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Panorama

Griechenland

Mindestens 14 Tote nach Überschwemmungen

Nach starken Regenfällen kam es in Griechenland zu Überschwemmungen. Mindestens 14 Menschen starben  - und die Prognosen bleiben schlecht.

PSOMAS/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock
Mittwoch, 15.11.2017   17:20 Uhr

Bei schweren Regenfällen sind in Griechenland mindestens 14 Menschen gestorben. Weitere 13 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt - wie viele noch ermisst werden ist laut dem griechischen Rettungsdienst unklar.

Betroffen ist vor allem die Küste im Westen Athens. "Es ist eine Katastrophe, eine Tragödie", sagte der griechische Innenminister Panos Skourletis im Staatsfernsehen ERT. Die Autobahn zwischen Athen und der Hafenstadt Korinth musste an zwei Stellen vorübergehend gesperrt werden. Die Feuerwehr rückte mehr als 600 Mal aus, um Menschen zu helfen und Geröll zu beseitigen.

Die Urlaubsregion und der Hafen von Nea Peramos waren ein einziges Trümmerfeld. Schwere Schäden und viele Opfer gab es auch in der Region des Dorfes Mandra. Bäche hatten sich nach mehreren Stunden starken Regenfalls in reißende Ströme verwandelt. Viele Landstraßen wurden zerstört.

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Überschwemmungen in Griechenland: "Ich habe nur meine Kinder gerettet"

"Ich habe nur meine Kinder gerettet. Alles andere, das ganze Haus, habe ich verloren", sagte eine Anwohnerin der Region im Fernsehen. Rettungsmannschaften holten mit Seilen Menschen aus ihren überschwemmten Häusern und aus ihren in den Wassermassen steckengebliebenen Bussen und Pkw.

Das griechische Wetteramt warnte vor neuen schweren Regenfällen in den kommenden Tagen. Der Grund: Im zentralen Mittelmeer hat sich ein Tief festgesetzt. Bei ungewöhnlich milden Temperaturen um die 23 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit bewegt es sich nur langsam und verursacht schwere Regenfälle sowie starke Winde in der Region.

Regionalgouverneur Giannis Vasileiou sagte bei TV ERT, die Wettervorhersagen seien schlecht und die Einsatzkräfte blieben in Alarmbereitschaft. Die Feuerwehr teilte mit, mehr als 300 Hilferufe seien eingegangen und etwa 120 Feuerwehrleute seien im Katastrophengebiet im Einsatz.

jpz/dpa/AFP

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