25.04.2012
Verschlüsselte Cloud
So lagern Sie Dateien sicher in der Wolke
Truecrypt-Logo: Datei-Container für mehr Sicherheit
Viele Anbieter von Cloud-Speicherdiensten können auf die Daten ihrer Nutzer zugreifen, gerade bei kostenlosen Angeboten. Selbst wenn die Unternehmen mit einer Verschlüsselung der Dateien werben, findet diese zum Beispiel bei Dropbox erst auf dem Server selbst statt. Den Schlüssel hat das Unternehmen.
Um Dateien wirklich sicher in der Cloud zu lagern, müssen die Daten schon auf dem eigenen Rechner verschlüsselt werden, und der Schlüssel darf dem Anbieter nicht bekannt sein. Ein Unternehmen, das mit einer solchen Speicherlösung wirbt, ist zum Beispiel die Firma Lacie mit ihrem Angebot Wuala. Die zugehörige Software für Windows, Mac, Android und iOS-Geräte schickt nur fertig verschlüsselte Dateien in die Cloud. Fünf Gigabyte sind kostenlos, mehr Speicherplatz kostet Geld.
Aber auch bei anderen Anbietern lässt sich mit Hilfe eines kostenlosen Programms eine sichere Verschlüsselung nachrüsten - zum Beispiel mit Truecrypt. Mit diesem Programm lassen sich ganze Festplatten verschlüsseln, oder aber sogenannte Datei-Container anlegen. Diese lassen sich wie ein ganz normales Laufwerk in das System einbinden.
Lagert man einen solchen Datei-Container bei einem Cloud-Service wie Dropbox, sind die Daten sicher. Dafür lassen sich zusätzliche Dropbox-Funktionen wie der Zugriff auf mehrere Versionen einer Datei oder über Apps nicht nutzen. Für reine Backup-Lösungen bietet sich die Verschlüsselung hingegen an.
Ore