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Niederlande

Mann harrt stundenlang mit Granate aus

In den Niederlanden hat ein Mann stundenlang bei einer Granate ausgeharrt, um eine Explosion zu verhindern. Erst Sprengstoffexperten befreiten ihn aus dieser Lage.

Freitag, 11.01.2019   13:54 Uhr

Nach dem Fund einer Granate hat ein Mann im niederländischen Venlo stundenlang einen Sprengsatz berührt, um eine Explosion zu verhindern. Erst als Sprengstoffexperten eintrafen, habe er sich vom Fundort entfernen können, teilte die Polizei mit.

Der Mann hatte demnach am Mittwochabend um 21.15 Uhr bei einem Spaziergang einen Gegenstand entdeckt. Als dieser ein Zischen von sich gab, drückte er mit seinem Ärmel dagegen und wählte den Notruf.

Die Polizei habe in Absprache mit dem Mann beschlossen, dass er den Sprengsatz bis zum Eintreffen des Sprengstoffräumdienstes festhalte. Allerdings sei das Team erst drei Stunden später eingetroffen, teilte eine Sprecherin der zuständigen Sicherheitsbehörde mit. Es habe sich zu dem Zeitpunkt weit entfernt aufgehalten.

Der Mann erhielt nach Angaben der Polizei, während er mit der Granate in Berührung ausharrte, mehrere Wärmedecken. Sein Gesundheitszustand sei zudem kontinuierlich überwacht worden.

Die Sprengstoffexperten stellten demnach schließlich fest, dass sich in der Granate kein Sprengstoff mehr befunden habe. Von außen sei das nicht sichtbar gewesen.

Der Mann konnte sich nach dieser Erkenntnis wieder von der Granate entfernen. Der Sicherheitsbehörde zufolge wurde er für eine medizinische Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Die Granate stammte niederländischen Medien zufolge aus dem Zweiten Weltkrieg.

Neben den Informationen der Polizei kursierten andere Versionen der Meldung. So hieß es, der Mann habe die Granate bei Grabungsarbeiten in seinem Garten gefunden. Nachdem er sie mit Sand bedeckte und ein Zischen gehört habe, soll er sich angeblich auf die Fundstelle gesetzt haben, um eine Explosion zu verhindern.

cop/AFP

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