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München

Parade der Wadelbeißer

Krumme Beine, treuherziger Blick: In München haben sich die Besitzer von Dachshunden zur Dackelparade getroffen. Ihre Vierbeiner putzten sie für das Schaulaufen besonders heraus - einer trug sogar Hut.

DPA
Sonntag, 17.03.2019   18:22 Uhr

Hunderte Dackel sind am Sonntag mit Herrchen und Frauchen zusammen durch München spaziert. Anlass der Parade am warmen Frühlingstag: die Ausstellung "Vorsicht! Dackel" des Valentin-Karlstadt Musäums.

Viele Teilnehmer hatten sich in Schale geworfen. Einige Hunde etwa trugen eine Hals-Schleife in den Bayern-Farben weiß-blau, einer sogar ein grünes Hütchen.

So mancher Dackelbesitzer trug dazu Tracht. Schaulustige auf beiden Straßenseiten beklatschten die Teilnehmer der Parade.

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Dackelparade in München: Festumzug der Kurzbeiner

Die Ausstellung "Vorsicht! Dackel" läuft noch bis zum 21. Mai. Sie setzt sich mit der Rolle des Dackels als Münchner Kulturgut auseinander. "Mehr lang als hoch, krummbeinig, treuherzig schauend, besitzt er von sich aus die Voraussetzung für Witz und Satire", verkündet das Museum: "Als echter Wadelbeißer liefert er den pseudoscharfen Generalsekretären politischer Parteien deren Charakterzug."

Die Münchner Stadtverwaltung sieht das Dackelwesen auch unter Haushaltsaspekten: Über 60.000 Euro Hundesteuer bringen die Münchner Dackel jedes Jahr der Stadtkämmerei ein. Aktuell leben 600 dieser Hunde in der Stadt.

him/dpa

insgesamt 5 Beiträge
Meckerameise 17.03.2019
1.
"Wer kurze Beine hat und nicht mehr laufen kann, konnte bei der Dackelparade auf einen Sitzplatz im Rucksack von Herrchen hoffen." Ist das nicht ein alarmierendes Zeichen dafür, dass diese Hunde ein Machwerk von [...]
"Wer kurze Beine hat und nicht mehr laufen kann, konnte bei der Dackelparade auf einen Sitzplatz im Rucksack von Herrchen hoffen." Ist das nicht ein alarmierendes Zeichen dafür, dass diese Hunde ein Machwerk von übertriebener Züchtung sind? So ein Hund a la Hausmeister Krause mag zwar putzig aussehen, aber manche Hunderassen haben leider nur Clowncharakter. Immerhin: entsprechende Halter haben wahrscheinlich ein vergleichsweise pflegeleichtes Tier: frisst nicht so viel, macht weniger Dreck und sollte mit dem Typus Herrchen und Frauchen recht zahm sein.
freddykruger 17.03.2019
2. Postbotenschreck
Es gibt wohl nichts niederträchtigeres als einen Dackel. Die einzige Hunderasse die ich als ehemaliger Briefzusteller hassen gelernt hab und den Kötern dank Pfefferspray auch hab spüren lassen.
Es gibt wohl nichts niederträchtigeres als einen Dackel. Die einzige Hunderasse die ich als ehemaliger Briefzusteller hassen gelernt hab und den Kötern dank Pfefferspray auch hab spüren lassen.
neanderspezi 17.03.2019
3. Auch ein Dackel ist in München eine ehrbare Erscheinung
Die Dackel sind zweifellos auf diese Dackelparade in München von Frauchen, Herrchen oder auch beiden gründlich vorbereitet worden, nicht umsonst schauen sie so vertrauensvoll auf ihre menschliche Begleitung, die bei einer [...]
Die Dackel sind zweifellos auf diese Dackelparade in München von Frauchen, Herrchen oder auch beiden gründlich vorbereitet worden, nicht umsonst schauen sie so vertrauensvoll auf ihre menschliche Begleitung, die bei einer solchen Parade aus reiner Familienzugehörigkeit ebenfalls gut sichtbar in Erscheinung treten will. Bislang hat es aber noch kein Dackel geschafft, seine Begleitung an die Leine zu nehmen, um dadurch wenigstens beim Gassi gehen die Zusammengehörigkeit und gegenseitige Zuneigung eindeutig zum Ausdruck zu bringen, nur der Gesichtsausdruck von beiden nähert sich bei genauerer Betrachtung zusehends an.
NauMax 17.03.2019
4.
Dackel sind als Jagdhunde gezüchtet worden. Dank ihrer kurzen Beine sind sie ideal dazu geeignet, in Kaninchenbauten zu laufen und diese aufzuscheuchen. Im übrigen ist die Rasse dafür bekannt, beinahe so eigensinnig und [...]
Zitat von Meckerameise"Wer kurze Beine hat und nicht mehr laufen kann, konnte bei der Dackelparade auf einen Sitzplatz im Rucksack von Herrchen hoffen." Ist das nicht ein alarmierendes Zeichen dafür, dass diese Hunde ein Machwerk von übertriebener Züchtung sind? So ein Hund a la Hausmeister Krause mag zwar putzig aussehen, aber manche Hunderassen haben leider nur Clowncharakter. Immerhin: entsprechende Halter haben wahrscheinlich ein vergleichsweise pflegeleichtes Tier: frisst nicht so viel, macht weniger Dreck und sollte mit dem Typus Herrchen und Frauchen recht zahm sein.
Dackel sind als Jagdhunde gezüchtet worden. Dank ihrer kurzen Beine sind sie ideal dazu geeignet, in Kaninchenbauten zu laufen und diese aufzuscheuchen. Im übrigen ist die Rasse dafür bekannt, beinahe so eigensinnig und stur zu sein wie Katzen - wohl aber trotzdem etwas leichter zu erziehen
Daggel_57 18.03.2019
5. Vorurteilszementierung
Als langjähriger Dackelbesitzer und überzeugter „Nichtteilnehmer“ an solchen für Hunde gänzlich ungeeigneten Großveranstaltungen habe ich mich ziemlich über die Überschrift geärgert. Keiner meiner Dackel hat bisher in [...]
Als langjähriger Dackelbesitzer und überzeugter „Nichtteilnehmer“ an solchen für Hunde gänzlich ungeeigneten Großveranstaltungen habe ich mich ziemlich über die Überschrift geärgert. Keiner meiner Dackel hat bisher in Wadeln gebissen oder sonst irgendwo hin. Wenn man jemand anklagt, dann doch besser die Halter, die diese zauberhaften Hunde in kleinen Stadtwohnungen halten und nichts weiter tun, als auf dem Mittelstreifen Gassi zu gehen. Leider wird der Dackel gerade wieder Modehund, wozu er sich nun wirklich nicht eignet. Schade, dass Berichterstattungen (fast jeglicher Art) nur noch mit polarisierenden Überschriften arbeiten. Der Dackel hat das nicht verdient.!

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