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03.01.2013
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Nach Amoklauf

Grundschüler aus Newtown wieder im Unterricht

REUTERS

Auf dem Weg zum Unterricht: Schulbus mit Kindern aus Newtown auf dem Weg nach Monroe

Ihre neue Schule liegt jetzt in einem Nachbarort: Die Kinder der Sandy-Hook-Grundschule von Newtown sind knapp drei Wochen nach dem Massaker in den Unterricht zurückgekehrt. Das Gebäude wurde von der Polizei bewacht.

Newtown - Die überlebenden Kinder und Lehrer des Massakers von Newtown haben in einer neuen Schule wieder mit dem Unterricht begonnen. Bis auf weiteres lernen die rund 500 Schüler der Sandy-Hook-Grundschule in einem Gebäude im knapp 15 Kilometer entfernten Städtchen Monroe. Alle würden ihr Bestes tun, damit die Kinder sich wohlfühlen, sagte die Vorsitzende des Schulbezirks, Janet Robinson. "Wir werden zu unserem normalen Stundenplan zurückkehren. Es wird ein normaler Tag."

Die von zahlreichen Polizisten gesicherte Übergangsschule ist eigens neu gestrichen und mit neuen Möbeln ausgestattet worden. Außerdem wurden Rucksäcke und persönliche Gegenstände der Kinder aus der Sandy-Hook-Schule herübergeholt. Als neue Direktorin ist die Vorgängerin der bei dem Massaker erschossenen Schulleiterin aus dem Ruhestand zurückgekehrt.

Die Wände des neuen Schulgebäudes waren mit Schneeflocken aus Papier geschmückt, die zahlreiche Schulen "aus aller Welt" geschickt hatten, wie die zuständige Schulbehörde mitteilte. Willkommensschilder und grüne Schleifen sowie grüne und weiße Luftballons in den Farben der Sandy-Hook-Schule flankierten den Schulweg der Kinder. Plakate in den Vorgärten der umliegenden Häuser begrüßten die neuen Schüler.

Am 14. Dezember hatte ein 20-Jähriger in der Sandy-Hook-Grundschule von Newtown 20 Kinder sowie sechs Erwachsene erschossen. Dann tötete er sich selbst. Zuvor hatte er zu Hause seine Mutter umgebracht.

hut/dpa/AFP

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Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 3 Beiträge
1. neue Farbe und ein neues Gebäude sind keine Dauerlösung
Demokrator2007 03.01.2013
Da braucht es ein grundsätzliches Umdenken der Amis. Mehr Waffen bedeuten mehr Gewalt vor allem unter dem Aspekt von Armut und Arbeitslosigkeit. Ciao DerDemokrator P.S. Das zeigt bereits jeder Hollywoodfilm von der [...]
Da braucht es ein grundsätzliches Umdenken der Amis. Mehr Waffen bedeuten mehr Gewalt vor allem unter dem Aspekt von Armut und Arbeitslosigkeit. Ciao DerDemokrator P.S. Das zeigt bereits jeder Hollywoodfilm von der Realität mal ganz abgesehen. Trotzdem spielt Hollywoodschrott wie "End of Watch" in dem Polizeialltag ohne Selbstkritk gezeigt wird in der Eröffnungswoche seine 7 Mio. Dollar Produktionskosten wieder ein.
2. Wie fühlen sich die Schüler jetzt?
Promethium 04.01.2013
Wie fühlen sich die Schüler jetzt mit bewaffneten Polizisten vor der Tür? Fühlen die sich beschützt oder bedroht? Wie ist es an anderen Schulen die nicht bewacht werden? Fühlen sich die Kinder dort nun bedroht? Das [...]
Wie fühlen sich die Schüler jetzt mit bewaffneten Polizisten vor der Tür? Fühlen die sich beschützt oder bedroht? Wie ist es an anderen Schulen die nicht bewacht werden? Fühlen sich die Kinder dort nun bedroht? Das wären ist die zentrale Fragen!
3. Klischees und Wirklichkeit
Promethium 04.01.2013
Eben nicht! Im Verlauf der Finanzkrise (2007-Heute) ist die Mordrate in den USA um ca. ein Viertel gesunken. Seit 1986 werden die Waffengesetze in immer mehr US-Bundesstaaten liberalisiert und die Mordrate ist seit dem um 46% [...]
Zitat von Demokrator2007Da braucht es ein grundsätzliches Umdenken der Amis. Mehr Waffen bedeuten mehr Gewalt vor allem unter dem Aspekt von Armut und Arbeitslosigkeit. Ciao DerDemokrator P.S. Das zeigt bereits jeder Hollywoodfilm von der Realität mal ganz abgesehen. Trotzdem spielt Hollywoodschrott wie "End of Watch" in dem Polizeialltag ohne Selbstkritk gezeigt wird in der Eröffnungswoche seine 7 Mio. Dollar Produktionskosten wieder ein.
Eben nicht! Im Verlauf der Finanzkrise (2007-Heute) ist die Mordrate in den USA um ca. ein Viertel gesunken. Seit 1986 werden die Waffengesetze in immer mehr US-Bundesstaaten liberalisiert und die Mordrate ist seit dem um 46% gesunken. Hier eine Meldung von 2009 Börsengang der Freedom Group: Waffen für die Wall Street - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/boersengang-der-freedom-group-waffen-fuer-die-wall-street-a-656902.html) Aber allein seit dem Wahlsieg Obamas (2008) ist die Mordrate in den USA um 22% gesunken!!! Es passiert also das genaue Gegenteil dessen, was hier immer wieder erzählt wird. Mordrate: List of countries by intentional homicide rate - Wikipedia, the free encyclopedia (http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_intentional_homicide_rate) Für den langjährigen Vergleich: List of countries by intentional homicide rate by decade - Wikipedia, the free encyclopedia (http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_intentional_homicide_rate_by_decade)
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