11.07.2012
Tunesien
Dutzende Flüchtlinge verdursten im Mittelmeer
Rom - Während der Überfahrt nach Italien sind 54 afrikanische Flüchtlinge gestorben. Die meisten seien auf hoher See verdurstet, teilte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) am Dienstag unter Berufung auf die Angaben eines Überlebenden mit.
Die tunesische Küstenwache hatte den Mann aus Eritrea gerettet, der sich an die Reste eines Schlauchboots klammerte. Er sei extrem dehydriert gewesen. Nach seinen Angaben war das Boot mit 54 weiteren Menschen in Libyen aufgebrochen. Kurz vor der Küste Italiens sei es wegen starker Winde wieder aufs offene Meer hinausgetrieben. Nach einigen Tagen sei Luft aus dem Boot entwichen.
In der Furcht, zu verdursten, hätten einige Insassen Meerwasser getrunken, berichtete der Überlebende den UNHCR-Mitarbeitern - das habe ihren Körper jedoch nur noch weiter dehydriert.
Karte zu den wichtigsten Flüchtlingsrouten von Afrika nach Europa
Besonders die Flüchtlingsroute durch die Sahara nach Algerien ist ein Pfad des Elends und der Gefahr. Migranten aus Schwarzafrika lassen sich davon nicht abschrecken. Der Traum von Europa treibt sie an.
usp/Reuters