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01.08.2008
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Präparator

Gunther von Hagens will ertrunkene Orang-Utan-Dame plastinieren

"Hoch interessiert am Leichnam" des im Hamburger Tierpark Hagenbeck ertrunkenen Affenmädchens Leila zeigt sich der umstrittene Plastinator Gunther von Hagens. Auf seinen Ausstellungen seien gefährdete Tierarten besonders beliebt, so der Anatom.

Hannover - "Wir sind hoch interessiert am Leichnam des armen Affenmädchens. Wir würden gern einmal einen Orang Utan als Scheibenplastinat ausstellen", sagte von Hagens der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse". "Es wäre perfekt, wenn wir Leila dafür bekommen könnten", so der Leichenpräparator.

Plastinate bedrohter Tierarten seien die beliebtesten Ausstellungsstücke seiner Besucher, das entnehme er den Gästebüchern, erklärte von Hagens. So habe sich der ebenfalls in einem Zoo ertrunkene Gorilla Arti als das beliebteste Plastinat seiner Ausstellung in Manchester erwiesen. Arti war im Jahr 2000 im Zoo von Hannover in einen Wassergraben gestürzt, der sich damals vor dem Menschenaffengehege befand. Nach dem Unfall wurde der Graben umgebaut.

Unter dem Titel "Körperwelten" stellt der 63-jährige von Hagens seit 1996 plastinierte Körper von Menschen und Tieren aus. Die Ausstellungen lösten bisweilen heftige Kontroversen aus. "Mein Ziel ist es, Anatomie zu demokratisieren", sagte von Hagens SPIEGEL ONLINE im Februar.

Ein Unbekannter hatte am Mittwoch im Hamburger Tierpark Hagenbeck trotz Verbots versucht, Orang-Utans zu füttern. Er warf ein Brötchen in den Wassergraben statt in das Gehege. Bei dem Versuch, es aus dem Graben zu holen, fiel Leila ins Wasser und ertrank.

ala/ddp/dpa

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