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Panorama

Rettende Eisprinzessin

Mann in Elsa-Kostüm schiebt Streifenwagen aus Schneewehe

Elsa kann nicht nur die Welt vereisen, sondern auch sehr hilfsbereit sein: In Boston rettete die Prinzessin aus "Frozen" jetzt einen Polizisten aus einer prekären Situation.

Foto: Facebook /Christopher B.Haynes
Mittwoch, 14.03.2018   17:31 Uhr

Elsa, die Prinzessin des Königreichs Arendelle, besitzt magische Kräfte - das weiß jeder, der den Disney-Animationsfilm "Frozen" gesehen hat. Die Heldin kann Eis, Schnee und Frost erzeugen, was ganz hübsch aussieht, aber leider auch gefährlich ist: Gänzlich ungewollt provoziert sie mit ihrer Fähigkeit einen ewigen Winter und leidet unter ihrer angsteinflößenden Gabe. Hätte sie sich mal ein Beispiel genommen an ihrem Lookalike.

Als die Ostküstenmetropole Boston an diesem Dienstag im Schnee versank, verendete ein Streifenwagen im Süden der Stadt in einer Schneewehe. Den Beamten zu Hilfe eilte ein als Elsa verkleideter Mann - blaues Kleid, silberfarbene Schleppe, weiße Zopfperücke, schwarze Herrenunterhose.

Ein Besucher der nahegelegenen Bar "The Gallows" dokumentierte den heroischen Akt mit seiner Handykamera und veröffentlichte den Clip auf seiner Facebook-Seite, wo er 1,8 Millionen Mal geklickt und etwa 50.000 Mal geteilt wurde.

Darauf zu sehen ist, wie sich Elsa unter dem grölenden Gelächter der Pub-Besucher eine ganze Weile abmüht, bis ihr endlich jemand zu Hilfe kommt. Letztlich schafft sie es aber doch ganz allein, den Streifenwagen anzuschieben und verabschiedet sich artig mit einem königlichen Knicks.

Der Disney-Blog twitterte: "Diese Szene in Boston ist ganz bestimmt genau das, was sich Disneys Zeichner gedacht haben, als sie in "Frozen" Elsas Schneekräfte darstellen wollten."

Die Identität der "Drag-Elsa", wie sie in den sozialen Netzwerken genannt wurde, war zunächst unbekannt. Der "Boston Globe" berichtete am Mittwoch, dass es sich bei dem ominösen Helfer um den 37-jährigen Anwalt Jason Triplett handeln soll. Der sagte der Zeitung, er habe das Kostüm im vergangenen Jahr gekauft und es am Dienstag getragen, um seine Freunde zum Lachen zu bringen.

Hat geklappt, auch wenn es dann knapp zwei Millionen Freunde wurden.

ala/dpa

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