Lade Daten...
24.11.2012
Schrift:
-
+

Dauerregen plus Starkwind

England meldet "Land unter"

Foto: REUTERS

Straßen sind überflutet, Häuser ohne Strom, Flüsse unpassierbar: Starker Wind und heftige Regenfälle haben in Großbritannien zu Überschwemmungen, Stromausfällen und Verkehrschaos geführt. Mindestens eine Person starb - und die Behörden warnen vor weiteren Niederschlägen.

London - Dem Süden Großbritanniens steht ein ungemütliches Wochenende bevor. Starke Regenfälle haben bereits schwere Überschwemmungen und Schäden angerichtet - und die Behörden erwarten für Samstag und Sonntag weitere schwere Regenfälle. Offizielle Stellen gaben mehr als 200 Flutwarnungen heraus. Der Wetterdienst rechnet zudem mit starkem Wind, der über dem Ärmelkanal Sturmstärke erreichen könnte.

Die Behörden warnten vor Überflutungen in Dutzenden Orten. Rettungskräfte waren im Einsatz, um Dämme zu verstärken. In Taunton in der Grafschaft Somerset wurden vorsichtshalber Tausende Sandsäcke gefüllt. Der Zugverkehr war vielerorts unterbrochen.

Zahlreiche Personen wurden durch herabfallende Äste oder Bäume verletzt. Tausende Häuser waren zeitweise ohne Strom. Laut "Guardian" hatten die Rettungskräfte im Norden von Wales so viel zu tun, dass sie Bürger dazu aufforderten, nur anzurufen, wenn diese glaubten, ihr Leben sei in Gefahr.

Fotostrecke

Starkregen: Land unter in England
Ein Autofahrer starb, als er in seinem Wagen vom Wasser eingeschlossen wurde. Helfer konnten den Mann zwar befreien, er starb aber auf dem Weg in ein Krankenhaus in Bristol. Sein Fahrzeug war laut "Guardian" weggeschwemmt worden, als er versuchte, eine Furt zu durchfahren. Das Auto wurde unter Wasser gezogen und unter einer Brücke eingeklemmt.

Die Behörden suchen zudem nach einem zweiten Mann, der womöglich ertrunken ist. Der 91-Jährige soll in der Themse bei Sonning schwimmen gegangen sein. Er hatte sein Auto neben dem Fluss geparkt. In Exeter mussten Dutzende Senioren ihre Residenz verlassen, weil es in der Nähe des Gebäudes zu einem Erdrutsch gekommen war. Verletzt wurde niemand. Auch anderswo kam das durch den Regen aufgeweichte Erdreich ins Rutschen.

Meteorologen erwarten erst für die kommende Woche eine Besserung der Situation. Am Montag und Dienstag werde sich die Situation allmählich entspannen, teilte eine Behördensprecherin mit. Dann soll es deutlich kälter - aber auch trockener - werden.

ulz/dpa

Empfehlen

MEHR AUF SPIEGEL ONLINE

Verwandte Themen

Artikel

News verfolgen

Lassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Panorama
Twitter RSS
alles zum Thema Wetter
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2014 Alle Rechte vorbehalten