18.01.2013
Eiseskälte
Deutschland bibbert sich ins Wochenende
Offenbach - Tagsüber kalt, nachts klirrend kalt - der Winter hat sich in Deutschland eingenistet. Es herrscht Dauerfrost, die Schneedecke bleibt liegen. Etwas milder wird es am Wochenende nur im Südwesten. Der Überblick:
- Am Ober- und Hochrhein lässt wärmere Luft die Temperaturen tagsüber auf null Grad steigen. Der Deutsche Wetterdienst warnt Autofahrer, dass Niederschlag als gefrierender Regen oder Schneeregen fallen kann.
- In den übrigen Regionen herrscht auch tagsüber Frost bis minus sieben Grad, in den Nächten wird es noch kälter. Bei klarem Himmel werden zweistellige Minuswerte erreicht werden.
- In den Mittelgebirgen kann die gefühlte Temperatur auch am Tag auf bis zu minus 15 Grad sinken, weil dort der Wind stärker weht.
- Das Winterwetter soll sich bis weit in die nächste Woche halten. Mitte kommender Woche erwarten Meteorologen nachts mancherorts Temperaturen von bis zu minus 20 Grad.
Rettungskräfte warnen davor, zugefrorene Gewässer zu betreten. Die Eisflächen verlockten derzeit viele Menschen zum Schlittschuhlaufen, hieß es von der Deutsche Rettungsflugwacht. Es bestehe jedoch Einbruchgefahr. Auf das Eis solle man sich erst wagen, wenn die Behörden dies erlaubten.
Behörden in Großbritannien raten von Reisen ab
Schnee und Kälte sorgten in Europa für Verkehrschaos. In München wurden 70 Flüge gestrichen. In Teilen Großbritanniens brachte heftiger Schneefall den Verkehr auf Flughäfen, Bahnlinien und sogar bei der Londoner U-Bahn teilweise zum Erliegen. Am Flughafen London-Heathrow, in Cardiff, Bristol und Southampton fielen Dutzende Flüge aus. Wegen der Schneefälle konnten viele Schulkinder nicht zum Unterricht - Tausende Schulen wurden geschlossen.
Allein in Wales, wo die Meteorologen die schwersten Schneefälle erwarteten, wurden 1100 Schulen geschlossen. Wetterwarnungen gab es zudem für Schottland und Nordirland. Teile wichtiger Autobahnen durch das Land wurden zwischenzeitlich gesperrt.
Die Wetterbehörde gab für einige Regionen eine sogenannte rote Warnung heraus, was selten vorkommt. Damit empfiehlt sie, nur in wichtigen Fällen Reisen zu unternehmen, da bis zu 30 Zentimeter Schnee und zudem Schneestürme zu erwarten sind. Krankenhäuser bereiteten sich auf Sonderschichten vor, weil mehr Unfälle passieren könnten, hieß es vom Nationalen Gesundheitsdienst NHS.
ulz/dpa/dapd

