10.01.2013
Glücksspiel
Lotto soll deutlich teurer werden
Lottoschein: Das klassische 6 aus 49 soll ab Mai bundesweit teurer werden
Leipzig - Lotto soll teurer werden. Geplant ist, dass ein Spielfeld in der klassischen Lotterie 6 aus 49 ab Mai einen Euro statt wie bisher 75 Cent kostet. Gleichzeitig solle eine weitere Gewinnklasse eingeführt werden, sagte der sächsische Lotto-Chef Siegfried Schenek. Künftig solle es schon für zwei Richtige plus Superzahl einen garantierten Gewinn von fünf Euro geben. Die Zusatzzahl werde abgeschafft. Die Änderung sei beantragt, aber noch nicht von allen Glücksspielaufsichten der 16 Bundesländer genehmigt.
Die Pläne des Lotto-Blocks sehen damit laut Schenek künftig neun statt der bisherigen acht Gewinnklassen bei der Lotterie 6 aus 49 vor. Die Skala reicht bis zum Sechser mit Superzahl, der zum Gewinn des Millionen-Jackpots nötig ist. Statt Dreiern, Vierern und Fünfern mit Zusatzzahl gibt es diese Gewinnklassen künftig wohl jeweils mit der Superzahl. "Das macht das Ganze ein bisschen übersichtlicher", sagte Thomas Schäfer, Sprecher von Saartoto. Die jetzige Zusatzzahl kann zwischen 1 und 49 liegen, die Superzahl wird dagegen nur aus den Ziffern 0 bis 9 ermittelt.
An der Gewinnwahrscheinlichkeit für den Höchstgewinn ändert sich nichts - sie bleibt bei 1:140 Millionen. Allerdings werde die Jackpotsumme in Zukunft etwas höher ausfallen. Denn statt bislang 10 Prozent des Spieleinsatzes sollen künftig 12,8 Prozent in die Ausschüttung der höchsten Gewinnklasse fließen.
Lotto teilte mit, die Preiserhöhung sei die erste seit 13 Jahren. Die Änderungen sollen vom 4. Mai an bundesweit gelten. Der Deutsche Lotto- und Totoblock hat 2012 einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Bundesweit sanken die Spieleinsätze um 3,7 Prozent auf 6,41 Milliarden Euro. Den staatlichen Lotterien macht weiterhin die illegale Konkurrenz vor allem im Internet zu schaffen.
2012 wurden bundesweit 115 Lottospieler zu Millionären. Den höchsten Gewinn erzielte ein Tipper aus Nordrhein-Westfalen, der beim Eurojackpot mehr als 27 Millionen Euro abräumte. Der im vergangenen März neu eingeführte Eurojackpot bleibt laut Schenek bislang hinter den Erwartungen zurück. Er rechne aber mit mehr Spielern in der Zukunft, auch weil sich neben den bisherigen acht Staaten neue Länder wie Kroatien oder Island beteiligen wollten.
bim/wit/dpa