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Panorama

NSU-Prozess

Anklage fordert zwölf Jahre Haft für André E.

Im NSU-Prozess hat die Bundesanwaltschaft eine überraschend hohe Strafe für den Mitangeklagten André E. gefordert: Der überzeugte Neonazi solle zudem sogleich in Untersuchungshaft genommen werden.

DPA

André E. im NSU-Prozess (Archiv)

Dienstag, 12.09.2017   14:25 Uhr

Im NSU-Prozess hat die Bundesanwaltschaft das Strafmaß für die Angeklagten gefordert. Für Beate Zschäpe beantragten die Ankläger die Höchststrafe: lebenslang mit der Feststellung der besonderen Schwere der Schuld - eine Freilassung nach 15 Jahren wäre damit ausgeschlossen. Zudem forderte die Bundesanwaltschaft eine anschließende Sicherungsverwahrung Zschäpes.

Gründe für eine Strafmilderung oder gar eine Schuldunfähigkeit gebe es keine, sagte Diemer. Zschäpe sei "ein eiskalt kalkulierender Mensch, für die ein Menschenleben keine Rolle spielte". Für solche Fälle sei keine Schuldminderung vorgesehen.

Neben der 42-Jährigen sind vier mutmaßliche NSU-Helfer angeklagt. Für sie forderte die Bundesanwaltschaft folgende Strafen:

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Anwälte, Ankläger, Gutachter: Die wichtigsten Personen im NSU-Prozess

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