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Netzwelt

Fake-Termineinladungen

Web.de und GMX bekämpfen Kalender-Spam

Gefälschte Termineinladungen im Kalender sind problematisch: Wer zusagt, wird genervt. Wer absagt, zeigt immerhin, dass die Adresse aktiv ist. Jetzt gehen die Provider gegen das Phänomen vor.

Getty Images

Smartphone-Nutzerin (Symbolbild)

Mittwoch, 12.09.2018   10:48 Uhr

Spam landet nicht nur in E-Mail-Postfächern, sondern immer öfter auch in den Kalendern der Nutzer. Dabei werden gefälschte Termineinladungen ins Postfach und den digitalen Kalender geschickt. Die Mail-Anbieter Web.de und GMX wollen dagegen vorgehen und lassen Kunden jetzt auch Kalender-Spam melden und löschen.

Per Klick auf den "Spam"-Knopf verschwinden die falschen Einladungen mit Werbung, vermeintlichen Rabatt-Aktionen oder Links zu Schadsoftware- und Phishing-Seiten sofort. Die neue Schutzfunktion gegen Kalender-Spam wird in den kommenden Tagen für alle Nutzer freigeschaltet.

Einladungen nicht annehmen - und nicht ablehnen

Kalender-Spam macht laut GMX und Web.de aktuell rund sieben Prozent der verschickten Kalendereinladungen aus - Tendenz steigend. 2016 kämpfte auch Apple kurzzeitig mit Spam im eigenen Kalender iCal. Bis das Problem abgestellt wurde, konnten Nutzer nur eines tun: einen neuen Kalender anlegen, alle Spam-Termine dorthin verschieben und den neuen Kalender löschen.

So sollten auch Nutzer anderer Dienste verfahren, die noch keine Möglichkeit haben, solche Einladungen als Spam zu behandeln. Die Einladungen annehmen oder ablehnen sollten Empfänger auf keinen Fall. Wer annimmt, wird durch aufspringende Erinnerungen an dem Spam-Termin genervt. Wer ablehnt, zeigt den Absendern zumindest, dass die E-Mail-Adresse aktiv ist - und lädt sie ein, noch mehr Spam zu schicken.

juh/dpa

insgesamt 1 Beitrag
forscher56 13.09.2018
1. Selbst schuld, wer solch einen "Dienst" nutzt
Für den Dienstgebrauch gibt es Outlook & Co., ansonsten existieren abgeschottete Kalender-Apps und Taschenkalender für 1,99 Euro (in alten Zeiten oft als Werbegeschenk).
Für den Dienstgebrauch gibt es Outlook & Co., ansonsten existieren abgeschottete Kalender-Apps und Taschenkalender für 1,99 Euro (in alten Zeiten oft als Werbegeschenk).

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