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16.07.2012
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Trennung von NBC

Microsoft plant eigenes Nachrichtenportal

Bill Gates und Robert Wright verkünden das Joint Venture 1995: Schluss nach 16 Jahren
AP

Bill Gates und Robert Wright verkünden das Joint Venture 1995: Schluss nach 16 Jahren

Trennung nach 16 Jahren: Microsoft verkauft seinen Anteil an der Nachrichtenseite MSNBC.com. Das Portal gehört damit komplett NBC und soll im nächsten Jahr neu gestartet werden. Microsoft will im Netz eigene Wege gehen.

San Francisco - Schluss mit der Verwirrung: MSNBC heißt ein Nachrichtensender in den USA, der zwar von Microsoft und NBC gemeinsam gestartet wurde, seit fünf Jahren aber mehrheitlich NBC gehört. Die dazugehörige Nachrichtenseite im Web, MSNBC.com, war allerdings weiter ein Joint Venture von Microsoft und NBC. Nun hat Microsoft seine Anteile komplett an NBC verkauft.

Am Sonntag gaben die Unternehmen die Trennung bekannt. Bisher hatten unter dem Namen MSNBC zwei unterschiedliche Redaktionen, eine fürs Fernsehen, eine für das Web, gearbeitet. Als erstes wurde die Website in NBCNews.com umbenannt. Der Fernsehsender soll im nächsten Jahr eine neue, eigene Website bekommen.

Auch Microsoft plant eine neue Seite: Informationen und Nachrichten sollen über "neue und innovative Wege" verbreitet werden, erklärte der Chef der Microsoft-Seite MSN.com, Bob Visse. Das sei allerdings schwierig, wenn man an einen einzigen Nachrichtenlieferanten gebunden sei, nämlich NBC News.

Mit der Aufgabe des Joint Ventures kann Microsoft nun auch mit anderen Medien zusammenarbeiten. Microsoft ist bereits dabei, den neuen Dienst aufzubauen und stellt dazu Journalisten ein. Das neue Nachrichtenangebot soll noch in diesem Herbst lanciert werden, ein Name steht noch nicht fest. NBC News erklärte, vorerst weiter Nachrichten für MSN.com zu liefern.

Zuletzt hatten andere Internet-Unternehmen Vereinbarungen mit Medienkonzernen über eine Zusammenarbeit getroffen. So arbeitet Yahoo seit Ende vergangenen Jahres bei seinem Nachrichtenangebot mit dem US-Sender ABC News zusammen. Yahoo News ist mit 80 Millionen Besuchern pro Monat die meistgeklickte Nachrichtenseite in den USA.

Microsoft war von 1996 bis 2004 Eigentümer des Online-Nachrichtenmagazins "Slate". Seitdem gehört "Slate" zum Verlag der "Washington Post".

juh/afp/dapd

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insgesamt 6 Beiträge
1. Wie die Irren
suntze 16.07.2012
MS irrt wie ein angeschlagener Boxer im Ring herum. Keine eigene Idee, keine Innovation - nur das Geld wird immer schneller verbrannt. Alles nur me too oder es macht keinen Sinn. Wer will denn Nachrichten von MS? Oder [...]
MS irrt wie ein angeschlagener Boxer im Ring herum. Keine eigene Idee, keine Innovation - nur das Geld wird immer schneller verbrannt. Alles nur me too oder es macht keinen Sinn. Wer will denn Nachrichten von MS? Oder vielleicht werden da die ganzen Fehlerberichter veröffentlich, die man immer an MS geschickt hat. Nokia ist heute da wo MS in ein paar Jahren seinwird.
2.
mr.ious 16.07.2012
Ja jetzt werden wohl nicht all zu viele Nachrichten von jemandem haben wollen, der keine Journalisten hat. Das liest sich für mich ganz und gar nicht nach fehlender Innovation oder umherirren.
Zitat von suntzeMS irrt wie ein angeschlagener Boxer im Ring herum. Keine eigene Idee, keine Innovation - nur das Geld wird immer schneller verbrannt. Alles nur me too oder es macht keinen Sinn. Wer will denn Nachrichten von MS? Oder vielleicht werden da die ganzen Fehlerberichter veröffentlich, die man immer an MS geschickt hat. Nokia ist heute da wo MS in ein paar Jahren seinwird.
Ja jetzt werden wohl nicht all zu viele Nachrichten von jemandem haben wollen, der keine Journalisten hat. Das liest sich für mich ganz und gar nicht nach fehlender Innovation oder umherirren.
3. Unternehmenskultur
hengels 16.07.2012
Irgendwas muss ja total "faul" sein in der Unternehmenskultur von Microsoft. Es können ja nicht alle Mitarbeiter unfähig sein bei Microsoft!? Milliarden $ werden Jahr für Jahr in Microsoft's Web-Aktivitäten versenkt, [...]
Irgendwas muss ja total "faul" sein in der Unternehmenskultur von Microsoft. Es können ja nicht alle Mitarbeiter unfähig sein bei Microsoft!? Milliarden $ werden Jahr für Jahr in Microsoft's Web-Aktivitäten versenkt, ohne dass ein wirklicher Fortschritt sichtbar wird. Höchstwahrscheinlich ist es der "Charlie Brown" Managementstil der hier "Früchte" trägt.
4.
Peter Werner 16.07.2012
Warum benötigt die erfolgreichste Sofwareschmiede der Welt (dies ist Microsoft nach wie vor) eine mit immensen Aufwand gestartete Nachrichtenseite? Mir absolut unverständlich. "Schuster, bleib bei deinen Leisten". [...]
Warum benötigt die erfolgreichste Sofwareschmiede der Welt (dies ist Microsoft nach wie vor) eine mit immensen Aufwand gestartete Nachrichtenseite? Mir absolut unverständlich. "Schuster, bleib bei deinen Leisten". Windows, Office und co. sind nach wie vor die wertvollsten Computerprodukte der Welt, nach wie vor werden Milliarden damit gemacht. Microsoft besitzt im professionellen Bereich hier ein defacto-Monopol, Konkurrenzprodukte werden allenfalls in Nischenmärkten eingesetzt. Nachrichtenseiten jedoch, auch gute, gibt es im Netz zahlreiche - in jeder gewünschten Variation. Fehlt nur noch, dass MS einen Konkurrenten zum Gesichtsbuch hochzieht.
5. Der Riese taumelt
Elaiza 17.07.2012
Niemand kauft mehr freiwillig ein Produkt aus Redmond. Der letzte erfolgreiche Sprung auf einen bereits fahrenden Zug war das Internet, dass MS mit dem Internet Explorer und viel Glück gerade noch erreicht hat. Ohne Office Paket [...]
Niemand kauft mehr freiwillig ein Produkt aus Redmond. Der letzte erfolgreiche Sprung auf einen bereits fahrenden Zug war das Internet, dass MS mit dem Internet Explorer und viel Glück gerade noch erreicht hat. Ohne Office Paket mit seinen tief verschwurbelten Dateiformaten, die mit nichts kompatibel sind, ausser mit sich selbst, würde auch hier die Kundschaft längst mit anderen Produkten arbeiten und Windows8 (WindowsRT) wird ein Fiasko schlimmer noch als Vista werden.

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