27.01.2013
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Australien

Tausende Menschen fliehen vor Überschwemmung

DPA

Die Notrufzentralen werden kaum noch mit den Anrufen hilfesuchender Bürger fertig, Menschen bringen sich auf Dächern in Sicherheit, lokale Einsatzkräfte sind bereits auf die Hilfe vom Militär angewiesen: Im Osten Australiens haben Überschwemmungen Tausende Menschen aus ihren Häusern vertrieben.

Sydney - Nach tagelangem Sturm und Regen stehen weite Gebiete an der australischen Ostküste unter Wasser. Tausende Australier mussten ihre Häuser verlassen. Der Regierungschef des Bundesstaates Queensland rief die Armee am Sonntag zur Hilfe, weil lokale Rettungskräfte allein nicht mehr mit der verzweifelten Lage zurecht kamen.

Die Notrufzentralen wurden kaum noch mit den Anrufen hilfesuchender Bürger fertig. "Wir kommen jetzt wirklich in eine Situation, wo wir große Auswirkungen haben", sagte der Ministerpräsident von Queensland, Campbell Newman. "Wir werden viel Unterstützung brauchen, vor allem bei den Aufräumarbeiten."

In Bundaberg, 370 Kilometer nördlich von Brisbane, waren die Fluten auf einer Länge von etwa einem Kilometer über die Ufer des Flusses Burnett getreten und hatten zahlreiche Gebäude überschwemmt. Newman sagte, er gehe davon aus, dass in Bundaberg mehr als 400 Häuser und Firmen überflutet werden, wenn der Fluss seinen Höchststand von geschätzten achteinhalb Metern erreicht.

In Gympie südlich von Bundaberg mussten mehrere Familien Zuflucht auf den Dächern ihrer Häuser suchen. Es war zu gefährlich, Boote zu schicken. "Wegen der starken Winde konnten wir auch keine Hubschrauber einsetzen", sagte Gympies Bürgermeister Ron Dyne der australischen Nachrichtenagentur AAP. An übervollen Stauseen lief das Wasser über Entlastungswehre, was neue Überschwemmungen am Unterlauf der Flüsse befürchten ließ. Auch in Brisbane standen Häuser unter Wasser.

Vor zwei Jahren wurden in Australien mehr als 20.000 Häuser überschwemmt. Die australische Regierung sprach von der schlimmsten Naturkatastrophe, die das Land jemals getroffen habe.

kha/dpa

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Wichtigste Eckdaten

Eigenname: Australien

Offizieller Eigenname: Commonwealth of Australia

Staatsoberhaupt:
Königin Elizabeth II., vertreten durch Generalgouverneur Peter Cosgrove (seit März 2014)

Regierungschef: Malcolm Turnbull (seit September 2015)

Außenministerin: Julie Bishop (seit September 2013)

Staatsform: Parlamentarische Monarchie

Mitgliedschaften: G20, OECD, Uno

Hauptstadt: Canberra

Amtssprache: Englisch

Religionen: mehrheitlich Christen (etwa 25% Katholiken, etwa 17% Anglikaner)

Fläche: 7.692.024 km²

Bevölkerung: 23,491 Mio. Einwohner

Bevölkerungsdichte: 3,1 Einwohner/km²

Bevölkerungswachstum: 1,0%

Fruchtbarkeitsrate: 1,9 Geburten/Frau

Nationalfeiertag: 26. Januar

Zeitzone: MEZ +7 bis +10 Stunden

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Wirtschaft

Währung: 1 Australischer Dollar ($A) = 100 Cents

Bruttosozialprodukt: 1519,375 Mrd. US$

Wachstumsrate des BIP: 2,5%

Anteile am BIP: Landwirtschaft 3%, Industrie 27%, Dienstleistungen 70%

Inflationsrate: 2,5% (2015)

Arbeitslosenquote: 4,6% (2015)

Steueraufkommen (am BIP): 21,4%

Handelsbilanzsaldo: -8,806 Mrd. US$

Export: 294,751 Mrd. US$

Import: 303,557 Mrd. US$

Landwirtschaftliche Produkte: Weizen, Früchte, Zuckerrohr, Baumwolle, Schafswolle, Wein, Hühner-, Schafs- und Rinderzucht

Rohstoffe: Kohle, Eisenerz, Gold, Silber, Magnesit, Bauxit, Zink, Kupfer, Titan, Nickel, Zinn, Blei, Zirkonium, Diamanten, Erdöl, Erdgas

Gesundheit, Soziales, Bildung

Öffentliche Gesundheitsausgaben (am BIP): 9,4%

Öffentliche Ausgaben für Bildung und Erziehung (am BIP): 4,9%

Medizinische Versorgung: Ärzte: 3,3/1000 Einwohner

Säuglingssterblichkeit: 3/1000 Geburten

Müttersterblichkeit: 6/100.000 Geburten

Lebenserwartung: Männer 80 Jahre, Frauen 84 Jahre

Schulpflicht: 6-16 Jahre (in den meisten Bundesstaaten)

Energie, Umwelt, Tourismus

Energieproduktion: 296,7 Mio. Tonnen Öleinheiten (ÖE)

Energieverbrauch: 122,9 Mio. t ÖE

Geschützte Gebiete: 12,8% der Landesfläche

CO2-Emission: 368,170 Mio. t

Energieverbrauch/Kopf: 5500 kg ÖE

Verwendung des Süßwassers: Landwirtschaft 74%, Industrie 11%, Haushalte 16%

Zugang zu sauberem Trinkwasser: 100% der städtischen und ländlichen Bevölkerung

Tourismus: 6,382 Mio. Besucher

Einnahmen aus Tourismus: 33,376 Mrd. US$

Militär

Allgemeine Wehrpflicht: nein

Streitkräfte: 56.750 Mann (Heer 29.000, Marine 13.550, Luftwaffe 14.200)

Militärausgaben (am BIP): 1,8%

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