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10.01.2013
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Web-Werbung

Online-Reklame knackt die 100-Milliarden-Grenze

REUTERS

Smartphone-Nutzerinnen: Wachstumsmarkt Handy-Werbung

Das Geschäft mit Online-Werbung wächst weiterhin zweistellig. Dabei liegen die Steigerungen in Schwellenmärkten noch deutlich über den Werten in Europa oder Amerika. Der Online-Anteil am Gesamtwerbekuchen nimmt zu - in Deutschland aber wird vergleichsweise wenig dafür ausgegeben.

Online-Werbung bleibt weltweit ein Wachstumsmarkt. Wie Mashable unter Berufung auf Zahlen des Marktforschungsunternehmens eMarketer meldet, hat der Gesamtumsatz mit dem Geschäft der Internetwerbung 2012 erstmals die Grenze zu 100 Milliarden Dollar überwunden. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahreswert eine Zunahme um 17,8 Prozent. Für 2013 wird eine weitere Steigerung um 15,1 Prozent erwartet. Das Marktsegment sei inzwischen so groß, dass konstante Wachstumsquoten schwieriger würden.

Der Anteil der Online-Werbung am Gesamtumsatz der Werbebranche einschließlich TV-, Radio-, Print und Plakat-Reklame betrug 2012 19,8 Prozent und soll in diesem Jahr auf 21,7 Prozent steigen. Bis zum Jahr 2016 könnte sich der Wert demnach auf über ein Viertel (25,9 Prozent) aller Werbeaufwendungen erhöhen. Dann erwarten die Marktforscher einen Branchenumsatz von über 160 Milliarden Dollar.

Naturgemäß fallen die Zuwachsraten in entwickelten und gesättigten Regionalmärkten geringer aus als in Wachstumsregionen. Online-Werbung legte 2012 im Nahen Osten und Afrika um 55,8 Prozent zu, in Osteuropa lag dieser Wert bei immerhin noch 38,4 Prozent. Dagegen lag die Steigerungsrate in Nordamerika bei 21,5 Prozent und in Westeuropa bei 13,9 Prozent.

Die eMarketer-Experten haben diese Zahlen auch auf einzelne Staaten heruntergerechnet und in Relation zur Anzahl der jeweiligen Internetnutzer gesetzt. Interessanterweise liegen die USA hier in keiner Auswertung an der Spitze. In Bezug auf den allgemeinen Werbeumsatz gab die Branche 2012 am meisten in Norwegen aus, nämlich 614,99 Dollar pro Person. In den USA wendete die werbetreibende Industrie 524,75 Dollar auf, für Deutschland liegt dieser Wert bei 340,55 Dollar. Auch im Bereich digitaler Anzeigen führen die Norweger: Jeder einzelne nordische Internetnutzer war der Branche im vergangenen Jahr 250,21 Dollar wert. In den USA wurden 155,15 Dollar pro Person investiert, während es in Deutschland 95,37 Dollar waren.

Den Zukunftsmarkt mobiler Anzeigen auf Smartphones und Tablets führen hinsichtlich der Pro-Kopf-Aufwendungen die Briten an. 2012 wurden in diesem Bereich dort 36,35 Dollar je Nutzer aufgewendet, in den USA waren es 31,50 Dollar, in Deutschland hingegen lediglich 12,25 Euro.

Für seine Analysen hat eMarketer nach eigenen Angaben mehr als 500 Datensätze von über einem Dutzend Unternehmen ausgewertet, die Werbeausgaben in 29 Ländern und sechs Großregionen überwachen.

meu

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insgesamt 1 Beitrag
1. Kommerzielle Werbung ist schädlich, ...
MrStoneStupid 11.01.2013
... kostet Bandbreite, Zeit, Nerven, Energie, Arbeitskraft, Geld, .... und letztendlich zahlen die Arbeiter alles. (imho)
... kostet Bandbreite, Zeit, Nerven, Energie, Arbeitskraft, Geld, .... und letztendlich zahlen die Arbeiter alles. (imho)

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  • Richard Meusers schreibt als Autor für SPIEGEL ONLINE über die Digitalisierung.

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