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06.08.2012
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Netzwelt-Ticker

Windows-8-Kopierschutz, OS-X-Akkuprobleme, eBay Now

Von Felix Knoke
Windows 8 (Illustration): Künftig besser gegen Raubkopierer geschützt?
DPA

Windows 8 (Illustration): Künftig besser gegen Raubkopierer geschützt?

Heute im Netzwelt-Ticker: Microsoft verschärft angeblich den Kopierschutz in Windows 8; immer mehr Mountain-Lion-Käufer berichten von Akkuproblemen; Ebay versucht sich an einem Sofort-Lieferservice.

Microsoft will Netzberichten zufolge den Kopierschutz in Windows 8 verschärfen. Das geht aus Präsentationsfolien hervor, die seit Ende letzter Woche die Runde machen. Darin beschreibt Microsoft augenscheinlich, wie eine neue "OEM Activation (OA) 3.0" Produktpiraten und betrügerischen Erstausrüstern einen Strich durch die Rechnung machen soll. Microsoft Deutschland konnte die Authentizität der Folien zunächst nicht bestätigen.

Sollten die darauf angekündigten Maßnahmen zutreffen, dürften sie vor allem Computerhersteller und -händler zu spüren bekommen - und natürlich Produktpiraten. Denn bislang bekamen Erstausrüster, die sogenannten OEMs (Original Equipment Manufacturer), von Microsoft Windows-Lizenzen en Gros ausgehändigt, die alle mit derselben Seriennummer freigeschaltet werden konnten. Zukünftig müssen OEMs jeden Computer einzeln freischalten und die Seriennummer im Computer-BIOS, also auf einem Chip auf der Hauptplatine, hinterlegen. Ein Aufkleber auf dem Computergehäuse soll zeigen: Auf der Festplatte ist eine legale Windows-Kopie installiert.

Eine derart umfangreiche Antipiraterie-Maßnahme hat Microsoft seit der Einführung der Online-Aktivierung von Produkten nicht mehr unternommen. Bislang war das unrechtmäßige Kopieren von Windows sehr einfach. Eben, weil zum Beispiel OEM-Seriennummern im Umlauf waren, die immer funktionierten. Und weil Microsoft mögliche Lizenzverstöße offenbar zumindest im kleinen Rahmen nicht verfolgte.

Kundenberichte: Mountain Lion mit Akku-Problem

Hat Apples neuste OS-X-Version "Mountain Lion" ein Problem mit Macbook-Akkus? Das legen Kundenberichte nahe, die "Appleinsider" in Foren entdeckt hat. Demnach benötige das neue Betriebssystem erheblich mehr Energie. Die Akkus hielten zwei Stunden weniger als beim Vorgänger "Lion", heißt es in einem der Berichte, in einem anderen ist die Rede von 50 Prozent weniger.

Erhöhte Rechnertemperaturen könnten auf ein Problem beim Umgang des Betriebssystems mit Programmen im Leerlauf hindeuten, glaubt "Appleinsider". Apple hat auf die Vorwürfe mittlerweile reagiert. Ein Fragebogen, der durch die Beschwerdeforen geht, soll helfen, das Problem einzugrenzen.

Den Betroffenen ist zu wünschen, dass es ihnen besser ergeht als all den Apple-Kunden, die sich ein Jahr nach der Veröffentlichung des Vorgängers "Lion" noch immer mit Leistungs- und Akkuproblemen herumschlagen müssen (177-Forenseiten, ein Archiv der Wut).

Was am Montag sonst noch in der Netzwelt wichtig war

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Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 7 Beiträge
1. Windows 8 Kopierschutz
dr.ponnonner 06.08.2012
Microsoft sollte froh sein, wenn sich jemand den Mist auch ohne Kopierschutz antut.
Zitat von sysopHeute im Netzwelt-Ticker: Microsoft verschärft angeblich den Kopierschutz in Windows 8; immer mehr Mountain-Lion-Käufer berichten von Akkuproblemen; Ebay versucht sich an einem Sofort-Lieferservice. Neuer Windows 8 Kopierschutz und Akkuprobleme bei OS X - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,848447,00.html)
Microsoft sollte froh sein, wenn sich jemand den Mist auch ohne Kopierschutz antut.
2. Die Kehrseite der Medaille ist
liebergast 06.08.2012
das Zwangsaktivierungen noch nie richtig funktioniert haben. Eine Überprüfung über das Internet kann nicht die gesetzmäßige Rechtmäßigkeit überprüfen. Folgen sind auch oft, das Konzerne wie Microsoft gegen den Kaufvertrag und [...]
das Zwangsaktivierungen noch nie richtig funktioniert haben. Eine Überprüfung über das Internet kann nicht die gesetzmäßige Rechtmäßigkeit überprüfen. Folgen sind auch oft, das Konzerne wie Microsoft gegen den Kaufvertrag und Lizenzvertrag selber verstoßen. Der Kunde wird von vorn herein als kriminell gesehen. Auch die Datenübertragung geht weit über Hardware hinaus und betrifft auch Benutzerdaten. Dadurch erschleichen sich die Firmen Daten um ihre Vormachtsstellung gegenüber ehrliche Firmen zu stabilisieren. Da wo offene Türen sind, ist auch zumeist Mißbrauch. Auch wenn die Firmen versichern, das sie ehrlich sind. Microsofts Prozessliste ist lang. Somit schützt sich diese Firma vor Kunden. Wird Zeit das es Alternativen gibt. Bin mal auf Mozilla gespannt. Auch wird Microsoft langsam ähnlich lausig gelagert sein wie ein Handy mit Apps. Auch dort möchte Microsoft alles unter Kontrolle haben. Windows 8 ist eher leer und billiger, setzt daher auf Metro-Apps auf. http://msdn.microsoft.com/de-de/library/windows/apps/br211386.aspx Daher immer schön kontrolliert kaufen. Wichtigste Feature unter Win8 ist der Kaufen-Button.
3.
citizengun 06.08.2012
Die Aktivierung soll auch nicht mehr über das Internet geschehen, sondern die Lizenz wird direkt an an eine Hardwarenummer gekoppelt. Die Vorraussetzungen sind mit EFI/UEFI eingeführt worden. Das Bios erstellt dazu einen [...]
Zitat von liebergastdas Zwangsaktivierungen noch nie richtig funktioniert haben.
Die Aktivierung soll auch nicht mehr über das Internet geschehen, sondern die Lizenz wird direkt an an eine Hardwarenummer gekoppelt. Die Vorraussetzungen sind mit EFI/UEFI eingeführt worden. Das Bios erstellt dazu einen eindeutigen Fingerabdruck der Hardware, welcher dann mit dem Lizenzschlüssel gekoppelt wird. Änderungen an schreibbaren Code (z.B. Bios) invalidieren den Schlüssel und damit die Funktion der Hardware. Das Internet kann völlig aussen vor bleiben.
4.
darksystem 06.08.2012
Interessante Ausführungen. Eine BIOS Änderung soll die gesamte Hardware funktionsuntauglich machen? Generell ist, was Sie da beschreiben, ein Horror für Hobby Bastler. Im Endeffekt läuft es dann auf die Möglichkeit einer [...]
Zitat von citizengunDie Aktivierung soll auch nicht mehr über das Internet geschehen, sondern die Lizenz wird direkt an an eine Hardwarenummer gekoppelt. Die Vorraussetzungen sind mit EFI/UEFI eingeführt worden. Das Bios erstellt dazu einen eindeutigen Fingerabdruck der Hardware, welcher dann mit dem Lizenzschlüssel gekoppelt wird. Änderungen an schreibbaren Code (z.B. Bios) invalidieren den Schlüssel und damit die Funktion der Hardware.
Interessante Ausführungen. Eine BIOS Änderung soll die gesamte Hardware funktionsuntauglich machen? Generell ist, was Sie da beschreiben, ein Horror für Hobby Bastler. Im Endeffekt läuft es dann auf die Möglichkeit einer erneuten Aktivierung hinaus, womit das System nicht sicherer ist als die WinXP Aktivierung. Dort wurde auch bereits die Aktivierung an die Hardware gekoppelt. Das System ist schon jetzt zum Scheitern verurteilt.
5.
citizengun 06.08.2012
Die Authentifizierung erfolgt nicht mehr in Soft- sondern in Hardware. Glauben sie ein Multimilliarden-Dollar Konzern macht zweimal denselben Fehler? M$ und Intel können mehr leistungsfähige Hirne bezahlen als sie.
Zitat von darksystemInteressante Ausführungen. Eine BIOS Änderung soll die gesamte Hardware funktionsuntauglich machen? Generell ist, was Sie da beschreiben, ein Horror für Hobby Bastler. Im Endeffekt läuft es dann auf die Möglichkeit einer erneuten Aktivierung hinaus, womit das System nicht sicherer ist als die WinXP Aktivierung. Dort wurde auch bereits die Aktivierung an die Hardware gekoppelt.
Die Authentifizierung erfolgt nicht mehr in Soft- sondern in Hardware. Glauben sie ein Multimilliarden-Dollar Konzern macht zweimal denselben Fehler? M$ und Intel können mehr leistungsfähige Hirne bezahlen als sie.

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