Schrift:
Ansicht Home:
Panorama

Vergewaltigte Camperin bei Bonn

Angeklagter bestreitet die Tat

Ein 31-Jähriger soll im April eine junge Frau beim Zelten in der Bonner Siegaue vergewaltigt haben. Nun steht der mutmaßliche Täter vor Gericht - und bezeichnet sich als unschuldig.

DPA

Angeklagter im Landgericht Bonn

Montag, 25.09.2017   16:19 Uhr

Vor dem Bonner Landgericht hat der Prozess wegen der Vergewaltigung einer jungen Camperin in Troisdorf bei Bonn begonnen. Der Angeklagte stritt ab, die Tat begangen zu haben. Er kenne den Fall nicht und habe nichts getan, sagte der abgelehnte Asylbewerber aus Ghana am ersten Verhandlungstag.

Auf den Vorhalt des Richters, dass an dem Opfer DNA-Spuren des Angeklagten gefunden wurden, erwiderte der 31-Jährige: "Wenn das Gericht sagt, dass die DNA passt, muss ich das Mädchen eine Prostituierte nennen." Zur Tatzeit sei er nicht am Tatort, sondern in seiner Flüchtlingsunterkunft gewesen.

Laut Anklage soll der Mann in der Nacht zum 2. April ein Paar aus Baden-Württemberg überfallen haben, das in der Siegaue zeltete. Mit einer Astsäge soll er das Zelt zerschnitten und die beiden bedroht haben. Nachdem die Opfer ihm etwas Geld und eine Lautsprecherbox gegeben hatten, soll er die Frau vergewaltigt haben.

Wenige Tage nach der Tat nahm die Polizei den 31-Jährigen fest. Ein Spaziergänger hatte ihn auf dem veröffentlichten Phantombild erkannt.

Vor Gericht schilderte der Angeklagte ausführlich seine Kindheit in Ghana und seinen Weg über Italien nach Deutschland. Der Asylantrag des Mannes war nach Angaben der Bezirksregierung erst kurz vor der Tat abgelehnt worden. Dagegen hatte er geklagt, so dass das Verfahren noch anhängig gewesen sei.

wit/dpa

Verwandte Artikel

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
TOP