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11.12.2012
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Tote Krankenschwester

Sender sagt Familie 400.000 Euro zu

REUTERS

Die Bestürzung nach dem Tod einer Londoner Krankenschwester ist groß: Eine australische Radiowelle will den Hinterbliebenen alle Werbeeinnahmen bis Jahresende spenden. Der Sender hatte die Frau mit einem Telefonscherz hereingelegt - um Informationen über die schwangere Herzogin Catherine zu bekommen.

London - Nach dem Tod einer Londoner Krankenschwester wächst die Anteilnahme am Schicksal der Frau. Noch in dieser Woche soll es einen Gedenkgottesdienst für die zweifache Mutter geben. Das King Edward VII. Hospital, in dem die 46-Jährige arbeitete, hat einen Hilfsfonds für die Familie eingerichtet und selbst die erste Spende abgegeben.

Die aus Indien stammende Krankenschwester hatte in der vergangenen Woche den Scherzanruf eines australischen Radiosenders bei der Klinik durchgestellt, in der die schwangere Herzogin Catherine lag. Die Moderatoren gaben sich als Queen Elizabeth II. und Prinz Charles aus. Sie bekamen dadurch tatsächlich Auskunft über den Zustand der Frau von Prinz William.

Nun sagte auch der Sender finanzielle Unterstützung zu. Er will den Hinterbliebenen der Krankenschwester mindestens 500.000 australische Dollar (umgerechnet etwa 404.000 Euro) zur Verfügung stellen.

Alle Werbeeinnahmen von 2DayFM bis Ende des Jahres würden an die Familie der Frau gehen, teilte der Sender am Dienstag mit. "Wir hoffen, dass wir mit unserem Beitrag zu einem Gedenkfonds dabei helfen können, die Familie in einer schwierigen Zeit mit der Unterstützung zu versorgen, die sie braucht", sagte Rhys Holleran, Chef des Medienkonzerns Southern Cross Austereo, dem 2DayFM gehört. "Es tut uns sehr leid, was passiert ist."

Am Dienstag sollte die Leiche der 46-Jährigen obduziert werden, teilte die Polizei mit. Im Laufe der Woche werde vermutlich eine Untersuchungskommission zusammenkommen. Der britische Premierminister David Cameron bezeichnete den Tod der Frau als Suizid. Es sei eine "absolute Tragödie". Die Behörden haben sich bislang nicht zur genauen Todesursache geäußert.

Am Montag hatten die beiden australischen Radiomoderatoren erstmals ein Interview zu dem Telefonscherz gegeben - und über den "schlimmsten Anruf ihres Lebens" gesprochen.

wit/AFP/dpa

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