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04.12.2012
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Crowdfunding

Indiegogo sammelt nun auch Euro


Indiegogo: Sammelt nun auch auf Deutsch und Französisch

Die Crowdfunding-Plattform Indiegogo führt neue Sprachen und Währungen ein. Projekte lassen sich künftig auch in Euro unterstützen, die Seite steht auf Deutsch und Französisch zur Verfügung. Damit kommt das Unternehmen seinem Konkurrenten Kickstarter zuvor.

Hamburg - Die amerikanische Crowdfunding-Seite Indiegogo will in Europa wachsen. Seit Dienstag können Projekte auf der Seite auch in Euro, britischen Pfund und kanadischen Dollar unterstützt werden. Außerdem soll die Seite in den kommenden Tagen auch offiziell in Deutsch und Französisch zur Verfügung stehen. Im kommenden Jahr sollen den Besuchern der Seite außerdem zunächst Projekte aus ihrer Region angezeigt werden.

Damit kommt die 2008 gegründete Plattform dem US-Konkurrenten Kickstarter zuvor. Kickstarter hatte dieses Jahr eine britische Seite gestartet. In Deutschland ist das Unternehmen bisher nicht aktiv. Zwar lässt sich für Projekte Geld geben, aber das Starten eines eigenen Projekts gelingt nur über Umwege. Wer Geld sammeln möchte, braucht Bekannte in Großbritannien oder in den USA, die sich als Kontaktperson mit ihrem Bankkonto zur Verfügung stellen.

Bei Indiegogo war es auch vorher schon möglich, ohne Wohnsitz und Bankverbindung in den USA ein Projekt zu starten. Nach Angaben des Unternehmens haben Menschen aus rund 200 Ländern bereits Geld gesammelt. Rund ein Drittel der Crowdfunding-Projekte auf der Seite stammen aktuell nicht aus den USA. Deutschland sei dabei der größte nicht-englischsprachige Markt.

Laut Indiegogo unterstützen deutsche Nutzer ein Projekt mit durchschnittlich 66 Dollar. Offenbar ist das "Krautfunding" bei Indiegogo bisher vor allem Männersache: 80 Prozent der deutschen Nutzer sind männlich, teilt das Unternehmen mit, ähnlich sieht es bei den Kampagnen-Startern aus: Hier sind 70 Prozent männlich. Erste Erfahrungen speziell mit dem deutschen Markt hat Indiegogo bereits im Sommer gesammelt, damals wurde ein Gründerwettbewerb unterstützt.

In Deutschland versuchen mehrere Plattformen, an den Erfolg von Kickstarter und Indiegogo anzuknüpfen. Die Seite Startnext aus Dresden dürfte der größte Konkurrent sein.

ore

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insgesamt 12 Beiträge
1. Haftung
timelock1 04.12.2012
Interessant wird sein, ob die Plattformen ihre Rolle gegenüber den Geldgebern verändern, wenn sie in Europa antreten. Denn gerade im Falle eines Konfliktes wird man zumindest bei Kickstarter bisher ziemlich alleine gelassen. Ich [...]
Interessant wird sein, ob die Plattformen ihre Rolle gegenüber den Geldgebern verändern, wenn sie in Europa antreten. Denn gerade im Falle eines Konfliktes wird man zumindest bei Kickstarter bisher ziemlich alleine gelassen. Ich habe in ein Produkt investiert, welches seit mehr als einem Jahr nicht wie versprochen ausgeliefert wird. Und der Produzent meldet sich auch auf mehrfache Nachfragen nicht mehr. Ca. 990 Invetoren scheinen auf ihrem Schaden sitzen zu bleiben und trotz mehrere Bitten meldet sich Kickstarter nicht zu Wort. Die haben ja ihr Geld. Und führen das Ganze weiterhin auch als erfolgreiches Vorzeigeprojekt. http://www.kickstarter.com/projects/crypteks/crypteks-usbtm-encrypted-and-lockable-usb-solution
2. PayPal
11bo-4 04.12.2012
Indigogo wickelt Zahlungen über PayPal ab, und die blockieren gerne aus politischen Gründen oder amerikanischen Anweisungen. Ziemlich uncool!
Indigogo wickelt Zahlungen über PayPal ab, und die blockieren gerne aus politischen Gründen oder amerikanischen Anweisungen. Ziemlich uncool!
3. konsolidierung vorbild für deutschen Markt?
hempstar 04.12.2012
habe mir mal ein paar Gedanken gemacht, ob das Auswirkungen auf den deutschen Markt hat: http://crowdstreet.de/2012/12/04/crowdfunder-und-peoplefund-it/
habe mir mal ein paar Gedanken gemacht, ob das Auswirkungen auf den deutschen Markt hat: http://crowdstreet.de/2012/12/04/crowdfunder-und-peoplefund-it/
4. Paypal
sfuchs75 04.12.2012
-Rückzahlungen von Indiegogo funktionieren sehr gut. Ich habe gerade am Sonntag vom Projekt http://www.indiegogo.com/microsdtomicrousb meine 32$ problemlos zurück bekommen.
-Rückzahlungen von Indiegogo funktionieren sehr gut. Ich habe gerade am Sonntag vom Projekt http://www.indiegogo.com/microsdtomicrousb meine 32$ problemlos zurück bekommen.
5.
Zephira 04.12.2012
Das ist bedauerlich, aber eines muss Ihnen klar sein: Diese Crowdfunding-Plattformen sind eben nur das, Plattformen. Der einzelne Nutzer wird mit der Verantwortung betraut, vertrauenswürdige Projekte herauszusuchen. Wenn es sich [...]
Zitat von timelock1Ich habe in ein Produkt investiert, welches seit mehr als einem Jahr nicht wie versprochen ausgeliefert wird. Und der Produzent meldet sich auch auf mehrfache Nachfragen nicht mehr.
Das ist bedauerlich, aber eines muss Ihnen klar sein: Diese Crowdfunding-Plattformen sind eben nur das, Plattformen. Der einzelne Nutzer wird mit der Verantwortung betraut, vertrauenswürdige Projekte herauszusuchen. Wenn es sich also nicht gerade um gezielten Betrug durch den Projektleiter handelt, so hat Kickstarter selbst hat gar nichts damit zu tun. "Who is responsible for completing a project as promised?" "It's the project creator's responsibility to complete their project. Kickstarter is not involved in the development of the projects themselves. Kickstarter does not guarantee projects or investigate a creator's ability to complete their project. On Kickstarter, backers (you!) ultimately decide the validity and worthiness of a project by whether they decide to fund it." Allerdings haben sich alle Projektleiter rechtlich verpflichtet, die Versprechungen einzulösen oder die Unterstützer auszuzahlen. Damit besteht also eine rechtliche Handhabe gegen Leute, die ihr Projekt nicht beenden. Welche aber vom Nutzer verwendet werden muss, nicht von Kickstarter. Das von Ihnen verlinkte Projekt hat zuletzt ein Update im August 2012 herausgebracht, das jedoch nur Unterstützer lesen können. Zudem finden sich auf der Kommentarseite aktuellere Informationen. Optimal ist das nicht, aber ich würde von gutem Willen ausgehen.

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