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10.02.2013
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Schneesturm "Nemo"

"Wir haben Glück gehabt"

AFP

Passanten in Boston: Fast 90 Zentimeter Neuschnee

Mehrere Tote, Hunderttausende Haushalte ohne Strom, zahlreiche Flugausfälle - Amerikas Ostküste liegt nach dem Durchzug von Blizzard "Nemo" unter einer dicken Schneedecke. Und doch herrscht Erleichterung: Die schlimmsten Vorhersagen der Wetterexperten sind nicht eingetroffen.

Washington - Der Wintersturm "Nemo" hat im Osten der USA eine dicke Schneedecke über die gesamte Region zwischen Maine und New Jersey gelegt. Ganz so schlimm, wie Wetterexperten es befürchtet hatten, kam es jedoch nicht. Metropolen wie Boston und New York kamen glimpflich davon. Schlimmer traf es ländliche Gebiete besonders in Massachusetts und Connecticut, wo Hunderttausende Menschen zeitweise ohne Strom und Heizung waren. Einige Küstenregionen in Massachusetts mussten wegen Überschwemmungen evakuiert werden. Mehrere Menschen kamen ums Leben.

Im Bundesstaat New York wurde ein 74-jähriger Fußgänger von einer Autofahrerin tödlich überrollt, die in dem Blizzard die Kontrolle über ihren Wagen verlor. In Auburn im Bundesstaat New Hampshire rammte ein Autofahrer einen Baum und starb. In Boston im Bundesstaat Massachusetts starb zudem ein Elfjähriger an einer Kohlenmonoxidvergiftung in einem Auto, in dem sein Vater und er sich aufwärmen wollten. Weitere vier Menschen kamen in Connecticut ums Leben. Glimpflich ging eine Massenkarambolage von 19 Autos im Bundesstaat Maine aus. Hier gab es lediglich einige Leichtverletzte.

Meteorologen hatten im Vorfeld gewarnt, der Sturm könne möglicherweise historische Ausmaße annehmen und das öffentliche Leben über Tage lahmlegen. Doch schon am Samstag zeigte sich vielerorts wieder die Sonne, nachdem "Nemo" auf den Atlantik hinausgezogen war. Flughäfen nahmen den Betrieb wieder auf, Räumtrupps nahmen Straßen und Autobahnen in Angriff. "Wir haben Glück gehabt", sagte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. Sein Kollege aus Boston, Thomas Menino, sah das ähnlich: "Ich bin froh, berichten zu können, dass die Stadt den Sturm bislang gut überstanden hat."

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Blizzard über USA: Crash der Luftmassen
Der Wintersturm "Nemo" war in der Nacht zum Samstag mit heftigen Schneefällen und starken Windböen über den Nordosten der USA hinweggerollt und hatte das öffentliche Leben zeitweise stillgelegt. Mehr als 650.000 Haushalte und Betriebe waren ohne Strom - und viele bei eisigen Temperaturen auch ohne Heizung. Mehr als 5000 Flüge und alle Zug- und Busverbindungen mussten gestrichen werden. Auf Autobahnen und Straßen ging nichts mehr, die Sicht war wegen des wirbelnden Schnees auf wenige Meter reduziert. Innenstädte von Metropolen wie New York und Boston wirkten zeitweise wie verwaist. Der Schnee türmte sich in einigen Gegenden bis auf fast 90 Zentimeter.

Langsam schalten Behörden und Betriebe nun wieder auf Normalbetrieb. Am Morgen seien die ersten Flieger auf den New Yorker Flughäfen John F. Kennedy und LaGuardia gelandet, teilten die zuständigen Flughafenbehörden der Bundesstaaten New York und New Jersey mit. Der Bahnbetreiber Amtrak gab bekannt, dass der Zugverkehr zwischen New York und der Hauptstadt Washington wieder aufgenommen wurde. Die Strecke zwischen New York und Boston bleibe jedoch noch bis Sonntag gesperrt.

In den Bundesstaaten Connecticut und Massachusetts hoben die Behörden ein Fahrverbot für Privatautos auf. Der Gouverneur von Connecticut, Dannel Malloy, appellierte an die Bewohner, trotzdem zu Hause zu bleiben. Die Räumfahrzeuge müssten Gelegenheit bekommen, die Straßen frei zu machen.

suc/dpa/AFP

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insgesamt 6 Beiträge
1. Das...
Anaïs_Madelairpié 10.02.2013
...ist für die hiesige Sensationspresse eine herbe Enttäuschung. Alles hoffen der Branche auf "noch nie da gewesene" Hurricane(s), Tornados , Überschwemmungen, Blizzards etc. etc. in letzter Zeit = vergeudete [...]
Zitat von sysopAFP/ NOAAMehrere Tote, Hunderttausende Haushalte ohne Strom, zahlreiche Flugausfälle - Amerikas Ostküste liegt nach dem Durchzug von Blizzard "Nemo" unter einer dicken Schneedecke. Und doch herrscht Erleichterung: Die schlimmsten Vorhersagen der Wetterexperten sind nicht eingetroffen. http://www.spiegel.de/panorama/us-ostkueste-kaempft-mit-folgen-von-blizzard-nemo-a-882444.html
...ist für die hiesige Sensationspresse eine herbe Enttäuschung. Alles hoffen der Branche auf "noch nie da gewesene" Hurricane(s), Tornados , Überschwemmungen, Blizzards etc. etc. in letzter Zeit = vergeudete Zeit. Keine Horroraufmacher, nix. Und das ist gut so! Apropos Wettervorhersage! Es gibt nichts lustigeres als allmorgendlich die Prognosen der Wetternasen zu goutieren und am Abend als vergleichende Revue wieder passieren zu lassen. Was studieren die eigentlich - und wenn "etwas" , dieses" wie lange?
2. ...
MartinS. 10.02.2013
Selbstverständlich tun sie das - so wie in Deutschland jedermann Mercedes fährt und ein Windrad zur grünen Stromerzeugung im Garten hat. Schöne Sache, so Verallgemeinerungen. Das macht das Leben so herrlich einfach, wenn [...]
Selbstverständlich tun sie das - so wie in Deutschland jedermann Mercedes fährt und ein Windrad zur grünen Stromerzeugung im Garten hat. Schöne Sache, so Verallgemeinerungen. Das macht das Leben so herrlich einfach, wenn man die ganze Welt in ein paar Zeilen erklären kann und noch dazu selbstbewusst (wenn nicht gar ein wenig hochnäsig) mal den belehrenden Zeigefinger hochhalten darf. Wenn ich verfolge, wie schwer es in Deutschland fällt, das Stromnetz zu erweitern und umzubauen, will ich mir gar nicht vorstellen,mit welchem Aufwand das in einem so viel größeren und dünn besiedelten Land wie Amerika verbunden ist. Wir reiben uns an 50km Stromtrasse auf - und sie belächeln es, dass die Amerikaner es nicht auf die Reihe bekommen ihren Strom über ein Vielfaches dieser Entfernung zu erneuern?
3. Schon bemerkt
EchoRomeo 10.02.2013
die Vorhersagen der Wetterexperten und Klimaspezel liegen meist "zimelich daneben". Diese Propheten des Apokalypsen und die Presse leben von Sensationen. Sogar wenn die gar nicht stattfinden. Hauptsache es gruselt so [...]
die Vorhersagen der Wetterexperten und Klimaspezel liegen meist "zimelich daneben". Diese Propheten des Apokalypsen und die Presse leben von Sensationen. Sogar wenn die gar nicht stattfinden. Hauptsache es gruselt so schön
4.
gucky2009 10.02.2013
Ich würde sagen für die Presse Weltweite eine "herbe Enttäuschung". Katastrophenmeldungen verkaufen sich besser Und wenn die Warnung vor eine Gefahr mal ausbleibt wird genauso geschimpft. Sicherlich konnte man [...]
Zitat von Anaïs_Madelairpié...ist für die hiesige Sensationspresse eine herbe Enttäuschung. Alles hoffen der Branche auf "noch nie da gewesene" Hurricane(s), Tornados , Überschwemmungen, Blizzards etc. etc. in letzter Zeit = vergeudete Zeit. Keine Horroraufmacher, nix. Und das ist gut so! Apropos Wettervorhersage! Es gibt nichts lustigeres als allmorgendlich die Prognosen der Wetternasen zu goutieren und am Abend als vergleichende Revue wieder passieren zu lassen. Was studieren die eigentlich - und wenn "etwas" , dieses" wie lange?
Ich würde sagen für die Presse Weltweite eine "herbe Enttäuschung". Katastrophenmeldungen verkaufen sich besser Und wenn die Warnung vor eine Gefahr mal ausbleibt wird genauso geschimpft. Sicherlich konnte man intern genau die Wahrscheinlichkeit eines "Superschneesturm" abschätzen. Jedoch sorgen Wahrschinlichkeitsangaben < 90% dafür das dann viele Leute (wie Sie) sagen: "Passiert schon nix". Und wenn es doch passiert (mittlerweile hat die Wettervorhersage im 3-5 Tagerahmen eine sehr hoch Trefferquote) dann schimpft man über die Experten und fordert eine Gefängnisstrafe (siehe Prozess zu L'Aquila-Erdbeben verurteilt Wissenschaftler zu Haftstrafen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/prozess-zu-l-aquila-erdbeben-verurteilt-wissenschaftler-zu-haftstrafen-a-862762.html))
5.
gucky2009 10.02.2013
Also ich kann eher beobachten das die Wettervorhersagen schon sehr gut sind. Der Kälteeinbruch mit dem ersten Schnee im Winter 12/13 wurde fast 1 Woche im Vorraus vorgesagt. DieTemperatursprünge der letzten Wochen auch immer [...]
Zitat von EchoRomeodie Vorhersagen der Wetterexperten und Klimaspezel liegen meist "zimelich daneben". Diese Propheten des Apokalypsen und die Presse leben von Sensationen. Sogar wenn die gar nicht stattfinden. Hauptsache es gruselt so schön
Also ich kann eher beobachten das die Wettervorhersagen schon sehr gut sind. Der Kälteeinbruch mit dem ersten Schnee im Winter 12/13 wurde fast 1 Woche im Vorraus vorgesagt. DieTemperatursprünge der letzten Wochen auch immer eine Woche im Vorraus. ich würde sagen das die 3-Tage Vorhersage schon eine 90% Trefferquote hat. Natürlich ist es bei Extremwettern geringer da hier kleinigkeiten zwischen normalen Wintersturm und schlimmter Sturm seit x Jahren sein kann.

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