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18.11.2012
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Baden-Württemberg

Sechs Tote bei Autounfall auf der A5

dapd

Schon wieder Baden-Württemberg, schon wieder ein Falschfahrer: Bei einem Unfall auf der Autobahn 5 sind in Südbaden sechs Menschen ums Leben gekommen. Die Strecke ist in beiden Richtungen gesperrt, die Aufräumarbeiten werden wohl den ganzen Tag dauern.

Offenburg - Erneut sind bei einem schweren Autounfall mehrere Menschen ums Leben gekommen. Bei einer Kollision von fünf Fahrzeugen auf der A5 starben an diesem Sonntagmorgen nahe dem Parkplatz Unditz Richtung Basel sechs Menschen, drei Personen wurden verletzt.

Der Unfall ereignete sich gegen 6 Uhr. Kurz zuvor hatte es Meldungen gegeben, wonach zwischen Lahr und Offenburg ein Falschfahrer unterwegs war. "Dieser Geisterfahrer hat einen Unfall verursacht, daraufhin gab es im Anschluss einen weiteren Unfall", sagte ein Polizeisprecher.

Die Identität der Getöteten und Schwerverletzten sei noch nicht geklärt. "Den Einsatzkräften bot sich ein schreckliches Bild." In den Wracks der vier Pkw fanden die Helfer die sechs Toten. "Die Unfallstelle ist mit Trümmern übersät", so ein weiterer Sprecher. Die Feuerwehr konnte zwei Personen schwerverletzt aus den Wracks retten.

Angehörige müssen noch verständigt werden

Die Unfallstelle sei sehr komplex, die Rekonstruktion könne noch Stunden dauern. Staatsanwaltschaft, Gerichtsmedizin, Sachverständige und Polizei seien dabei, Unfallursache und Unfallhergang zu klären, die Opfer zu untersuchen. "Wir sind mit Hochdruck dabei, die Identität der Getöteten und Schwerverletzten zu klären, damit wir die Angehörigen verständigen können", sagte der Polizeisprecher. Geklärt werden müsse, "warum diese sechs Menschen so tragisch ums Leben kommen mussten". Feuerwehr, THW und Rettungsdienste waren im Einsatz.

Die Autobahn sei zwischen Offenburg und Lahr in beide Richtungen gesperrt. Die Aufräumarbeiten auf der Fahrbahn Richtung Basel würden wohl den ganzen Tag dauern, erklärte der Sprecher. Die Fahrbahn in Richtung Norden werde vermutlich die erste sein, die nach Bergung der Fahrzeuge wieder freigegeben werden könne.

Es ist der dritte schwere Verkehrsunfall mit mehreren Toten innerhalb von drei Wochen auf Autobahnen in Baden-Württemberg.

Mitte Oktober raste auf der A46 ein Falschfahrer in ein entgegenkommendes Auto, mit ihm kamen vier weitere Menschen ums Leben. In Rheinland-Pfalz waren bei einem Falschfahrer-Unfall ein Vater und zwei seiner Kinder getötet worden. In Bayern kamen bei einem Geisterfahrer-Unfall Anfang Oktober fünf Menschen ums Leben. Damals hatte eine vermutlich psychisch kranke Frau den Unfall verursacht.

Tipps zum richtigen Verhalten bei Falschfahrern
Nachrichten über einen Falschfahrer
Befindet man sich auf einer Autobahn oder Bundesstraße, auf der ein Falschfahrer unterwegs ist, gibt es drei Dinge zu tun: Tempo reduzieren, auf keinen Fall überholen - und ruhig bleiben. Bei der ersten Möglichkeit soll man die Straße verlassen oder auf einen Parkplatz fahren. Wenn genug Platz am Streckenrand vorhanden ist, kann man auch rechts ranfahren und warten, bis im Radio Entwarnung gegeben wird.
Sie haben einen Falschfahrer gesehen
Hat man einen Falschfahrer gesehen, sollte die nächste Notrufsäule abgewartet und dort die Meldung durchgegeben werden. Somit ist gewährleistet, dass die Polizei sofort den genauen Standort kennt. Bei Meldungen übers Handy sind diese Informationen meistens nicht gegeben.
Eigener Fehler
Hat man festgestellt, selbst zum Geisterfahrer geworden zu sein, muss sofort das Tempo reduziert und der nächstgelegene Fahrbahnrand angesteuert werden. Auf keinen Fall darf die Fahrbahn gekreuzt oder gar gewendet werden. Steht das Auto, muss man die Warnblinker einschalten, sich hinter die Leitplanke stellen und die Polizei verständigen.

rom/jjc/dpa/dapd/AFP

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