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Panorama

Absturz in Südfrankreich

Familie von US-Opfern verklagt Germanwings

Die Familie von zwei US-amerikanischen Opfern der Germanwings-Katastrophe macht die Airline für den Tod ihrer Angehörigen verantwortlich. Die Hinterbliebenen haben nun eine Klage eingereicht.

DPA

Gedenkstätte in Le Vernet (Frankreich)

Dienstag, 31.01.2017   02:19 Uhr

Bei dem Absturz einer Germanwings-Maschine in Südfrankreich im März 2015 waren auch eine US-Amerikanerin und ihre Tochter ums Leben gekommen. Nun verklagen die Hinterbliebenen die deutsche Airline, deren Konzernmutter Lufthansa und United Airlines, die den Opfern die Tickets für den Flug 9525 verkauft hatte.

Vater und Sohn der Familie reichten beim Amtsgericht in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia die Klage wegen "wrongful death" ein. Mit diesem Antrag wirft man einer Person oder einem Unternehmen vor, wegen einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Handlung für den Tod eines Menschen verantwortlich zu sein. Die beiden Frauen waren die einzigen US-Bürger an Bord der abgestürzten Maschine.

Laut der Klage wird der Lufthansa und Germanwings Fahrlässigkeit vorgeworfen, weil es keine Regel gab, die vorsah, dass zu jeder Zeit mindestens zwei Crewmitglieder im Cockpit sein müssen. US-Airlines sind dazu seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 verpflichtet. "Die Luftfahrtindustrie kennt die Gefahren, die bei nur einer Person im Cockpit entstehen können, schon lange", sagte Anwalt A. Ilyas Akbari.

SPIEGEL TV Reportage (24.06.2015)

Das Germanwings-Flugzeug von Barcelona nach Düsseldorf war am 24. März 2015 von dem schwer depressiven Andreas Lubitz in den französischen Alpen absichtlich in eine Bergwand gesteuert worden. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hatte zu Beginn dieses Jahres ihre Ermittlungen zu dem Fall eingestellt. Sie war zu dem Ergebnis gekommen, dass Medizinern, der Lufthansa, Germanwings oder dem Luftfahrtbundesamt kein Vorwurf gemacht werden könne. Der Co-Pilot der Maschine trägt demnach die Alleinschuld an dem Unglück mit 150 Todesopfern.

max/AP

insgesamt 12 Beiträge
gratiola 31.01.2017
1. Amerika the greatest Think
Wenn es ums lockere Abzocken geht wissen die Amis schin wie Anwälte und Kläger reich werden. Schlimm ist, dass deutsche Gerivhtsbarkeiiten jede Ordnungswidrigkeit gnadenlos, wenn es sein muß mit Beugehaft verfolgen, wenn es [...]
Wenn es ums lockere Abzocken geht wissen die Amis schin wie Anwälte und Kläger reich werden. Schlimm ist, dass deutsche Gerivhtsbarkeiiten jede Ordnungswidrigkeit gnadenlos, wenn es sein muß mit Beugehaft verfolgen, wenn es aber um Konzerne geht wird immer abgewiegelt. Selbstverständlich ist es ein schuldhaft Verhalten einen religiös verdrehten rezidiviert Depressiven an die Steurknuepel eines Flugzeuges zu lassen. Der Typ war von Anfang an Flzguntaugluch und das weiß jeder anprobiert Arzt der sich einigermaßen mit Medizin und Flugmedizin auskennt. Es ist ein Witz und von daher ist der US Angriff leider sinnvoll. Nicht wegen des vielen unberechtigten Geldes, sondern um den Oberschlauen den Spiegel vorzuhalten.
go-west 31.01.2017
2. Eine amerikanische Paradedisziplin:
Klagen und richtig viel Geld rausschlagen v
Klagen und richtig viel Geld rausschlagen v
Bollerwuddn 31.01.2017
3. Usa ist kein mitglied des internationalen gerichtshofs -
warum aber reicht die US - Jurisdiktion bis nach Deutschland, ins Hoheitsgebiet der BRD ? Gehts noch ? Wie lange nehmen wir derartige Einseitigkeiten im Rahmen der aktuellen RE - Nationalisieirung weiter hin ?
warum aber reicht die US - Jurisdiktion bis nach Deutschland, ins Hoheitsgebiet der BRD ? Gehts noch ? Wie lange nehmen wir derartige Einseitigkeiten im Rahmen der aktuellen RE - Nationalisieirung weiter hin ?
quark2@mailinator.com 31.01.2017
4.
Als würde das was ändern. Wenn 2 im Cockpit sind und einer mal aufsteht, dann kann der angeschnallte Pilot sich auch nicht mehr gegen einen Angriff wehren. Die verbarrikadierten Cockpit-Türen sind natürlich ein wichtiger [...]
Als würde das was ändern. Wenn 2 im Cockpit sind und einer mal aufsteht, dann kann der angeschnallte Pilot sich auch nicht mehr gegen einen Angriff wehren. Die verbarrikadierten Cockpit-Türen sind natürlich ein wichtiger Baustein. Deswegen sind ja auch schon die Passagiere von Helios-Airlines über Athen abgestürzt, weil man nicht mehr rechtzeitig an den Steuerknüppel kam, nachdem die Piloten bewußtlos wurden. Was diese Klagen von US-Bürgern angeht ... wir liefern nicht mehr an Kunden in den USA wegen genau dieser Klagefreude. Obwohl ich den Schmerz der Hinterbliebenen gut verstehen kann. Ein Elend, daß dieser Pilot sich so verhalten hat.
Bin_der_Neue 31.01.2017
5. Amerikanische Mentalität?
Verklagen, verklagen - was geschehen ist, ist tragisch und darf sich unter ähnlichen Umständen niemals mehr wiederholen. Dennoch, was will diese Familie erreichen? Der letztendlich an der Tragödie Schuldige ist tot, und ihre [...]
Verklagen, verklagen - was geschehen ist, ist tragisch und darf sich unter ähnlichen Umständen niemals mehr wiederholen. Dennoch, was will diese Familie erreichen? Der letztendlich an der Tragödie Schuldige ist tot, und ihre Angehörigen sind es auch. Wenn sie nun einen möglichen Prozess gewinnen und im danach einige Millionen reicher sind, werden sie auch nur feststellen, dass ihnen Geld ihre Lieben nicht zurückbringt.
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