19.07.2012
Ostafrika
Vier Deutsche überleben Fährunglück vor Sansibar
Hamburg - Nach dem Fährunglück vor der Küste von Tansania konnten bisher insgesamt 145 Menschen gerettet werden, wie das Rote Kreuz mitteilte. Darunter sind auch vier Deutsche. Sie seien wohlauf, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Ein Botschaftsmitarbeiter sei seit Mittwoch in Sansibar und kümmere sich um die Überlebenden. Der Sprecherin zufolge gibt es bisher keine Informationen, dass weitere Deutsche an Bord der Unglücksfähre waren.
Das Schiff geriet am Mittwoch bei starkem Wind vor der Küste Ostafrikas in Seenot, inzwischen ist es vollständig gesunken. Die Fähre war mit mehr als 250 Passagieren von der Hafenstadt Daressalam unterwegs zur etwa zwei Stunden entfernten Insel Sansibar. Mindestens 30 Passagiere kamen bei dem Unglück ums Leben, Dutzende sollen noch im Inneren des Schiffes gefangen sein.
"Die Suchaktion wird fortgesetzt, es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, dass wir noch Überlebende finden", sagte Polizeisprecher Mohammed Mhina. Wegen der hohen Wellen und des starken Windes habe die Suchaktion in der Nacht unterbrochen werden müssen.
Erst im September war vor Sansibar eine Fähre gesunken. Von den rund 800 Passagieren starben mehr als 200.
aar/dpa/AFP