26.03.2012
Stärke 7,1
Schweres Erdbeben erschüttert Chile
Feuerwehrleute in Chile: Häuserkontrolle nach dem Beben
Santiago de Chile - Menschen verließen in Panik Hochhäuser, in mehreren Orten brach die Stromversorgung zusammen: Ein Erdbeben der Stärke 7,1 hat in Chile für Angst in der Bevölkerung gesorgt. Die Erdstöße im Zentrum des Landes ließen kurzzeitig Erinnerungen an die schwere Bebenkatastrophe vor zwei Jahren wach werden.
Ein anfänglich von den Behörden erteilter Aufruf zur Evakuierung von Küstengebieten wurde allerdings bald wieder aufgehoben. Die Tsunami-Warnung war ausgegeben worden, weil beobachtet worden war, dass sich das Meer um 30 bis 40 Meter zurückgezogen hatte. Es gab mehrere Nachbeben der Stärke 3,8 bis 4,7.
Der US-Erdbebenwarte zufolge lag das Epizentrum 215 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago. Das Erdbeben erschütterte ein Gebiet nordwestlich der Stadt Talca und dauerte rund eine Minute. Es sei das schwerste Beben gewesen, dass sie seit der Erdbebenkatastrophe vor zwei Jahren erlebt hätten, berichteten Anwohner. In Maipu stürzten Teile einer Kirchendecke herab, berichtete das Staatsfernsehen. Dabei seien einige Gemeindemitglieder leicht verletzt worden.
Es gebe einige Verletzte, darunter aber niemand mit schweren Verwundungen, sagte Innenminister Rodrigo Hinzpeter. Erst am Samstagmorgen hatte ein leichtes Erdbeben die Bewohner der chilenischen Hauptstadt aus dem Schlaf gerissen. Laut US-Erdbebenwarte hatte das Beben eine Stärke von 5,1.
Am 27. Februar 2010 waren bei einem Erdbeben der Stärke 8,8 in Zentralchile mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen. Damals gab es Sachschäden in Milliardenhöhe. Ein Großteil der Schäden wurde durch Tsunamis verursacht.
ulz/AFP/dapd