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14.01.2011
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Trotz Protesten

Umstrittene Wolfsjagd beginnt in Schweden

Auf 20 von 200 in Schweden lebende Wölfe wird nun angelegt - die umstrittene Jagd auf die Rudeltiere beginnt. Naturschützer kritisieren das, Anwohner der betroffenen Bezirke hingegen fordern höhere Abschussquoten.

Stockholm - Trotz heftiger Proteste beginnt am Samstag in Schweden die diesjährige Wolfsjagd. Bis zum 15. Februar hat das staatliche Umweltamt in Stockholm 20 der etwa 200 in Schweden lebenden Wölfe zum Abschuss freigegeben. Gegen die zweite Jagdsaison nach über 40 Jahren Totalschutz für Wölfe hat auch die EU-Kommission protestiert. Der Brüsseler Umweltkommissar Janez Potocnik will die Regierung in Stockholm wegen der Jagdgenehmigung möglicherweise verklagen.

Auch schwedische Naturschützer halten den Bestand der erst seit den achtziger Jahren wieder in Schweden lebenden Raubtiere für weiter gefährdet und lehnen die Wolfsjagd ab. Anwohner der sechs betroffenen Bezirke sowie Jägerverbände machen dagegen für noch höhere Jagdquoten mobil. Das Umweltamt hat die Auswilderung von 20 Wölfen aus dem finnischen Stamm in diesem Sommer verfügt, um die Schäden durch Inzucht beim schwedischen Wolfsstamm einzudämmen.

Wie im vergangenen Jahr haben sich auch diesmal mehrere tausend Jäger um Lizenzen für die Wolfsjagd beworben. Die 2010 freigegebenen 27 Tiere waren innerhalb weniger Tage erlegt. Darüber hinaus starb zusätzlich ein Wolf wegen "Missverständnissen" bei Jägern. Nach amtlichen Schätzungen werden bis zu 35 Tiere pro Jahr durch Wilderer getötet. Umweltminister Anders Carlgren kündigte ein härteres Vorgehen der Behörden gegen die illegale Wolfsjagd an.

jdl/dpa

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