03.08.2012
Netzwelt-Ticker
iPhone-5-Display, Blackberry, Windows 8
Von Carolin NeumannDer Chef des Elektronikkonzerns Sharp Takashi Okuda kündigte im Rahmen einer Bilanzpressekonferenz an, sein Unternehmen werde noch im August neue Displays an Apple liefern. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass diese neuen Bildschirme für das nächste Modell von Apples iPhone bestimmt sind.
Gerüchten zufolge wird Apple das iPhone 5 schon bald bei einer Veranstaltung vorstellen, Reuters berichtet von einem Verkaufsstart im Oktober. Der Nachrichtenagentur zufolge ist Sharp einer von drei Lieferanten des neuen Bildschirms neben LG Display und Japan Display. Das neue iPhone soll erstmals einen größeren Bildschirm haben, nachdem vor allem bei der Konkurrenz von Samsung mehr Fläche zum erkennbaren Trend geworden ist. Laut Reuters werden die Displays des iPhone 5 um ein Drittel größer sein als bei derzeitigen Modellen. Dieses und weitere mögliche Details über das neue Telefon gehen auch aus einem Bild hervor, das angeblich ein aus Ersatzteilen zusammengebautes iPhone 5 zeigt.
RIM streitet Blackberry-Entschlüsselung für Indien ab
Research In Motion (RIM) entschlüsselt angeblich die Blackberry-Kommunikation für die indische Regierung. So kann man zumindest eine Meldung der englischsprachigen Zeitung "Economic Times" aus Indien interpretieren. Dem Artikel zufolge soll der kanadische Blackberry-Hersteller zugestimmt habe, den Sicherheitsbehörden das Mitlesen von Nachrichten seines als sehr sicher geltenden Messenger-Dienstes zu ermöglichen.
Laut der "New York Times" hat RIM die Behauptungen jedoch mit Nachdruck von sich gewiesen. Das Unternehmen betonte demnach, dass die Inhalte der abhörsicheren Kommunikation weiterhin nicht für indische Telekommunikationsunternehmen oder die Regierung zugänglich seien. Zur Begründung beruft sich RIM wie schon in den vergangenen Jahren auf eine Besonderheit bei der Codierung: Der Schlüssel, um an diese Informationen zu gelangen, liege nicht auf Unternehmensservern, sondern bei den Nutzern. Selbst wenn RIM wollte, könnte das Unternehmen Indien nicht mit den gewünschten Daten versorgen.
Die "Economic Times" hingegen beschreibt eine Software, mit der RIM nun angeblich doch an diese verschlüsselten Informationen gelangen könne. Es werden mehrere an den Vorgängen beteiligte Personen auf Seiten von Behörden und Telekommunikationsanbietern zitiert.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Smartphone-Hersteller RIM sich gegen Schnüffelvorwürfe verteidigen muss. Indien sind die Sicherheitsstandards seit Jahren ein Dorn im Auge, das Land setzt den Blackberry-Hersteller seither unter Druck, bei der Überwachung verdächtiger Kommunikationsvorgänge zu helfen.
Windows 8: Screenshots, Metro-Marke, finale Version
Microsoft hat die Produktion seines neues Betriebssystems abgeschlossen. Kurz vor der Veröffentlichung wird bekannt, dass die neue Oberfläche nun nicht mehr Metro heißen soll, laut "Ars Technica" wegen möglicher markenrechtlicher Auseinandersetzungen mit dem deutschen Metro-Konzern. Neue Screenshots zeigen die integrierten Apps, mit denen Windows 8 ausgeliefert werden soll. Und kaum ist bekannt, dass alles nach Zeitplan läuft, ist eine eingeschränkte Fassung der finalen Unternehmensversion im Netz aufgetaucht. Laut "The Verge" ist die illegale Kopie bereits weit verbreitet auf Filesharing-Seiten, das Unternehmen verweigerte demnach einen Kommentar zu der Panne.
Auch das noch:
- Gerade erst offiziell angekündigt, schon erwägt Google laut dem "Wall Street Journal" eine frühe Ausweitung seines Fiber-Projekts für Hochgeschwindigkeitsinternet, mitten hinein in vom Provider Verizon dominierte Gefilde.
- Er veröffentlichte in einem Wikipedia-Beitrag einen Link zu pornografischem Material und verstieß gegen interne Regeln - jetzt ist der Chef der britischen Wikimedia-Stiftung zurückgetreten.
- Ein Vergleich zwischen Klägern und Facebook wegen Rechtsverstößen des Netzwerks bei den sogenannte Sponsored Stories zieht sich hin. Viele kritisieren, dass Facebooks Zugeständnisse nicht weit genug gehen. Dem Richter, der entscheiden muss, ob der Vergleich rechtskräftig wird, ist jedoch vor allem der finanzielle Teil der Entscheidung zu lasch. Er fragt sich, warum die Schadenssumme nicht zehnmal so hoch ist und erwägt, die Parteien erneut vorzuladen.
- Viele Daten erfordern eine Menge Kühlung. Google will deshalb in Finnland ein zweites wassernahes Rechenzentrum bauen lassen, das zweimal so groß sein soll wie die jüngst fertiggestellte Einrichtung.
- Keine Zahl zum Angeben: Von Apples 650.000 Anwendungen im App Store wurden angeblich rund 400.000 nicht ein einziges Mal heruntergeladen.

