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Proteste in Frankreich

Gelbe Westen sind die neuen Guy-Fawkes-Masken

Vieles an den "Gelbwesten" in Frankreich ähnelt der Occupy-Bewegung, schrieb Sascha Lobo in seiner Kolumne. Neu sei aber das Phänomen "Wutselfie". Im Podcast geht Lobo auf Leserkritik ein.

REUTERS

Demonstration auf der Champs-Elysees in Paris

Sonntag, 16.12.2018   07:12 Uhr

Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #70 - Protestbewegung in Frankreich: Was man über die "Gelbwesten" wissen sollte

Die französischen "Gelbwesten" sind eine diffuse Bewegung, was für sie gleichermaßen Vor- und Nachteil ist, schrieb Sascha Lobo in seiner jüngsten Kolumne. Der Vorteil: Fast jeder kann sich mit einem Teil der Bewegung identifizieren. Der Nachteil: Eine zu stark vereinfachte mediale Darstellung der sehr unterschiedlichen Anliegen könnte ihnen schaden.

Gesehen habe man all das schon bei Occupy Wall Street, schreibt Lobo: "Bewegungen, die in sozialen Medien entstehen und strukturiert werden, folgen oft ähnlichen Grundmustern". Durchaus aussagekräftig findet er aber die spontan mit Smartphones aufgenommenen Wutvideos der "Gelbwesten", sie führten auf "die Spur der Hintergründe" der Proteste. In seinem Podcast reagiert Lobo nun auf die Kommentare seiner Leserinnen und Leser.

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insgesamt 3 Beiträge
dunnhaupt 16.12.2018
1. Protestuniformen sind für Normalbürger zu riskant
Sobald irgendeine Protestbewegung ein Kleidungsstück exklusiv für sich in Anspruch nimmt, wagt der normale Sterbliche kaum noch, es zu tragen. Selbst die harmlose schwarze Baskenmütze wollte niemand in Amerika mehr kaufen, [...]
Sobald irgendeine Protestbewegung ein Kleidungsstück exklusiv für sich in Anspruch nimmt, wagt der normale Sterbliche kaum noch, es zu tragen. Selbst die harmlose schwarze Baskenmütze wollte niemand in Amerika mehr kaufen, nachdem die 'Schwarzen Panther' sie zum Zeichen der Mitgliedschaft erkoren hatten.
AnonymerNutzer123 16.12.2018
2. WtF Demokratur
Herr Lobo, was ist das für ein Begriffsverdrehung. Demokratie ist keine Herrschaftsform, sondern die Herrschaft der Vielen. Die Mehrheitsverhältnisse ändern sich ständig bzw. sind zu verschiedenen Zeiten und auf Sachebenen [...]
Herr Lobo, was ist das für ein Begriffsverdrehung. Demokratie ist keine Herrschaftsform, sondern die Herrschaft der Vielen. Die Mehrheitsverhältnisse ändern sich ständig bzw. sind zu verschiedenen Zeiten und auf Sachebenen unterschiedlich und es gibt nicht die EINE Minderheit. Demokratie bedeutet, dass ein Individuum eben nicht überall in der Mehrheit ist. Demokratie bedeutet z.B. Meinungsfreiheit und Minderheitenschutz, da es bei einer Abstimmung immer eine Mehrheit und eine Minderheit gibt, zudem braucht es um Abstimmen zu können immer mind. zwei Möglichkeiten demnach zwei Meinungen, sonst kann über nichts abgestimmt werden. Die direkte Demokratie ist wesentlich näher am Ideal einer Demokratie, als die repräsentative Demokratie, welche im wesentlichen einer gewählten Oligarchie gleichkommt. Zusammenfassend: Einer Demokratie ist inhärent, dass sie Minderheitsmeinungen schützt und die freie Meinungsäußerung zulässt. Ansonsten ist es keine Demokratie, weder eine repräsentative noch eine direkte. Demokratur ist der größte Bull..., denn ich bis jetzt, nach Halbdackel, von Ihnen gehört habe.
shoop_fh2iq4idhs 16.12.2018
3. Occupy?
Ich sehe da eher Parallelen zu Pegida.... Schöne Grüsse aus Frankreich
Ich sehe da eher Parallelen zu Pegida.... Schöne Grüsse aus Frankreich

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