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22.11.2012
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Windows 8 Pro

Microsoft-Kunden freuen sich über Gratis-Aktivierung

SPIEGEL ONLINE

Versehentliches Geschenk vor dem Fest: Ein Microsoft-Produktschlüssel für das neue Windows Media Center lässt sich wohl auch zur Aktivierung von Windows 8 Pro nutzten - einige US-Medien konnten ältere Windows-Versionen mit der Methode zum Nulltarif aufrüsten.

Microsoft stellt Windows-8-Nutzern bis Januar 2013 zum Nulltarif ein Gratis-Upgrade für das Windows Media Center zur Verfügung. Dafür erhalten Interessenten per E-Mail einen Produktschlüssel zugeschickt. Nun berichten einige Nutzer, dass der Media-Center-Schlüssel auch zur Aktivierung von Windows 8 Pro selbst verwendet werden kann. Allerdings soll das nicht bei rechtmäßig erworbenen Programmversionen funktionieren, sondern nur bei illegal heruntergeladenen.

Solche Piratenversionen von Windows können mit Microsofts Key Management Services (KMS) zunächst für 180 Tage freigeschaltet werden. Danach müsste der Nutzer die Aktivierung alle sechs Monate von neuem vornehmen. Das KMS erlaubt den Nutzern die Aktivierung von Programmkopien auf lokalen Netzwerken ohne Online-Kontaktaufnahme zu Microsoft, um die Lizenz zu authentifizieren.

Um eine dauerhafte Freischaltung zu erreichen, kommt nun der Media-Center-Produktschlüssel ins Spiel. Der soll eine permanente Freischaltung auch für eine illegale Kopie von Windows 8 Pro erzielen, indem er den temporären Schlüssel ersetzt. Weil der Produktschlüssel von Microsoft stamme, erkenne ihn das System als korrekt an. Bei zukünftigen Überprüfungen werde nur noch dieser Schlüssel verwendet.

Während Venturebeat das Funktionieren des Hacks nicht bestätigen konnte und vor der Nutzung dieses illegalen Verfahrens warnte, hat The Verge nach eigenen Angaben auf diese Weise erfolgreich Windows 8 Pro auf einem Testrechner installieren können. Microsoft selbst habe das auf Anfrage nicht kommentiert, berichtet The Verge.

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insgesamt 33 Beiträge
1.
herkurius 22.11.2012
Eine Anleitung zum Programmdiebstahl gab's wohl bisher zu jeder einzelnen Windows-Version.
Eine Anleitung zum Programmdiebstahl gab's wohl bisher zu jeder einzelnen Windows-Version.
2. Raubkopierer freuen sich über Gratis-Aktivierung
johnbatz 22.11.2012
Microsoft-Kunden ärgern sich bestenfalls darüber, weil Microsoft-Kunden für ihre Software bereits bezahlt haben. Tatsächlich freuen sich nicht die Kunden, sondern genau die, die nicht bezahlen wollen. Solche Leute nennt man nicht [...]
Microsoft-Kunden ärgern sich bestenfalls darüber, weil Microsoft-Kunden für ihre Software bereits bezahlt haben. Tatsächlich freuen sich nicht die Kunden, sondern genau die, die nicht bezahlen wollen. Solche Leute nennt man nicht Kunden, sondern Diebe. Demzufolge lautet die korrekte Überschrift: Raubkopierer freuen sich über Gratis-Aktivierung.
3.
instant_karma 22.11.2012
...ähm? Raub: "Unter Raub wird allgemein die gewaltsame Wegnahme fremder Sachen verstanden. Der Täter, der eine solche Tat begeht, wird als Räuber bezeichnet." Keine Gewalt, keine Diebstahl, kein finanzieller [...]
Zitat von johnbatzMicrosoft-Kunden ärgern sich bestenfalls darüber, weil Microsoft-Kunden für ihre Software bereits bezahlt haben. Tatsächlich freuen sich nicht die Kunden, sondern genau die, die nicht bezahlen wollen. Solche Leute nennt man nicht Kunden, sondern Diebe. Demzufolge lautet die korrekte Überschrift: Raubkopierer freuen sich über Gratis-Aktivierung.
...ähm? Raub: "Unter Raub wird allgemein die gewaltsame Wegnahme fremder Sachen verstanden. Der Täter, der eine solche Tat begeht, wird als Räuber bezeichnet." Keine Gewalt, keine Diebstahl, kein finanzieller Verlust ...
4. Unnötig
emantsol 22.11.2012
Eigentlich muss niemand Windows kaufen oder gar illegal beschaffen. Es gibt wunderbare Alternativen für Lau, die auf nahezu jedem PC laufen. Man muss nur bereit sein, seinen Horizont zu erweitern ...
Eigentlich muss niemand Windows kaufen oder gar illegal beschaffen. Es gibt wunderbare Alternativen für Lau, die auf nahezu jedem PC laufen. Man muss nur bereit sein, seinen Horizont zu erweitern ...
5. Zum Thema
halbschuh 22.11.2012
@instant_karma: Wenn schon Wikipedia zitieren, dann doch bitte mit Quellenangabe. ;) Abgesehen davon, dass der Begriff "Raubkopierer" in der Tat Humbug ist, trifft dies leider auch auf ihre sehr verallgemeinerte [...]
@instant_karma: Wenn schon Wikipedia zitieren, dann doch bitte mit Quellenangabe. ;) Abgesehen davon, dass der Begriff "Raubkopierer" in der Tat Humbug ist, trifft dies leider auch auf ihre sehr verallgemeinerte Schlußfolgerung zu. Kein finanzieller Verlust? Falsch. Schließlich entgeht Microsoft der Gewinn aus dem Verkauf der Software. Kein Diebstahl? Falsch. Bloß weil keine physische Sache entwendet wurde, heißt das nicht automatisch, dass kein Diebstahl vorliegt ... und sei es der geistigen Eigentums. Macht zwei von drei. Nicht schlecht, aber eben auch nicht ausreichend. Zumindest für einen Raub. So oder so Wortklauberei.

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Zum Autor

  • Richard Meusers schreibt als Autor für SPIEGEL ONLINE über die Digitalisierung.

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