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28.12.2011
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Antarktis

"Sparta" rettet sich aus dem Eismeer

Zehn Tage lang war die "Sparta" im Südpolarmeer gefangen. Nun konnte ein Leck repariert werden. Begleitet von einem Eisbrecher ist der Fischtrawler jetzt auf dem Weg ins offene Meer.

Wellington - Der mit einem Eisberg kollidierte russische Fischtrawler "Sparta" ist nach erfolgreicher Reparatur unter eigenem Antrieb auf dem Weg zurück ins offene Meer. Im Kielwasser des südkoreanischen Eisbrechers "Araon" hat das über Weihnachten in der Antarktis vom Untergang bedrohte russische Schiff am Mittwoch seine 160 Kilometer lange Reise in eisfreie Gewässer begonnen.

"Der koreanische Eisbrecher Araon wird die Sparta begleiten und eine Fahrrinne im Eis öffnen", teilte eine Sprecherin des neuseeländischen Seerettungszentrums mit. Den Angaben zufolge ist eine geringe Menge an hydraulischem Leichtöl rund um das Leck ausgetreten. Es gebe aber keine Indizien dafür, dass Schweröl in die Natur gelangt sei.

Zuvor seien die Reparaturarbeiten zur Abdichtung des rund 30 Zentimeter großen Lecks im Rumpf des Schiffs abgeschlossen worden. Es werde erwartet, dass die beiden Schiffe nach rund zwölf Stunden Fahrt das Packeis verlassen können.

FOTOSTRECKE

Reparierter Fischtrawler "Sparta": Auf dem Weg in eisfreie Gewässer
Hilfsgüter von der neuseeländischen Luftwaffe

Dann soll die "Sparta", die 32 Personen - 16 Indonesier, 15 Russen und einen Ukrainer - an Bord hat, zunächst zu ihrem Schwesterschiff "Chiyo Maru 3" stoßen und dann weiter nach Lyttelton an der Südküste Neuseelands fahren.

Am 16. Dezember hatte die "Sparta" 3700 Kilometer südöstlich von Neuseeland einen Eisberg gerammt und war leckgeschlagen. Das Loch in der Hülle des Schiffs befand sich etwa eineinhalb Meter unter der Wasserlinie der "Sparta", die durch die Havarie zwischenzeitlich deutlich Schlagseite hatte. Erst nach zehn Tagen erreichte mit dem südkoreanischen Eisbrecher Hilfe das havarierte Schiff. Mit einer behelfsmäßigen Reparatur wurde es seit Montag wieder seetüchtig gemacht.

Die neuseeländische Luftwaffe hatte zweimal Hilfsgüter und Ausrüstung für die Besatzung abgeworfen. Mit den Maschinen versuchten die Männer, die Schäden am Schiff provisorisch zu reparieren und eingedrungenes Wasser abzupumpen.

ulz/dapd/dpa/Reuters

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