Lade Daten...
19.12.2012
Schrift:
-
+

Google Music

Europäer freuen sich über amerikanisches Angebot

AP

Google Music: Jetzt können auch Früheinsteiger den vollen Funktionsumfang nutzen

Erst Europa, nun die USA: Google bietet nun auch US-Nutzern einen komfortablen Datenabgleich bei seinem Cloud-Musikdienst. Man muss nicht mehr alles hochladen. Das freut auch viele Frühstarter in Europa. Die hatten sich vorab in den USA registriert, konnten die Funktion bisher nicht nutzen.

Vor gut einem Monat reihte sich Google in die Anbieter von Cloud-basierten Musik-Speicherdiensten ein. Das seit Mitte November in Europa zugängliche Angebot Google Play Music erlaubt es, zum Nulltarif bis zu 20.000 Musiktitel online zu speichern. Anschließend können die Lieder im Browser oder via App auf Android-Smartphones und -Tablets angehört werden. Allerdings kann es je nach Bandbreite und Umfang sehr lange dauern, bis sämtliche Titel einer Musiksammlung hochgeladen sind.

Dieser langwierige Prozess kann durch eine Funktion namens Scan and Match erheblich abgekürzt werden. Ähnlich wie bei Apples iTunes Match und Amazons Cloud Player gleicht Google die Sammlung des Nutzers mit seiner Datenbank ab. Musik, die schon auf Google-Servern vorhanden ist, muss nicht extra hochgeladen werden und steht sofort zur Nutzung bereit. Das Besondere am Google-Angebot: Für Sammlungen von bis zu 20.000 Titeln ist dieser Abgleich kostenlos. Apple bittet seine iTunes-Match-Kunden dagegen mit 25 Euro pro Jahr zur Kasse.

Für Neu-Nutzer war es deshalb eine gute Nachricht, als Googles Musikangebot Play Music am 13. November in Deutschland eingeführt wurde. Ungeduldige, die sich schon früher bei der US-Version des Google-Dienstes angemeldet hatten, hingegen, schauten in die Röhre. Ihnen blieb die Nutzung der komfortablen Scan-and-Match-Funktion verwehrt, denn in den USA gab es diese Funktion bisher nicht. Ein Umschreiben der Accounts von der US-Version auf die deutsche ist nicht möglich.

Doch mit einer Mitteilung vom Dienstagabend brachte Google nun auch ihnen - und Millionen amerikanischen Nutzern, die Erlösung. Einen Monat nach der Einführung in Europa ist Scan and Match nun auch in den USA nutzbar.

Was die Qualität der hochgeladenen Musikdateien angeht, hat Google eine Kompromisslösung vorgesehen. Die vergleichbaren kostenpflichtigen Angebote von Amazon und Apple nehmen beim erneuten Download von Dateien mit niedriger Bitrate ein automatisches Upgrade auf eine bessere Qualitätsstufe vor. Bei Google Play Music kann sich der Nutzer seine zuvor hochgeladene Datei nur in der originalen Bitrate wieder herunterladen. Beim reinen Streaming nimmt Google jedoch ebenfalls eine Verbesserung auf 320 Kilobit pro Sekunde vor, so "Cnet".

meu

Forum

Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 3 Beiträge
1. Dann muss ich Google ja ...
discotieren 19.12.2012
... nur noch, eine Kamera in meinem Schlafzimmer installieren, damit die bei Bedarf alles über mich wissen? Aachh ... nee, haben die ja schon. Sogar zwei. Mit Mikro. Mein Android-Handy. Und die Möglichkeit dort jederzeit [...]
... nur noch, eine Kamera in meinem Schlafzimmer installieren, damit die bei Bedarf alles über mich wissen? Aachh ... nee, haben die ja schon. Sogar zwei. Mit Mikro. Mein Android-Handy. Und die Möglichkeit dort jederzeit jedwede Software aufzuspielen haben sie zusätzlich. Wenn das geschieht, dann sicherlich nur "versehentlich". So wie beim Safari-Trick und beim "versehentlichen" Einfangen und Abspeichern vertraulichster Emails per Google-Streetview-Cars. Die us-amerikanische Behörde stellte doch glatt fest, dass dort Emails abgehört wurden, die belegten, dass ein verheirateter Mann und eine Frau eine außereheliche Affäre planten/hatten. Natürlich samt Ortsangabe ... kein Wunder, dass Google diese Untersuchungen dermaßen behinderte, dass sie sich erst einmal die Höchststrafe dafür (25.000,00 USDollar) einfingen.
2.
nicksnutz 19.12.2012
Nun ja, "komfortabel" ist was anderes. Tatsächlich erkennt Googles Scan & Match fast keinen Titel aus meiner Sammlung, es wurden bisher so gut wie alle Lieder unverändert hochgeladen (was bei einem langsamen [...]
Zitat von sysopAPErst Europa, nun die USA: Google bietet nun auch US-Nutzern einen komfortablen Datenabgleich bei seinem Cloud-Musikdienst. Man muss nicht mehr alles hochladen. Das freut auch viele Frühstarter in Europa. Die hatten sich vorab in den USA registriert, konnten die Funktion bisher nicht nutzen. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/google-fuehrt-scan-and-match-in-den-usa-ein-a-873777.html
Nun ja, "komfortabel" ist was anderes. Tatsächlich erkennt Googles Scan & Match fast keinen Titel aus meiner Sammlung, es wurden bisher so gut wie alle Lieder unverändert hochgeladen (was bei einem langsamen DSL-Zugang Tage dauern kann, ich bin noch nicht lange nicht fertig ...). Die Erkennungsrate bei iTunes Match war in meinem Fall deutlich besser. Für 25€ darf man natürlich auch einen besseren Service erwarten, dafür ist Google eben kostenlos
3. ohne Kreditkarte
paulGim 19.12.2012
Ohne seine Kreditkartendaten zu hinterlegen, lässt sich Google Angebot dennoch nicht nutzen. http://grooveshark.de ist für mich neben Sportify das benutzerfreundlichste Musik-Streaming, beschränkt sich nicht wie Google auf [...]
Ohne seine Kreditkartendaten zu hinterlegen, lässt sich Google Angebot dennoch nicht nutzen. http://grooveshark.de ist für mich neben Sportify das benutzerfreundlichste Musik-Streaming, beschränkt sich nicht wie Google auf 20.000 Songs beim Match und hat zudem eine tolle App für unterwegs.

Zum Autor

  • Richard Meusers schreibt als Autor für SPIEGEL ONLINE über die Digitalisierung.

Verwandte Themen

Fotostrecke

MEHR AUF SPIEGEL ONLINE

Artikel

News verfolgen

Lassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Netzwelt
Twitter RSS
alles zum Thema Google
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2014 Alle Rechte vorbehalten