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Panorama

Mexiko

Drogenboss "El Chapo" bricht aus Gefängnis aus

Er war einer der meistgesuchten Verbrecher der Welt - bis ihn die Fahnder vor einem Jahr schnappten. Doch am Morgen war die Zelle des Drogenbosses "El Chapo" leer. Mal wieder.

REUTERS

Drogenboss Guzmán bei seiner Verhaftung 2014: Suchaktion gestartet

Sonntag, 12.07.2015   10:53 Uhr

Einer der Top-Drogenbosse Mexikos ist aus dem Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses in Mexiko-Stadt ausgebrochen. Joaquín Guzmán Loera alias "El Chapo" sei nach der morgendlichen Dusche nicht mehr in seiner Zelle aufgetaucht, sagten Wärter des Gefängnisses Altiplano am Rande der Hauptstadt.

Guzmán, der wegen seiner geringen Körpergröße "El Chapo" - "der Kleine" - genannt wird, war der Anführer des Sinaloa-Kartells, eines der mächtigsten Drogenkartelle in Mexiko. Er galt als einer der meistgesuchten Verbrecher der Welt: Mexikos Sicherheitsbehörden und die US-Anti-Drogenbehörde DEA fahndeten nach ihm.

Vor rund 14 Jahren war Guzmán schon einmal aus dem Gefängnis ausgebrochen. Bis heute ist nicht bekannt, wie er es schaffte. Nach jahrelanger Flucht schnappten ihn die Zielfahnder schließlich vor rund einem Jahr.

Die Nationale Sicherheitskommission leitete sofort eine Suchaktion in der Umgebung ein - auch Flüge durften vorübergehend nicht mehr vom nahegelegenen Flughafen Toluca starten. Das Sinaloa-Kartell kontrolliert fast alle Grenzpunkte zur USA und ist auch mit anderen Kartellen in Europa und Australien vernetzt. Es war maßgeblich in den mexikanischen Drogenkrieg involviert.

kry/AP

insgesamt 24 Beiträge
jj2005 12.07.2015
1. Die Quittung
Die USA haben den Kampf gegen die Drogen ausserhalb ihrer Grenzen verlagert. Die Quittung: Ein einstmals aufstrebendes Nachbarland ist ein failed state geworden. Es heisst oft, man sollte aus der Geschichte lernen. Die Prohibition [...]
Die USA haben den Kampf gegen die Drogen ausserhalb ihrer Grenzen verlagert. Die Quittung: Ein einstmals aufstrebendes Nachbarland ist ein failed state geworden. Es heisst oft, man sollte aus der Geschichte lernen. Die Prohibition hat die Mafia erschaffen, man hat garnichts daraus gelernt. Wenn Drogen kraeftig besteuert wuerden, so wie Alkohol und Tabak, dann koennten Zehntausende "Drogentote" in Mexiko noch leben.
pleromax 12.07.2015
2. Mag ein wirklich schlimmer Finger sein
Guzmán mag zwar ein wirklich schlimmer Finger sein, aber gleich zweimal aus einer Hochsicherheitshaftanstal zu fliehen - Respekt! Da ist er den Strafverfolgungsbehörden ganz offensichtlich mehr als nur eine Nasenlänge voraus.
Guzmán mag zwar ein wirklich schlimmer Finger sein, aber gleich zweimal aus einer Hochsicherheitshaftanstal zu fliehen - Respekt! Da ist er den Strafverfolgungsbehörden ganz offensichtlich mehr als nur eine Nasenlänge voraus.
Unternehmerunternimmtwas 12.07.2015
3. Wie immer
es wurden die Familien des Direktors und der Wärter mit dem Tode bedroht, wenn sie ihn nicht freilassen und einen kleinen Geldbetrag annehmen. So kann man ihnen später auch noch Korruption nachweisen und sie können nicht als [...]
es wurden die Familien des Direktors und der Wärter mit dem Tode bedroht, wenn sie ihn nicht freilassen und einen kleinen Geldbetrag annehmen. So kann man ihnen später auch noch Korruption nachweisen und sie können nicht als Opfer dastehen. Anschließend ist der Mann erhobenen Hauptes aus der Anstalt spaziert. Mexico ist definitiv fest in der Hand der Drogenkartelle.
Forist Gump 12.07.2015
4. Respekt ist völlig fehl am Platz.
Da stehen Millionen für Bestechung einem durchschnittlichen Lohn für die Wärter gegenüber. Das ist alles.
Zitat von pleromaxGuzmán mag zwar ein wirklich schlimmer Finger sein, aber gleich zweimal aus einer Hochsicherheitshaftanstal zu fliehen - Respekt! Da ist er den Strafverfolgungsbehörden ganz offensichtlich mehr als nur eine Nasenlänge voraus.
Da stehen Millionen für Bestechung einem durchschnittlichen Lohn für die Wärter gegenüber. Das ist alles.
kasper993 12.07.2015
5. Plata o Plomo
Mir fehlen einfach die Worte. Aber ehrlich gesagt möchte ich auch nicht gerade ein Wärter von jemandem sein der für mehrere zehn tausenden Morde verantwortlich ist. Der hat dem Wärter wohl klar gemacht das er ein hübsches [...]
Mir fehlen einfach die Worte. Aber ehrlich gesagt möchte ich auch nicht gerade ein Wärter von jemandem sein der für mehrere zehn tausenden Morde verantwortlich ist. Der hat dem Wärter wohl klar gemacht das er ein hübsches Sümmchen Geld annehmen sollte, oder das er dafür sorgen wird das seine ganze Familie ausgelöscht wird samt Opa und Tochter.

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