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07.12.2012
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Frost und Schnee

Winterwetter sorgt für Verkehrschaos

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dapd

Es schneit, es ist kalt und glatt: Der Wintereinbruch beeinträchtigt vielerorts den Verkehr, allein im Rheinland gab es durch Tief "Karin" mehr als 700 Unfälle. Am Flughafen Düsseldorf fielen mehr als hundert Starts und Landungen aus. Entwarnung gibt es für die kommenden Tage nicht.

Hamburg - Schneefälle und glatte Straßen haben in Deutschland zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt: In Bayern kam es ab Donnerstagabend zu Hunderten Unfällen. In Straubing verlor ein 19-Jähriger bei Glatteis die Kontrolle über sein Auto und fuhr gegen einen Baum. Er starb noch am Unfallort. Seine gleichaltrige Beifahrerin überlebte schwerverletzt. Im Landkreis Landshut überschlug sich eine 45-Jährige mit ihrem Wagen, auch sie erlitt schwere Verletzungen. Polizei und Streudienste waren im Dauereinsatz.

Auch im Rheinland verursachte Tief "Karin" Hunderte Unfälle: Binnen weniger Stunden fielen am Freitag bis zu elf Zentimeter Neuschnee. Die Landesleitstelle der Polizei zählte fast 730 wetterbedingte Unfälle auf den Straßen. Die Blechschäden summierten sich auf 1,5 Millionen Euro. Vor allem in Köln und Düsseldorf schneite es stark. Dies beeinträchtigte auch den Flugverkehr: Wegen des dichten Schneegestöbers fielen am dortigen Flughafen 110 Starts und Landungen aus.

Besonders Lastwagen waren vom Wintereinbruch betroffen. Wegen einer angekündigten Schneefront durften Lkw mit mehr als 7,5 Tonnen Gewicht seit dem Morgen nicht mehr nach Luxemburg, Frankreich und Belgien fahren, wie die Polizei in Luxemburg mitteilte. Die Lastwagen wurden in Luxemburg gestoppt und mussten auf dem Seitenstreifen warten.

Entwarnung gibt es für die kommenden Tage nicht. "Es wird tief winterlich", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. "Alles, was an Schnee runterkommt, bleibt bei dem Frost liegen." Besonders im Westen und Süden Deutschlands wird es demnach am Samstag heftig schneien, im Schwarzwald sind bis zu 30 Zentimeter Neuschnee möglich.

Am Sonntag könnte der Niederschlag am Niederrhein als Regen fallen und die Straßen in spiegelglatte Rutschbahnen verwandeln. Insbesondere in den Nächten wird es eisig mit Tiefstwerten bis zu minus 15 Grad im Osten und in den Alpen.

aar/dpa/dapd

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