31.07.2012
Evakuierung in Oslo
Bombenattrappe der US-Botschaft verbreitet Angst
Polizeiabsperrung im Zentrum von Oslo: Verdächtiger Gegenstand war Bombenattrappe
Oslo - Teile des Zentrums der norwegischen Hauptstadt Oslo waren wegen eines vermeintlichen Bombenfunds vollständig abgesperrt. Nachdem vor der US-Botschaft ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden war, wurde die Botschaft selbst sowie die Gebäude in 500 Metern Umkreis evakuiert. Sprengstoffexperten waren mit Spürhunden im Einsatz.
Der verdächtige Gegenstand unter einem Auto habe sich jedoch als harmlos erwiesen, teilte die Einsatzleitung wenig später per Twitter mit. Alle Absperrungen und Räumungen von Gebäuden seien inzwischen wieder aufgehoben.
Peinlich für die Vertretung der USA fiel aus, was Polizeisprecher Johan Fredriksen dem Online-Ableger der Zeitung "VG" danach als Hintergrund nannte: "Das war eine Bombenattrappe der Amerikaner, was die auch schon zugegeben haben. Sie haben sie für eine interne Übung benutzt und dann unter dem Auto vergessen."
Nach Angaben des Rundfunksenders NRK waren zuvor unter anderem das Gebiet um das Königsschloss, die US-Botschaft, das Nationaltheater sowie eine zentrale S-Bahnstation geräumt worden. Besucher des Königspalastes hätten das Gebäude verlassen müssen, das Personal sei aber geblieben, berichtet die Nachrichtenagentur NTB. Die Königsfamilie habe sich zum Zeitpunkt des Alarms nicht dort aufgehalten.
aar/AP/dpa