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Netzwelt

Podcast zur Debatte über "Nazis raus"

Empörung, fertig, nächstes Thema

Als "Nazis raus" zum Twitter-Trend wurde, schrieb Jan Fleischhauer im SPIEGEL "Nazis rein". Kolumnist Sascha Lobo vermutet mehr dahinter als pure Provokation. Im Podcast antwortet er Lesern - und spricht mit Fleischhauer.

DPA

Anti-AfD-Demonstration in Berlin

Sonntag, 27.01.2019   10:00 Uhr

Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #76 - Lobo antwortet Fleischhauer: Die Goldmedaille in Privilegien-Blindheit

Manche Konservative stecken in einer Identitätskrise, seit die gesellschaftliche Ordnung einer Unordnung gewichen ist, vermutete Sascha Lobo in seiner jüngsten Kolumne. Identitätsstiftend sei für sie aber immerhin noch die verlässlich provozierbare Empörung "der anderen", also der Linken. Deshalb habe Jan Fleischhauer seine eigene SPIEGEL-Kolumne mit "Nazis rein" überschrieben - die absehbare Reaktion sei deren Hauptzweck gewesen, nicht die Debatte über den grassierenden Rechtsextremismus in Deutschland.

Eine solche Überschrift formulieren könne Lobos Ansicht nach nur, wer "persönlich durch Nazis nicht für seine schiere Existenz physisch bedroht wird". Wäre Fleischhauer "schwarz, jüdisch oder geschlechtlich divers", hätte er sich anders ausgedrückt, meint Lobo.

In seinem Podcast zur Kolumne geht Sascha Lobo auf die Kommentare seiner Leser ein. Außerdem redet er direkt mit Fleischhauer.

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insgesamt 28 Beiträge
augu1941 27.01.2019
1.
"Eine solche Überschrift formulieren könne Lobos Ansicht nach nur, wer "persönlich durch Nazis nicht für seine schiere Existenz physisch bedroht wird". Wäre Fleischhauer "schwarz, jüdisch oder [...]
"Eine solche Überschrift formulieren könne Lobos Ansicht nach nur, wer "persönlich durch Nazis nicht für seine schiere Existenz physisch bedroht wird". Wäre Fleischhauer "schwarz, jüdisch oder geschlechtlich divers", hätte er sich anders ausgedrückt, meint Lobo." Das stimmt sicherlich zu 100%. Trotzdem kann ein Journalist, der fernab von von Nazibedrohungen steht, sich mit einem provozierenden Titel auf den inflationären Gebrauch des Schlachtrufs "Nazis raus" aufmerksam machen und die Frage stellen, ob dieses Totschlag-Argument mancher linker Gruppen immer berechtigt gebraucht wird.
christoph_schlobies 27.01.2019
2.
Auf der Facebook-Seite der SPD-Fraktion steht mit Bild vom Auschwitz-Tor. " Nie wieder Auschwitz!" Soll das jetzt ein Alleinstellungsmerkmal sein? Vermutet die SPD,irgendjemand will wieder Auschwitz?? In einem anderen [...]
Auf der Facebook-Seite der SPD-Fraktion steht mit Bild vom Auschwitz-Tor. " Nie wieder Auschwitz!" Soll das jetzt ein Alleinstellungsmerkmal sein? Vermutet die SPD,irgendjemand will wieder Auschwitz?? In einem anderen Magazin lese ich,von der historischen Schuld,der wir nicht entrinnen können-also doch Schuld? Ich dachte es gäbe keine Kollektiv-Schuld-sondern nur Verantwortung? Und ist es dann nicht gerechtfertigt,wenn ein böser-so furchtbar böser Mensch von Schuldkult redet?
bluepirate77 27.01.2019
3. Klarstellung
Wie immer gute Diskussion, aber eine Sache sollte man klarstellen: Die Verleugnung des Holocaust ist eine nachweislich falsche Tatsachenbehauptung und unterfällt daher schon nicht der (grundgesetzlichen) Definition von Meinung, [...]
Wie immer gute Diskussion, aber eine Sache sollte man klarstellen: Die Verleugnung des Holocaust ist eine nachweislich falsche Tatsachenbehauptung und unterfällt daher schon nicht der (grundgesetzlichen) Definition von Meinung, damit auch nicht der Meinungsfreiheit. Meinung = so sehe ich das, das halte ich davon. Tatsachenbehauptung = so ist es. Anders: alles, was man beweisen oder widerlegen kann, wissenschaftlich oder im Rechtssinne, ist keine Meinung. Insofern schlechtes Beispiel, die Holocaustlüge ist keine Meinung, sondern Verbreitung unwahrer Tatsachen. Kommt aber oft vor, deshalb werfe ich das Herrn Lobo jetzt nicht direkt vor. Man sollte aber genauer darauf achten.
bluepirate77 27.01.2019
4. Ps
Dem Autor ist natürlich zuzugeben, dass es Meinungen gibt, die den Menschenrechten oder unserer Verfassung widersprechen und daher in der Öffentlichkeit nicht verbreitet werden sollten und dürfen. Sie sind aber viel schwerer zu [...]
Dem Autor ist natürlich zuzugeben, dass es Meinungen gibt, die den Menschenrechten oder unserer Verfassung widersprechen und daher in der Öffentlichkeit nicht verbreitet werden sollten und dürfen. Sie sind aber viel schwerer zu fassen als schlichte falsche Tatsachenbehauptungen, und die Bewertung als unzulässige Meinung ist ungleich schwerer.
Tiram1 27.01.2019
5. Laaaangweilig
Der Autor sieht überall Nazis.Er sollte mal zum Doctor gehen. Es gibt aber auch Tabletten die Verfolgungswahn begünstigen.Leider steht es selten in den Beipackzetteln.
Der Autor sieht überall Nazis.Er sollte mal zum Doctor gehen. Es gibt aber auch Tabletten die Verfolgungswahn begünstigen.Leider steht es selten in den Beipackzetteln.

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