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30.12.2012
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A52

Schon wieder Tote bei Unfall mit Geisterfahrer

dapd

Schwerer Unfall mit zwei Toten auf der A52: Ein Geisterfahrer hatte die Kollision verursacht

Auf der A52 im nördlichen Ruhrgebiet ist erneut ein Falschfahrer mit einem Wagen zusammengestoßen. Zwei Insassen starben, ein weiterer Mitfahrer sowie der Geisterfahrer selbst wurden schwer verletzt. Es ist der fünfte schwere Falschfahrer-Unfall in Deutschland innerhalb von drei Monaten.

Münster - Erneut hat eine Geisterfahrt in Deutschland Menschenleben gekostet. Am späten Sonntagnachmittag hat ein Falschfahrer auf der A52 im nördlichen Ruhrgebiet gegen 17.30 einen Unfall verursacht, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen. Sie waren in der Nähe von Dorsten in Richtung Ruhrgebiet unterwegs, als ihr Auto mit dem des Falschfahrers zusammenstieß. Das teilte die Polizei in Münster mit.

In dem Auto der Opfer wurde ein dritter Mitfahrer schwer verletzt. Auch der Geisterfahrer selbst wurde schwer verletzt. Warum er in die verkehrte Richtung fuhr, stand zunächst nicht fest. Die Autobahn war am Abend in beide Richtungen gesperrt.

In den vergangenen Monaten hatten sich Unfälle durch Geisterfahrer auf deutschen Straßen gehäuft, erst im November ereignete sich ein Zusammenstoß mit sechs Toten auf der A5, den ein Falschfahrer verursacht hatte. Auch auf der A2 starb im November ein Geisterfahrer. Im Oktober hatten sich zwei weitere tödliche, durch Geisterfahrer verursachte Unfälle ereignet.

Derzeit werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert, um falsches Auffahren auf Autobahnen zu verhindern. Die Polizei forderte zum Beispiel, Krallen einzusetzen, die den Falschfahrer durch kaputte Reifen an der Weiterfahrt hindern. Elektronische Warntafeln und Lichter, die bei falscher Einfahrt blinken, werden ebenfalls diskutiert.

Auch technische Möglichkeiten im Fahrzeug selbst könnte es künftig geben: Technologien, wie die Erkennung von "Einfahrt verboten"-Schildern, die den Fahrer akkustisch und optisch warnen, sind noch in der Entwicklung. Auch Radarsender in den Autos könnten zukünftig zur Erkennung von Falschfahrern eingesetzt werden.

Laut einer Auswertung des ADAC ist die Gefahr, zum Falschfahrer zu werden, auf kurzen Autobahnen und Verbindungsstrecken am größten, außerdem werden in großen Städten und am Wochenende sehr viele Falschfahrten registriert.

mia/dpa/dapd

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Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 64 Beiträge
1. Denen ist nicht zu helfen
braamsery 30.12.2012
Die, die sich umbringen wollen drehen zur Not auf der Bahn selbst, denen sind solche "Lösungen" also egal. Die anderen sind nur zu dumm zum Autofahren. Wer nicht merkt, dass er in falscher Richtung auf die Autobahn [...]
Die, die sich umbringen wollen drehen zur Not auf der Bahn selbst, denen sind solche "Lösungen" also egal. Die anderen sind nur zu dumm zum Autofahren. Wer nicht merkt, dass er in falscher Richtung auf die Autobahn fährt, ist einfach dumm. Man fährt vom Beschleunigungsstreifen immer links auf die Autobahn, wer nicht merkt, dass er rechts raufgefahren und damit falsch gefahren ist, sollte nie wieder fahren dürfen.
2. Konsequenzen
sir.viver 30.12.2012
Es muessen endlich Konsequenzen folgen, Gesetzesverschaerfungen muessen endlich folgen. Die Zunahme dieser Taten ist nicht laenger hinnehmbar
Zitat von sysopdapdAuf der A52 im nördlichen Ruhrgebiet ist ein Falschfahrer mit einem Wagen zusammengestoßen. Zwei Insassen starben, ein weiterer Mitfahrer sowie der Geisterfahrer selbst wurden schwer verletzt. Es ist der fünfte schwere Unfall durch Falschfahren innerhalb von drei Monaten. http://www.spiegel.de/panorama/geisterfahrer-auf-a52-zwei-tote-nach-schwerem-unfall-a-875188.html
Es muessen endlich Konsequenzen folgen, Gesetzesverschaerfungen muessen endlich folgen. Die Zunahme dieser Taten ist nicht laenger hinnehmbar
3.
Indigo76 30.12.2012
Dem kann ich mich nur anschließen. Wir haben in Deutschland ja wirklich zuviele Schilder und 95% von denen kann man getrost übersehen, ohne dass etwas passiert. Aber wer einen roten Kreis mit weißem Strich übersieht (Bei [...]
Zitat von braamseryDie, die sich umbringen wollen drehen zur Not auf der Bahn selbst, denen sind solche "Lösungen" also egal. Die anderen sind nur zu dumm zum Autofahren. Wer nicht merkt, dass er in falscher Richtung auf die Autobahn fährt, ist einfach dumm. Man fährt vom Beschleunigungsstreifen immer links auf die Autobahn, wer nicht merkt, dass er rechts raufgefahren und damit falsch gefahren ist, sollte nie wieder fahren dürfen.
Dem kann ich mich nur anschließen. Wir haben in Deutschland ja wirklich zuviele Schilder und 95% von denen kann man getrost übersehen, ohne dass etwas passiert. Aber wer einen roten Kreis mit weißem Strich übersieht (Bei Autobahnausfahrten in Falscher Richtung und bei Raststätteneinfahrten 80-100 cm !), ist absolut blind und gehört nicht hinters Steuer eines Fahrzeugs. Es gibt kein leichteres Autofahrleitsystem auf der Welt wie deutsche Autobahnen. Man KANN das gar nicht falsch verstehen außer man ist zu dumm, zu blind oder lebensmüde.
4. ADAC als Chronist...
kpschmid 30.12.2012
wiederum sehr hilfreich! Was tut der Club dagegen? Statistik führen: "Am Wochenende ist das Aufkommen an Falschfahrern am höchsten." Ich vermisse Aktivitäten, des weltweit größten Automobilclubs... Ist [...]
wiederum sehr hilfreich! Was tut der Club dagegen? Statistik führen: "Am Wochenende ist das Aufkommen an Falschfahrern am höchsten." Ich vermisse Aktivitäten, des weltweit größten Automobilclubs... Ist "Falschfahren" ein deutsches Phänomen? Wenn ja warum? Aber der Club ist - neben der Versorgung seines Wasserkopfes - damit beschäftigt, der Privatwirtschaft mit neuen Ideen Konkurrenz zu machen. Siehe Postbus & ADAC: Noch mehr Verkehr auf die Straße mit Hilfe des ADAC, der sich dabei zusätzlich die Taschen füllt!
5.
Indigo76 30.12.2012
War das Ironie? Wie wollen Sie mit härteren Strafen denn solche Vorkommnisse verhindern? Ein Selbstmörder hat keine Angst vor dem Gefängnis und auch Geldstrafen dürften ihm egal sein. Und wer zu blöd zum Autofahren ist, [...]
Zitat von sir.viverEs muessen endlich Konsequenzen folgen, Gesetzesverschaerfungen muessen endlich folgen. Die Zunahme dieser Taten ist nicht laenger hinnehmbar
War das Ironie? Wie wollen Sie mit härteren Strafen denn solche Vorkommnisse verhindern? Ein Selbstmörder hat keine Angst vor dem Gefängnis und auch Geldstrafen dürften ihm egal sein. Und wer zu blöd zum Autofahren ist, macht sich auch keine Gedanken im Konsequenzen

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