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Netzwelt

Vorwurf der sexuellen Belästigung

Weiterer hochrangiger Mitarbeiter verlässt Google

Fast 50 Mitarbeiter sind in den vergangenen zwei Jahren bei Google wegen sexueller Belästigung rausgeflogen. Nun kommt ein weiterer hochrangiger hinzu. Weibliche Beschäftigte halten den Konzern trotzdem für zu nachsichtig.

REUTERS

Google-Logo

Mittwoch, 31.10.2018   23:22 Uhr

Der Suchmaschinenriese Google hat sich wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung von einem weiteren hochrangigen Mitarbeiter getrennt. Wie der Google-Mutterkonzern Alphabet am Mittwoch mitteilte, habe Rich DeVaul die Firma ohne Abfindung verlassen.

Die "New York Times" hatte bereits in der vergangenen Woche berichtet, DeVaul sei vor einigen Jahren gegenüber einer jungen Job-Bewerberin zudringlich geworden. Er war in leitender Funktion bei Google X tätig, einem für Forschung und Entwicklung zuständigen Unternehmenszweig. Der Konzern nannte für das Ausscheiden DeVauls indes keine Gründe.

Die "New York Times" hatte eine ganze Reihe von Fällen mutmaßlicher sexueller Drangsalierung durch Google-Angestellte enthüllt und dem Onlinegiganten vorgeworfen, solche Vorfälle unter den Teppich zu kehren.

Google hatte seine Mitarbeiter erst kürzlich darüber informiert, in den letzten zwei Jahren 48 teils hochrangige Mitarbeiter wegen Vorwürfen sexueller Belästigung entlassen zu haben. DeVaul war in diese Zahlen offenbar noch nicht eingerechnet.

Zu dem jüngsten Fall sagte Pichai, dass der Onlinegigant eine "immer härtere Linie" gegen derartiges Fehlverhalten verfolge. Pichai beteuerte auch, dass keinem der wegen solcher Anschuldigungen ausgeschiedenen Mitarbeiter eine Abfindung gezahlt worden sei.

Die "New York Times" hatte dagegen berichtet, dass Andy Rubin, Schöpfer des Smartphone-Betriebssystems Android eine Abfindung im Wert von 90 Millionen Dollar (knapp 80 Millionen Euro) erhalten habe. Rubin hatte Google 2014 verlassen - laut "New York Times" ebenfalls wegen sexuellen Fehlverhaltens.

Einige weibliche Google-Beschäftigte halten die Linie des Konzern offenbar immer noch für zu nachsichtig. Laut US-Medienberichten planen sie, für Donnerstag eine Arbeitsniederlegung zu organisieren.

fek/AFP

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