angenommen. Danach muss die Sim-Karte wiederholt entnommen und wieder eingesetzt und gleichzeitig versucht werden, den Anruf nun zu beantworten. Erst nach einer ganzen Reihe derartiger Versuche war der Passwortschutz schließlich ausgehebelt.
Staatsanwaltschaft legt Beschwerde gegen Kim Schmitz' Freilassung ein
Einen Monat saß der Chef der Internetplattform Megaupload in Untersuchungshaft, dann wurde er am Mittwoch gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Doch die neuseeländische Staatsanwaltschaft würde Kim Dotcom alias Schmitz gern wieder in Gewahrsam sehen und beantragte daher die Aufhebung der Kautionsentscheidung des Bezirksgerichts für die Nordküste.
Während die Anhörung beim High Court in Auckland für Dienstag angesetzt wurde, verweigerten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Schmitz' Anwalt Paul Davison eine Stellungnahme, so der "NZ Herald". Derzeit darf Schmitz zwar sein gemietetes Anwesen in der Nähe von Auckland bewohnen, sich jedoch nicht weiter als 80 Kilometer davon entfernen. Die Nutzung seines Helikopters oder Zugang zum Internet wurden ihm untersagt.
HP plant Büro-Tablet mit Windows 8 bis zum Jahresende
Computerriese Hewlett Packard versucht es erneut und will noch in diesem Jahr einen Tablet-Rechner herausbringen. Im Unterschied zum im Sommer 2011 gefloppten Touchpad soll das neue Modell nicht mehr mit dem hauseigenen webOS als Betriebssystem laufen, sondern auf Basis von Microsofts Windows 8. HP zielt mit dem kommenden Flachrechner allerdings nicht auf den Endverbrauchermarkt, sondern mehr auf den Business-Bereich. Es gebe einen starken Trend, dass Mitarbeiter ihre eigenen Geräte auch für die Arbeit nutzten und mit ins Büro brächten, so laut AFP HP-Chefin Meg Whitman.
Aber die meisten dieser Geräte entsprächen nicht den höheren Sicherheitsanforderungen, wie sie im professionellen Umfeld gelten. Das gehe nur so lange gut, bis es zu einem Sicherheitsleck komme. Derzeit seien Tablets vor allem im privaten Bereich verbreitet und hier regiere uneingeschränkt das iPad. "Das iPad ist großartig, ich habe selbst eines", so Whitman weiter. "Ich nutze es, um Bücher zu lesen oder Fernsehen zu schauen, aber nicht, um Arbeit zu erledigen."
Mit Social-Network-Infos zum optimalen Sitznachbarn im Flugzeug
Langstreckenflüge sind nicht immer das reine Vergnügen. Mit etwas Glück lässt sich die Zeit mit einem ausgedehnten Schläfchen überbrücken. Aber was, wenn der Sitznachbar dafür so gar kein Verständnis hat, sondern pausenlos ein Gespräch anfangen will? Um solche unschönen Situationen zu vermeiden, bietet laut "New York Times" die niederländische Fluggesellschaft KLM ihren Passagieren seit diesem Monat ein neues Programm namens "Meet and seat" an. Wer einen Langstreckenflug bucht, kann dabei zusätzlich Details seines Facebook- oder LinkedIn-Profils angeben.
Mit den so gewonnenen Daten sollen dann geeignete Sitznachbarn gefunden werden, etwa aufgrund ähnlicher Interessen. Auch andere Airlines würden inzwischen auf die Segnungen der Social Networks setzen. Malaysia Airlines habe seit letztem Jahr das Programm MHBuddy, wo Passagiere auf der Facebook-Seite des Fluganbieters nachsehen können, ob vielleicht einer ihrer Freunde mit im Flieger sitzt. Ein ähnliches Programm sei vom dänischen Start-up Planely aufgelegt worden.
Auch das noch:
- Twitter-Botschaften zur Fastenzeit vom Papst: Die Zeit der 40-tägigen Entsagung soll für fromme Katholiken nicht ohne päpstlichen Zuspruch vergehen. Also hat die katholische Internetplattform Pope2You eigens ein Twitter-Profil "Pope2YouVatican" eingerichtet. Hier gibt es bis Ostern täglich ein Bibelzitat oder eine geistliche Botschaft in verschiedenen Sprachen, darunter auch auf Deutsch. Den Anfang macht die Ankündigung: "Benedikt XVI. lädt ein, die Fastenzeit mit ihm zu begehen. Die Botschaft des Heiligen Vaters wird durch Twitter verbreitet."
- Der Flashback-Mac-Trojaner ist wieder da: Im Oktober sorgte die Malware, die sich als Installationsprogramm für den Flashplayer tarnte, erstmals für Ärger unter Nutzern von Mac OS X. Nun ist sie schlauer geworden und nutzt unter anderem zwei Java-Sicherheitslücken aus. Stößt die Schadsoftware auf ein Antivirenprogramm, installiert sie sich nicht.
- Google Music bleibt hinter den Erwartungen zurück: Nach iTunes-Vorbild sollten die inzwischen 200 Millionen Android-Nutzer fleißig Musik kaufen und herunterladen. Doch offensichtlich sind die Google-Manager nach dem ersten Quartal noch unzufrieden. Nun erhoffen sie sich bessere Zahlen, wenn erst einige passende Hardware-Produkte aus eigener Produktion auf den Markt kommen.
- Videodienst UltraViolet ist ein Flop? 800.000 Nutzer hat die Gemeinschaftsplattform mittlerweile, die Blu-ray, Download und Streaming aus einer Hand und zu einem Preis bietet. Doch in den letzten anderthalb Monaten seien nur noch 50.000 Nutzer dazugekommen. Die Filmfreunde im Netz würden allem Anschein nach lieber ausleihen als kaufen.