17.05.2012
Technischer Defekt
Flugzeug muss auf Münchner Flughafen notlanden
München - Der Flug nach Venedig endete beinahe in einer Tragödie: Kurz nach dem Start auf dem Münchner Flughafen entwickelte sich in einer zweimotorigen Propellermaschine der Lufthansa-Tochter Air Dolomiti Rauch im Cockpit und in der Kabine. Der Pilot entschied sich, umzudrehen und zum Flughafen der bayerischen Hauptstadt zurückzufliegen. Zur gleichen Zeit feierten dort zahlreiche Menschen am Airport ein Besucherfest.
Um kurz nach 14 Uhr wurden sie Zeugen einer Notlandung: Auf der südlichen Landebahn des Flughafens kam die Maschine etliche Meter von der Landebahn ab und schließlich auf einem Seitenstreifen zum Stehen. Fünf der 62 Insassen des Flugzeugs wurden dabei nach Angaben der Polizei leicht verletzt. Einige klagten über Kreislaufprobleme und wurden von Ärzten versorgt.
Die Ursache für den Zwischenfall war nach ersten Erkenntnissen vermutlich ein technischer Defekt. "Bei der Umkehr zum Flughafen gab es außerdem Triebwerksprobleme", erklärte Air Dolomiti.
Das defekte Flugzeug vom Typ ATR 72 wurde nach dem Zwischenfall von Experten untersucht. Vor wenigen Wochen war in Russland ein Flugzeug ebenfalls vom Typ ATR 72 kurz nach dem Start auf einem Feld zerschellt und in drei Teile zerbrochen, mehr als 30 Menschen starben.
Die Landebahn in München war nach der Notlandung kurzzeitig gesperrt und es kam zu Verspätungen. Nach rund eineinhalb Stunden konnte sie wieder freigegeben werden.
cst/dpa/dapd

