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17.01.2013
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Misslungenes Queen-Porträt

Zum Abwinken

Eben noch traf es Herzogin Catherine, nun ist die Queen dran: In Liverpool wurde ein Porträt der Königin präsentiert, das ihr wenig schmeicheln dürfte. Über 60 Jahre lang war es unter Verschluss gehalten worden. Der Künstler wusste, warum.

Liverpool - Paul Emsley beteuerte, sein Bestes gegeben zu haben, kleinlaut war er da schon, der Porträtist von Herzogin Catherine. Aus einem großen Auftrag war für Emsley vor kurzem ein noch größeres Desaster geworden, sein Bild wurde nach allen Regeln der Kunst von Kritikern und Laien zerrissen.

Doch vielleicht ist es für Emsley tröstlich, dass er nicht der einzige ist, der an den Royals scheiterte. Das beweist ein altes Gemälde, das nun wieder der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Es geht um ein Porträt der Queen, das dem Künstler so misslang, dass es jahrzehntelang unter Verschluss gehalten wurde.

John Napper hieß der Maler, er starb im Jahr 2001. Ihm war aufgetragen worden, Queen Elizabeth II. zu porträtieren. Das war 1952, ein Jahr später folgte ihre offizielle Krönung.

Nappers Porträt war für das Rathaus von Liverpool bestimmt - doch die Stadtoberen lehnten es ab: Der Hals! Viel zu lang! Überhaupt schienen Bild und Original nicht so recht zu harmonieren. Also ab ins Gewölbe damit. Napper musste noch mal zum Pinsel greifen, der Hals gelang diesmal kürzer, das Bild hängt bis heute im Rathaus.

Doch nun wird die erste Version wieder präsentiert: Es jährt sich die offizielle Krönung der Queen, da will man offenbar alles zeigen, was die Gewölbe hergeben. Es wird in der St. George's Hall gezeigt, einem imposanten Gebäude im Zentrum Liverpools.

Napper übrigens soll zu seinem Bild gesagt haben: "Ein schönes Gemälde einer Königin - aber nicht dieser Königin."

bim

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