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Panorama

Terrorermittlungen in Paris

Auto rammt Polizeiwagen auf Champs-Élysées

Auf den Champs-Élysées ist ein mit Sprengstoff beladenes Auto in einen Kleinbus der französischen Gendarmerie gefahren. Der Fahrer ist tot. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt.

Foto: REUTERS
Montag, 19.06.2017   16:35 Uhr

Auf den Pariser Champs-Élysées hat es offenbar erneut einen Anschlag auf die französische Polizei gegeben. Ein Autofahrer rammte mit seinem Wagen ein Polizeifahrzeug. Bei dem Zusammenstoß auf dem Boulevard seien keine Polizisten oder Passanten verletzt worden, teilte die Polizei mit. Die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen zu der mutmaßlichen Attacke auf.

Der bewaffnete Mann habe mit seinem Auto den Kleinbus der Sicherheitskräfte überholt und dann gerammt, sagte eine Polizeisprecherin. Das Auto des Mannes sei dabei in Brand geraten. Die Gendarmen hätten den Mann aus seinem Auto herausgeholt.

Der Fahrer des Autos ist tot. Der 31-Jährige sei den Sicherheitsbehörden bekannt gewesen, berichtete der Sender BFMTV. Die Nachrichtenagentur AP meldete unter Berufung auf Polizeikreise, der Mann stamme aus einer Pariser Vorstadt und habe sich radikalisiert. Offizielle Bestätigungen für diese Angaben gibt es bislang keine.

Zunächst hatte es geheißen, der Mann sei festgenommen worden. Fernsehbilder zeigen den Wagen mit offenen Türen auf der Straße. Frankreichs Innenminister Gérard Collomb sprach von einem Anschlagsversuch. Es habe sich auch Sprengstoff im Wagen des Mannes befunden. "Die Ermittlung ist im Gang", sagte Collomb.

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Pariser Champs-Élysées: Mutmaßlicher Anschlag auf Polizisten

Der Angriff habe den Sicherheitskräften gegolten, sagte Collomb. Das Maß der Bedrohung im Land sei extrem hoch. Der Minister bekräftigte seinen Plan, am Mittwoch ein Gesetz vorzulegen, mit dem der terrorbedingte Ausnahmezustand verlängert werden soll. Darüber hinaus gebe es ein neues Sicherheitsgesetz.

Die Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf Polizeikreise, das Auto des Angreifers sei detoniert und in dem Wagen seien Gasflaschen und mehrere Schusswaffen gefunden worden. Darunter hätten sich ein Schnellfeuergewehr vom Typ Kalaschnikow und mehrere Handfeuerwaffen befunden. Eine Bestätigung hierfür gibt es bisher nicht.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Der Vorfall ereignete sich nur einen Spaziergang vom französischen Präsidentenpalast und der US-amerikanischen Botschaft entfernt. Sprengstoffexperten untersuchten den Einsatzort. Per Twitter rief die Polizei dazu auf, den Bereich zu meiden. Eine U-Bahn-Station in der Gegend wurde abgeriegelt.

Frankreich wird seit zweieinhalb Jahren von zahlreichen Terroranschlägen erschüttert. Fast 240 Menschen kamen dabei insgesamt ums Leben. Im April hatte ein 39 Jahre alter Mann auf den Champs-Élysées Polizisten angegriffen und einen Beamten getötet. Anschließend wurde der Angreifer erschossen. Der Boulevard gilt als einer der symbolträchtigsten Orte der französischen Hauptstadt. Millionen Touristen schlendern jedes Jahr über die Straße. Auf einer Länge von zwei Kilometern reihen sich Luxusgeschäfte, Restaurants, Kinos, Museen und Theater.

apr/AFP/AP/dpa/Reuters

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