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01.01.2013
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Elfenbeinküste

Dutzende tote Kinder bei Neujahrsfeier

AFP

An der Elfenbeinküste sind am Neujahrsmorgen mindestens 60 Jugendliche bei einer Massenpanik gestorben. Die Feuerwehr der Großstadt Abidjan spricht von mehr als 200 Verletzten. Die Hintergründe des Unglücks sind noch unklar.

Abidjan - Mindestens 60 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 15 Jahren sind bei einer Neujahrsfeier an der Elfenbeinküste gestorben. Die Getöteten seien gegen ein Uhr morgens in einem Gedrängel ums Leben gekommen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur "Agence Ivoirienne de Presse" (AIP).

Die Jugendlichen hatten nach Angaben der Nachrichtenagentur vor dem Unglück an einem Neujahrsfeuerwerk in der Wirtschaftsmetropole Abidjan teilgenommen. Die genaue Zahl der Unglücksopfer stand zunächst nicht fest. Ein Mitarbeiter der Feuerwehr sprach, abweichend von der offiziellen Mitteilung, von 61 Toten und 48 Verletzten. Die Opfer stammten größtenteils aus umliegenden Gemeinden, berichtet die Agentur.

Ordnungskräfte und die Feuerwehr hätten die Jugendlichen nicht mehr retten können, als sie einige Stunden nach dem Gedränge eingriffen, berichtet AIP. Der Gouverneur des Distrikts Abidjan habe sich an den Unglücksort begeben und die Evakuierung der Verletzten und Aufbahrung der Toten angeordnet.

Die Eltern der Opfer seien völlig verzweifelt, schreibt AIP. "Ich bin gekommen, um die Leichen zu sehen, aber ich kann meinen Sohn nicht finden, ich weiß nicht, was ich machen soll", sagte eine Angehörge auf der Suche nach ihrem neunjährigen Sohn schluchzend zu der ivorischen Nachrichtenagentur. In der zuständigen Polizeistation und in der Umgebung des Fußballstadions Houphouët-Boigny seien ratlose Eltern auf der Suche nach Informationen zu sehen.

dba/AFP

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