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Netzwelt

Shooter "Black Ops 2"

Kopfschüsse als Live-Übertragung

Auf Konsolen war es bisher besonders aufwendig, andere bei Online-Feuergefechten zuschauen zu lassen. Eine direkt ins Spiel integrierte Lösung bietet jetzt der Shooter "Call of Duty: Black Ops 2": Wer will, kann seine Partien per YouTube ins Netz stellen.

AP/ Activision

Kriegsspiel "Call of Duty: Black Ops II": Spielpartien via YouTube ins Netz stellen

Dienstag, 13.11.2012   13:32 Uhr

Was genau Menschen motiviert, die Menschheit an ihren Multiplayer-Duellen teilhaben zu lassen, ist weitgehend ungeklärt. Es mag der Glaube an die Ästhetik der eigenen Kopfschüsse sein oder einfach nur ein gewisses Sendungsbedürfnis. Fakt ist: Der am Dienstag erschienene Shooter "Call of Duty: Black Ops 2" könnte zahlreiche Spieler auf die Idee bringen, ihre Ballereien anderen zugänglich zu machen. Nach Angaben des Publishers Activision ermöglicht es "Black Ops 2", Spielszenen, aber auch Webcam-Aufnahmen und Kommentare direkt auf YouTube zu übertragen.

Wer online bei den Feuergefechten zuguckt, soll nebenbei Infos über den Spieler abrufen können, etwa seine Spielstatistik. "'Call of Duty' ist nicht nur spaßig und aufregend, wenn man es selbst spielt", meint Entwickler Mark Lamia. "Wir glauben, dass es auch für den Zuschauer ähnlich spannend ist." Laut des Magazins "Gamestar" ist die Streaming-Funktion zunächst nur für Spieler auf Xbox 360 und Playstation 3 verfügbar. Bisher waren Live-Streams per Spielekonsole sehr aufwendig, in der Regel erforderten sie zusätzliche Hardware.

Interessanterweise scheint es viele Menschen zu geben, die Videospiele auch gern passiv erleben. "Let's Play"-Videos nennen sich YouTube-Clips, in denen alte, neue oder einfach besonders ungewöhnliche Spiele durchgespielt werden. Die erfolgreichsten Videos, zum Beispiel die der Kommentatoren Gronkh und Sarazar, werden hunderttausendfach angesehen. Manche Kneipen experimentieren bereits mit sogenannten Barcrafts: Das sind Abende, an denen die Kneipen Partien des Strategiespiels "Starcraft 2" auf einer Großleinwand übertragen - im Stil eines Fußball-Public-Viewings.

Wer seine Gamepad-Akrobatik aus "Black Ops 2" ins Netz stellen will, muss Activisions Ankündigung zufolge einen verifizierten YouTube-Account haben. Ein Posting im "Call of Duty"-Forum informiert, welche Regeln für das Streaming gelten. Anschauen kann man sich Übertragungen über "Call of Duty: Elite" oder über individuelle YouTube-Streams.

mbö

insgesamt 29 Beiträge
BlakesWort 13.11.2012
1.
Auch wenn ich sehr selten Youtube-Videos von Spielen anschaue, so finde ich die abwertende Schreibe des Authors einfach nur unangebracht. Sie zeugt schlicht von einem Unverständnis für etwas, was seit mehr als fünfzehn (15!) [...]
Auch wenn ich sehr selten Youtube-Videos von Spielen anschaue, so finde ich die abwertende Schreibe des Authors einfach nur unangebracht. Sie zeugt schlicht von einem Unverständnis für etwas, was seit mehr als fünfzehn (15!) Jahren Gang und Gäbe ist. "Fragvideos" sind seit Quake und Counter-Strike ein fester Bestandteil der "Egoshooter-Szene" und es geht mitnichten um das Ausschalten eines Gegners, sondern um den "Skill", also die erworbene Fähigkeit, so einen Treffer zu landen. Dabei geht es nicht um das Töten, sondern allein um die Tatsache, dass ein Kopfschuss den meisten Schaden verursacht und zum Ableben des gegnerischen Avatars führt. Die Doppelmoral ist erstaunlich. Schickt ein Klischko einen Gegner per Kinn- oder Leberhaken zu Boden, wird darüber gejubelt. Das sind die Regeln des Kampfes. Beide Schläge sind extrem gefährlich un spielentscheidend. So ist es mit "Headshots" in Egoshootern. Ob die nun bei Youtube laufen, ist völlig irrelevant.
sidofan 13.11.2012
2. Super
Call of Duty ist voll cool
Call of Duty ist voll cool
Gnossos 13.11.2012
3.
Dem autor ist es offenbar unklar, warum man sich ein Computerspiel eines anderen ansehen sollte. Zum Beispiel könnte man dies tun, um von diesem anderen zu lernen, alternative Spieltaktiken kennenzulernen oder einfach nur, weil [...]
Dem autor ist es offenbar unklar, warum man sich ein Computerspiel eines anderen ansehen sollte. Zum Beispiel könnte man dies tun, um von diesem anderen zu lernen, alternative Spieltaktiken kennenzulernen oder einfach nur, weil es mitunter sehr unterhaltsam ist. Der negative Grundton des Artikels ist unangebracht.
cor 13.11.2012
4. Geht so
Die Cash Cow ist nun endgültig leer gemolken. Zum Artikel: Wow, ein riesen Feature, Videos direkt auf youtube laden. Mich reisst's vom Hocker.
Zitat von sidofanCall of Duty ist voll cool
Die Cash Cow ist nun endgültig leer gemolken. Zum Artikel: Wow, ein riesen Feature, Videos direkt auf youtube laden. Mich reisst's vom Hocker.
mitchomitch 13.11.2012
5.
Schon seit geraumer Zeit erfreuen sich kommentierte E-Sport-Events und 'Lets Play' Videos auf Youtube wachsender Beliebtheit. Sie werden inzwischen von einem Millionenpublikum gesehen. Diese Entwicklung ist an dem Autor des [...]
Schon seit geraumer Zeit erfreuen sich kommentierte E-Sport-Events und 'Lets Play' Videos auf Youtube wachsender Beliebtheit. Sie werden inzwischen von einem Millionenpublikum gesehen. Diese Entwicklung ist an dem Autor des Artikels offenbar völlig vorbeigegangen. Vielleicht wäre hier ein wenig Recherche sinnvoll gewesen, bevor man so einen abstrusen Artikel in die Welt, Verzeihung auf SPON, setzt.

Zum Autor

  • Natalie Stosiek
    Markus Böhm schreibt von München aus am liebsten über Medien und die Menschen dahinter. Als "Kioskforscher" setzt er sich voller ungesunder Begeisterung bloggend mit Zeitschriften auseinander.

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