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21.06.2012
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Netzwelt-Ticker

Apple forscht an virtuellen Doppelgängern

Von Richard Meusers
Privatsphäre schützen (Symbolbild): Virtuelle Klone, täuschend echt
klicksafe/ Uwe Völkner

Privatsphäre schützen (Symbolbild): Virtuelle Klone, täuschend echt

Nicht weniger Datenaufkommen, sondern mehr: Apple probiert, mit Klon-Identitäten die Privatsphäre zu schützen. Außerdem im Überblick: Amazons Appstore für Deutschland rückt näher, und deutsche Verbraucher halten Facebook für die größte Datenschleuder.

In der Vergangenheit hat sich Apple nicht immer als starker Unterstützer in Sachen Datenschutz und Privatsphäre dargestellt. Da kommt ein Patent über ein Privatsphären-Schutzsystem recht überraschend, das sich Cupertino gesichert hat. Nicht weniger überraschend ist das zugrundeliegende Prinzip, das den Surfer im Netz vor unliebsamer Überwachung schützen soll.

Die Ausgangslage: Neugierige Datensammler gibt es überall, von Reklamefirmen bis zu Geheimdiensten. Auch kann der einzelne Netzsurfer nicht ständig seinen Wohnort, Arbeitsplatz oder auch nur die von ihm benutzten Geräte wechseln. Die Lösung liegt dann auch nicht darin, weniger Daten zu produzieren, sondern mehr. Diese werden durch Doppelgänger geliefert, virtuelle Klone, die sorgfältig angelegt und mit täuschend echten Eigenschaften ausgestattet werden. Dabei lassen sich in diesen digitalen Personen-Dummy durchaus auch Aspekte der echten Person einarbeiten.

Außerdem ist die Zahl der Doppelgänger nicht begrenzt. Wie Agent Smith im Film "Matrix" können es zwei, drei oder Dutzende sein. Die Klon-Armee wird dann auf das Web losgelassen und produziert unablässig Datenspuren. Webseiten werden besucht, E-Mails verschickt, Suchanfragen gestartet. Den eigentlichen, echten Menschen in diesem Wust an Daten zu identifizieren, wird erschwert. Die sämtlichen technischen Einzelheiten dieses hochkomplizierten Konzepts erschöpfend zu erklären, hat "Patently Apple" in aller Akribie erledigt.

Kürzer fasst sich Venturebeat und resümiert, je weniger verlässlich von Unternehmen oder Behörden gesammelte Daten seien, desto wertloser seien sie auch. So hat der Datensammler keine Ahnung, ob die E-Mail, die er gerade abgefischt hat, überhaupt von Ihnen stammt. Vielleicht war es ja auch Siri.

Amazons Appstore für Deutschland rückt näher

Noch bespielt vor allem Suchmaschinen- und Werbereise Google mit seinem Marktplatz Play den Bereich für Android-Applikationen. Doch in den USA gibt es bereits seit einem Jahr ein Konkurrenzangebot, dort bietet das Online-Kaufhaus Amazon seinen eigenen Appstore an, der neben dem Google-Service installiert werden kann. Nun wollen die Amerikaner auch im Alten Europa Geschäfte machen, noch im Sommer ist die Eröffnung von virtuellen Läden in Deutschland geplant, außerdem sollten Webpräsenzen für Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien eröffnen.

Amazon veröffentlichte am Dienstag einen Aufruf an Entwickler, geeignete Apps einzureichen. Dabei können die Programmierer selbst entscheiden, ob ihre Produkte in allen oder nur bestimmten Ländern angeboten werden sollen. Für potentielle App-Käufer besonders interessant: Anders als bei Googles Play können sie interessante Apps vorab ausprobieren, ohne sie schon kaufen und installieren zu müssen.

Deutsche halten Facebook für Datenschleuder

Das Marktforschungsinstitut Yougov hat 1000 Verbraucher im Lande dazu befragt, wie sie es in Sachen Datenaustausch mit Unternehmen halten und wie weit sie den Firmen dabei über den Weg trauen. Das Ergebnis kann die Verantwortlichen des Social-Network-Königs Facebook nicht erfreuen. 46 Prozent schätzten die beim Netzwerker abgelegten Daten als wichtige Quelle für persönliche Informationen über Personen ein. Gleichzeitig vermutet jeder Dritte (32 Prozent), die Unternehmen hätten ihre Daten ohne ihre Zustimmung genutzt, an Dritte weitergeben oder gar zu ihrer Diskriminierung genutzt.

Kein Wunder, dass nur 39 Prozent der Befragten überhaupt noch glauben, die Unternehmen würden die ihnen überlassenen Daten nur zweckbestimmt verwenden. Dabei scheint das Misstrauen mit zunehmendem Alter größer zu werden. Vor allem jüngere Surfer würden es laut der Studie schätzen, wenn ihre persönlichen Daten für individuell zugeschnittene Angebote verwendet werden. Immerhin 24 Prozent der unter 34-Jährigen konnten dieser Vorgehensweise etwas abgewinnen, bei den über 45-Jährigen waren das nur 15 Prozent.

Auch das noch:

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insgesamt 7 Beiträge
1. Hüpfburg
chramb 21.06.2012
Tja, da möchte wohl jemand kein Geld verdienen und gleichzeitig noch seinen Ruf ruinieren, beides erreicht. Statt profesionell und geschäftsmännisch auf die Anfrage zu reagieren und ein Preisangebot zu übermitteln schickt man [...]
Tja, da möchte wohl jemand kein Geld verdienen und gleichzeitig noch seinen Ruf ruinieren, beides erreicht. Statt profesionell und geschäftsmännisch auf die Anfrage zu reagieren und ein Preisangebot zu übermitteln schickt man einfach eine Beleidigung, clever. Es dürfte doch garnicht klar sein über welches Budget die Schüler verfügt haben. Eventuell ja doch über genügend um eine Hüpfburg zu buchen, oder eventuell hätte man noch einmal den Teller rumgehen lassen. Vielleicht wären ja auch Eltern bereit gewesen die restliche Summe zu geben. Da kann der Betrieb froh sein wenn bald Eigner und Mitarbeiter nicht von Hartz IV leben müssen.
2. so so...
jimapollo 21.06.2012
Aha, dann verkauft also Windows Phone, Ovi Store, RIM etc. keine einzige App? Schon klar! Leuts ihr wart mal Der Spiegel - leider ist das hier alles längst kein anständiger, investigativer Journalismus mehr. Schade.
Aha, dann verkauft also Windows Phone, Ovi Store, RIM etc. keine einzige App? Schon klar! Leuts ihr wart mal Der Spiegel - leider ist das hier alles längst kein anständiger, investigativer Journalismus mehr. Schade.
3.
tylerdurdenvolland 22.06.2012
Sie scheinen von der heutigen Wirtschaft nicht allzu viel Ahnung zu haben? Haben sie auch nur den Hauch einer Vorstellung davon was eine Werbekampagne mit solcher Verbreitung kosten würde? Noch lusrtiger: Sie scheinen [...]
Zitat von chrambTja, da möchte wohl jemand kein Geld verdienen und gleichzeitig noch seinen Ruf ruinieren, beides erreicht. Statt profesionell und geschäftsmännisch auf die Anfrage zu reagieren und ein Preisangebot zu übermitteln schickt man einfach eine Beleidigung, clever. Es dürfte doch garnicht klar sein über welches Budget die Schüler verfügt haben. Eventuell ja doch über genügend um eine Hüpfburg zu buchen, oder eventuell hätte man noch einmal den Teller rumgehen lassen. Vielleicht wären ja auch Eltern bereit gewesen die restliche Summe zu geben. Da kann der Betrieb froh sein wenn bald Eigner und Mitarbeiter nicht von Hartz IV leben müssen.
Sie scheinen von der heutigen Wirtschaft nicht allzu viel Ahnung zu haben? Haben sie auch nur den Hauch einer Vorstellung davon was eine Werbekampagne mit solcher Verbreitung kosten würde? Noch lusrtiger: Sie scheinen zu glauben es gäbe schlechte Werbung?
4.
Tostan 22.06.2012
Und auch der Konkurenz eine Steilvorlage für Werbung geliefert..... Nach der Aufmerksamkeit wird sich sicher jemand finden, welcher die Hüpfburg kostenlos stellt .... so nach dem Motto wir können das, was die sogenannten [...]
Zitat von chrambTja, da möchte wohl jemand kein Geld verdienen und gleichzeitig noch seinen Ruf ruinieren, beides erreicht.
Und auch der Konkurenz eine Steilvorlage für Werbung geliefert..... Nach der Aufmerksamkeit wird sich sicher jemand finden, welcher die Hüpfburg kostenlos stellt .... so nach dem Motto wir können das, was die sogenannten "Alleinanbieter" nicht können und vorallem können wir es uns leisten! ;) Auch sehr Wirtschaftlich. Die haben wohl wenig Geschäfte und somit zuviel Zeit, dass sie jede "Bettelanfrage" mit individuellen Beleidigungsschreiben beantworten und nicht einfach die Standardvorlage "vielen dank für Ihre Anfrage, anbei unsere überteueren Preise für uninteressante Kunden" benutzen.
5.
Baerliner73 22.06.2012
Was soll denn daran überraschend sein? Apple bekommt doch noch immer sämtliche Daten, nur dann bekommen sie sie exklusiv. Wenn man aus Blei Gold machen kann.....
Zitat von sysopIn der Vergangenheit hat sich Apple nicht immer als starker Unterstützer in Sachen Datenschutz und Privatsphäre dargestellt. Da kommt ein Patent über ein Privatsphären-Schutzsystem recht überraschend, das sich Cupertino gesichert hat. Nicht weniger überraschend ist das zugrundeliegende Prinzip, das den Surfer im Netz vor unliebsamer Überwachung schützen soll. Apple forscht an virtuellen Doppelgängern - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,840143,00.html)
Was soll denn daran überraschend sein? Apple bekommt doch noch immer sämtliche Daten, nur dann bekommen sie sie exklusiv. Wenn man aus Blei Gold machen kann.....

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