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17.01.2013
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Überschwemmungen in Jakarta

Tausende fliehen vor Wassermassen

AFP

Heftige Regenfälle haben zu schweren Überschwemmungen in Jakarta geführt. Tausende Einwohner sind auf der Flucht vor den Wassermassen, mehrere Menschen starben. Besserung ist nicht in Sicht: Für die nächsten Tage sind weitere Regenfälle angekündigt.

Jakarta - Schwere Überschwemmungen haben in der indonesischen Millionenmetropole Jakarta Zehntausende Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Nach Behördenangaben kamen vier Menschen durch die Flut ums Leben. Tagelanger heftiger Regen hat ganze Stadtteile und einige Hauptverkehrsadern überschwemmt und die Stadt ins Chaos gestürzt.

Nachdem in der Nacht zum Donnerstag mehr als hundert Millimeter Regen gefallen waren, mussten Einwohner sich teilweise auf ihre Dächer retten und dort auf Hilfe warten. Der Verkehr in der Hauptstadt kam vollständig zum Erliegen, Autos blieben auf überschwemmten Straßen liegen. Der Flughafen und die meisten Regierungsbehörden blieben zwar geöffnet, die Mitarbeiter konnten aber wegen der blockierten Straßen nicht zu ihrem Arbeitsplatz kommen.

Für die nächsten Tage ist keine Besserung in Sicht. "Die nächsten zwei, drei Tage wird der asiatische Monsun eher aktiver werden, was zu weiteren Niederschlägen auf Sumatra und Java führen wird, " meinte ein Mitarbeiter der Meteorologischen Behörde. Der Bürgermeister versprach Schlauchboote, Essenspakete und Medikamente.

Während der Regenzeit treten in Indonesien die Flüsse regelmäßig über die Ufer. Die Niederschläge der letzten Tage waren aber besonders heftig. Manche Beobachter machen auch die Rodung der um Jakarta liegenden Wälder und die chaotische Struktur der Wasserwege in der Millionenmetropole für die starken Überschwemmungen verantwortlich.

cvb/dpa/AP

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