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Panorama

Hurrikan "Irma"

Gasvergiftung - acht Tote im Pflegeheim

Hurrikan "Irma" ist vorbei, die Gefahr aber bleibt: Acht Bewohner eines Pflegeheims starben, weil eine Klimaanlage defekt war. Millionen Menschen sind noch immer ohne Strom.

AFP
Mittwoch, 13.09.2017   23:36 Uhr

Die Zahl der Toten in den USA nach dem Hurrikan "Irma" hat sich auf mindestens 20 erhöht. In der Stadt Hollywood nördlich von Miami starben nach Angaben der Behörden acht Bewohner eines Pflegeheims wegen einer defekten Klimaanlage. Zunächst war von sechs Toten die Rede gewesen. Dem Sender CBS zufolge hatte der Stromausfall wegen des schweren Sturms zu einem Generatorendefekt geführt - die Menschen seien dann an einer Gasvergiftung gestorben.

Die Feuerwehr wurde am Morgen zum "Hollywood-Hills"-Heim gerufen, und brachte insgesamt mehr als hundert Menschen aus dem Heim in Sicherheit.

Weiterhin stehen große Gebiete im Südosten der USA unter Wasser, etwa die Großstadt Jacksonville im Nordosten Floridas. Fernsehbilder zeigten hüfthohes Wasser. Die Überschwemmungen könnten noch tagelang anhalten. Meteorologen warnten sogar vor einer Verschlimmerung der Lage, bringe doch der in der Großstadt mündende St. Johns-Fluss viel Wasser.

Millionen Menschen weiter ohne Strom

Nach wie vor sind in Florida knapp fünf Millionen Menschen ohne Strom. Bis auf wenige Ausnahmen sollen die Ausfälle binnen zehn Tagen behoben sein.

Die vergleichsweise niedrige Zahl von Todesopfern durch die Hurrikane "Harvey" und "Irma" in den USA geht Experten zufolge auch auf Verbesserungen im Katastrophenschutz zurück. "Es gibt keinen Zweifel, dass wir besser geworden sind", sagte Brian Wolshon, Spezialist für Bevölkerungsschutz von der Louisiana State University, der "New York Times". "Was wir tun, ist nicht kompliziert, es geht nur um den politischen Willen und die Notwendigkeit, es zu tun."

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Hurrikan "Irma": Rückkehr in Ruinen

Als "Katrina" 2005 New Orleans traf, starben mehr als 1800 Menschen. Bei den Stürmen "Irma" in Florida und "Harvey" in Texas sind es in den USA zusammengerechnet bislang weit unter hundert. Eine offizielle Bilanz gibt es angesichts der anhaltenden Überschwemmungen aber noch nicht. Florida hatte Glück im Unglück: "Irma" zog nicht voll über die stark besiedelte Küstenregion um Miami hinweg. Eine vorhergesagte tödliche Flutwelle an der Golfküste blieb weitgehend aus.

In der Karibik, die "Irma" vor Florida hart getroffen hat, sind mindestens 37 Menschen gestorben. Die Zerstörung auf den Inseln ist teilweise enorm.

ehh/dpa/AP

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