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18.04.2012
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"Anhören"-Button

Facebook spielt ein bisschen MySpace

   "Anhören"-Button auf Facebook: Mehr Nutzer für Spotify und Co.


"Anhören"-Button auf Facebook: Mehr Nutzer für Spotify und Co.

Mit einem Klick zur Musik-App: Facebook hat den Seiten von Musikern und Bands in seinem Netzwerk einen "Anhören"-Button spendiert. Was es dann zu hören gibt, kontrollieren offenbar nicht die Künstler selbst - sondern externe Anbieter wie Spotify.

Die Facebook-Entwickler haben das Netzwerk um einen unscheinbaren Button erweitert: "Anhören", auf der englischen Seite "listen", steht nun auf vielen Musiker-Seiten direkt neben dem "Gefällt mir"-Knopf. Wer klickt, bekommt die entsprechende Musik über einen Streaming-Dienst wie zum Beispiel Spotify vorgespielt.

Dazu muss man Spotify installiert haben - oder einen anderen Musikdienst, der bei Facebook vertreten ist. Nutzt man Deezer, Rdio, Mog oder Slacker Radio, führt der "Anhören"-Button auf das entsprechende Angebot. Hat der Nutzer keine Musik-App installiert, erscheint ein Feld mit dem Vorschlag, ebendas nachzuholen. Welche Titel der Musikliebhaber dann vorgespielt bekommt, hängt vom ausgewählten Streaming-Service ab. Während Spotify die fünf beliebtesten Titel spielt, bietet Rdio eine Zufallsausauswahl aus allen zur Verfügung stehenden Nummern an - aber auch nur, wenn man einen kostenpflichtigen Account bei dem Dienst hat.

"TechCrunch" gefällt die Sache nicht übel, mit dem neuen Button hätten Musiker die Möglichkeit, wesentlich einfacher und schneller an neue Fans zu kommen als bisher. Das dürfte vor allem kleinere und Indie-Bands sehr freuen - solange sie im Angebot der Streaming-Dienste enthalten sind. Was jetzt noch fehle, sei ein ähnlicher Button namens "Ansehen" auf Seiten von TV-Sendern und Filmstudios, der auf Knopfdruck Dienste wie Hulu oder Netflix in Gang setzen würde.

Für Facebook liegt der Vorteil der Knopferweiterung auf der Hand. Das Netzwerk kann als Musikanbieter auftreten, ohne dabei eigene Inhalte bereithalten zu müssen. Für alle Beteiligten ist die Bedienung auf absolute Einfachheit getrimmt. Ganz egal, welche Musik-App ein Facebook-Nutzer installiert hat und unabhängig davon, welche Anwendungen von den entsprechenden Künstlern bevorzugt werden, ein Klick auf den immer gleichen Button reicht aus.

Für die Nutzer ist das allerdings nicht ganz so praktisch wie die Musik-Integration bei MySpace. Das ehemals populäre soziale Netzwerk ermöglicht es Künstlern, eine Auswahl an Liedern zur Verfügung zu stellen, die der Nutzer dann gezielt abspielen kann. Facebook überlässt die Auswahl nun nicht den Künstlern, sondern den Anbietern der zum Teil kostenpflichtigen Apps.

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