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Panorama

Schwarzpulver in Berliner Bank

Polizei sieht Spur zum DHL-Erpresser

In Berlin ist einer Bankfiliale ein verdächtiges Päckchen gefunden worden. Die Behörden vermuten dahinter den DHL-Erpresser, der in Potsdam und Frankfurt (Oder) Paketbomben platziert hatte: "Inhalt hätte Menschen verletzen können".

DPA

Bankfiliale in Berlin-Steglitz

Freitag, 12.01.2018   20:55 Uhr

In einer Berliner Bankfiliale ist eine verdächtige Versandtasche mit Zündvorrichtung und vermutlich Schwarzpulver aus Feuerwerkskörpern aufgetaucht.

Die Brandenburger Behörden gehen von einem Zusammenhang mit dem DHL-Erpresser aus. Das teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Über eine mögliche Verbindung zu den in den vergangenen Monaten in Potsdam und Frankfurt (Oder) aufgetauchten Paketbomben hatten mehrere Medien berichtet.

Laut Polizei habe der Umschlag im DIN-A4-Format "pyrotechnisches Material" enthalten. Das sei zwar explosionsfähig, aber nicht so gefährlich und hochexplosiv wie Plastiksprengstoff oder Dynamit. Polizeisprecher Thomas Neuendorf betonte aber: "Dieser Brief und der Inhalt hätte Menschen verletzen können."

Angestellter entdeckte Drähte am Umschlag

Gegen 11.30 Uhr wurde der Umschlag von einem Post-Briefträger in der Bank in Berlin-Steglitz abgegeben. Als ein Bankangestellter ihn öffnete, sah er Drähte und alarmierte die Polizei. Das komplette Bank- und Wohngebäude sowie die direkte Umgebung an der Einkaufsstraße wurden geräumt und stundenlang abgesperrt. Mehrere Buslinien wurden umgeleitet.

Kriminaltechniker entfernten die sichtbare Zündvorrichtung. Anschließend untersuchte ein Sprengstoffroboter, gesteuert von Spezialisten der Polizei in Schutzanzügen, die Versandtasche. Das gefundene Pulver müsse noch genauer analysiert werden, sagte Neuendorf. Die Kripo untersucht nun, ob sich Fingerabdrücke oder DNA-Spuren an dem Umschlag finden lassen, um einen Absender zu identifizieren. Kurz nach 16.00 Uhr wurden die Sperrungen wieder aufgehoben.

In Potsdam war vor sechs Wochen in der Nähe des Weihnachtsmarktes eine Paketbombe in einer Apotheke abgegeben worden. In der Sendung entdeckten die Ermittler neben einem sogenannten Polenböller, Batterien und einer Metalldose voller Nägel einen mit einem QR-Code verschlüsselten Erpresserbrief. Damit sollten vom Paketdienstleister DHL mehrere Millionen Euro erpresst werden. Bislang habe man den oder die Erpresser noch nicht fassen können, hieß es am Freitag von der brandenburgischen Polizei. Die Berliner Sendung kam allerdings nicht über DHL.

cop/dpa

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