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23.11.2012
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Projekt in Brasilien

Die Outdoor-Kunst

AFP

Überlebensgroß sind die Bilder für jedermann zu sehen: Sie werden an die Wände von Häusern projiziert und sollen Kunst mitten in die Stadt bringen. Derzeit ist das Projekt "Video Guerrilha" in São Paulo zu sehen, drei Nächte lang wird dort harter Beton zur Leinwand.

São Paulo - Es sind ganz unterschiedliche Aufnahmen, die derzeit überlebensgroß an den Hauswänden in São Paulo zu sehen sind. Ein grimmig blickender Mann, dessen Gesicht durch Vollbart und Mütze fast vollkommen verdeckt ist. Eine Nahaufnahme zweier Hände, die Finger fächerartig ausgebreitet. Ein kleines Mädchen mit Zöpfen und Zahnlücke, das in die Kamera grinst.

Drei Nächte lang findet in der Augusta-Straße in São Paulo das Projekt "Video Guerrilha" statt. Ziel ist es, künstlerisch mit der Architektur und dem öffentlichem Raum zu interagieren, heißt es auf der Homepage zu der Aktion. Einerseits würden damit die Künstler unterstützt, andererseits "wird den Bewohnern und Betrachtern eine einzigartige Erfahrung geboten".

Die Straße wurde nicht zufällig ausgewählt. Wie die Macher berichten, war sie in den siebziger und achtziger Jahren Zentrum für Prostitution und Drogenhandel. Inzwischen habe sie sich allerdings mit Dutzenden Bars, Theatern und Restaurants zum künstlerischen Mittelpunkt der Stadt entwickelt.

Neben den großflächigen Projektionen veranstaltet das "Video Guerrilha"-Team auch Workshops für Museen oder Galerien, in denen Videokunst gefördert werden soll. Nach São Paulo sollen die Aufnahmen Ende Januar in Rio de Janeiro und im April in Brasília zu sehen sein.

aar

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